Reisen nach Polen? - Immer empfohlen!
2. Tag: Insider-Tipps und Touristenhotspots
2. Tag: Insider-Tipps und Touristenhotspots
2.Tag: Insider-Tipp und Touristenhotspots
Nach einer ruhigen Nacht in bequemen Betten im Hotel Gosciniec Molo in Mragowo starten wir mit einem guten Frühstück und dem Blick auf den See in den Tag. Das Hotel ist gut belegt und so kommt es zu kleinen Staus an den Kaffeeautomaten. Aber wir haben ja Urlaub! Das Haus gefällt uns gut. Viel Holz, großzügig angelegt, Fahrstuhl, alle unsere Zimmer groß, sehr sauber und mit einem möblierten Balkon. Ein Schwimmbad, eine Terrasse, Freisitze,
eine hoteleigene Badestelle am See. Auch der Anleger des Schiffes, der Rundfahrten auf dem See anbietet, liegt direkt vor dem Hotel.
Wir aber starten jetzt in den Tag!
Unser erstes Ziel ist das Museum „Chata Mazurka“, ein wunderschönes privates Bauernmuseum in Sadry, einem Ortsteil von Mragowo. Ein masurisches Bauernhaus, eine Ausstellung im Obergeschoss eines Nebengebäudes und eine große Scheune mit alten landwirtschaftlichen Geräten. Das Ganze in zwei Gartenanlagen, die uns an jeder Ecke mit Details, einer üppigen Blumenpracht und einer bunten Vielfalt überraschen. Das sehr liebevoll eingerichtete Museum versetzt uns in die masurische Vergangenheit, weckt aber auch in uns (alle 60plus) noch so manche Erinnerung an unsere Kindheit. Ich könnte Euch hunderte interessante Ausstellungsstücke zeigen!!! Wir waren am Vormittag die einzigen Gäste hier.
Der Eintritt kostet pro Person 25 PLN.
Die Anlage ist einzigartig schön. Noch bisschen Werbung? An der Anlage liegt das Pensjonat Christel.
Bei Regen und Temperaturen um 20 Grad erreichen wir unser zweites Ziel. Swieta Lipka (Heilige Linde), einen weltbekannten Wallfahrtsort der katholischen Kirche mit dem beeindruckenden riesigen in gold und blau gehaltenen Orgelprospekt und den beweglichen Figuren in der Wallfahrtskirche Mariä Verkündigung. Die Kirche gilt als Perle des Barocks in Nordpolen. Zu jeder vollen Stunde erfolgt nach einer kurzen Erläuterung auf polnisch durch einen Mitarbeiter ein kurzes Orgelkonzert, bei dem sich die Figuren am Prospekt bewegen. Sehr ergreifend!
Unser nächstes Ziel ist Mamerki (Mauerwald), das ehemalige Oberkommando des Heeres (OKH). Hier in einer kleinen Waldsiedlung stehen 30 unzerstörte Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem größten Bunker wurde ein Aussichtsturm mit einem schönen Blick über das gesamte Gebiet errichtet. J. war oben, ich habe wegen des Nieselregens drauf verzichtet. Neben alter Kriegstechnik entstand hier der Nachbau des Bernsteinzimmers in Originalgröße. Dieses kann man hier seit April 2025 besichtigen. Allerdings nicht mit Bernstein, sondern mit Polyester. Trotzdem sehr sehenswert!!!
Nächster Stopp: Schloss Steinort im Ort Szynort. Ein Ort mit einer traurigen Geschichte. Das Schloss gehörte über 600 Jahre der Familie Lehndorff.
Heinrich Graf von Lehndorff war der letzte Eigentümer des Anwesens und ein bekannter Widerstandskämpfer des 20.07.1944 gegen das NS- Regime. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler auf der Wolfsschanze wurde er hingerichtet und seine Familie wurde enteignet. Danach übernahm eine Kolchose das Anwesen. Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus wechselte die Anlage mehrfach den Besitzer und verfiel immer mehr. Aber 2009 geschah dann doch noch ein Wunder: Eine neu gegründete Stiftung: “Deutsch- Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz“ übernahm das Objekt und begann mit Sicherungsarbeiten. Was für ein Glück für das Gebäude!
Zurück in Mragowo. Nachdem wir wieder auf der Suche nach einem Parkplatz in Hotelnähe sind, nehmen wir unser heutiges Abendessen in der Nähe des Hotels in einem vom Reiseführer Marco Polo empfohlenen Restaurant, der „Stara Chata“, der „Alten Kate“, ein. Wir sind neben zwei anderen Gästen die einzigen in dieser sehr gemütlichen Gaststätte. Mit Gestik und Englisch können wir rasch bestellen und bekommen gute polnische Küche serviert. Bigosch für drei von uns, einmal Tatar, einmal Vegetarisch und für mich Garnelen in Knobi. (Mallorca lässt grüßen). Und mit vielen schönen Eindrücken und einem Absacker auf meinem Balkon geht dieser schöne Urlaubstag zu Ende.
In Puppenstadt.. Wer erinnert sich an das Kinderbuch " Helga hat sechs Puppenkinder? Hannelore, Gerd und Fred, Rosamunde und Brigitte und das Baby Annegret. Wer kennt das noch??? Eines meiner ersen Bücher!!!
| Aufbruch: | 28.08.2026 |
| Dauer: | 9 Tage |
| Heimkehr: | 05.09.2026 |