Cassis - Calanques - Marseille
Ich wollte kurzfristig eine "Auszeit" nehmen und nicht lange recherchieren - warum also nicht nochmals für eine Woche nach Cassis - einem meiner Lieblingsorte am französischen Mittelmeer....
Cassis
Wenn man sich kurzfristig für eine "Auszeit" entscheidet, ist es nicht schlecht, eine Destination und auch ein Hotel zu buchen, welche man schon kennt.
Ich flog wiederum nach Marseille und fuhr mit dem Taxi nach Cassis. Die Fahrt vom Flughafen bis ins Hotel dauerte ca. 45 Minuten.
Es war früher Nachmittag, und ich lief vom Hotel aus ca. 10 Minuten bis zum Hafen. Beim Hinunterlaufen konnte ich wieder die prachtvolle Sicht auf die "Canaille" - ein Wahrzeichen von Cassis - geniessen. Das Cap Canaille ist 394 m hoch und gehört zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten an der Küste bei Cassis. Die Felsen stehen östlich über der Bucht und leuchten je nach Tageszeit ocker, golden oder rot.
Besonders bekannt ist die Route des Crêtes, eine rund 15 km lange Panoramastrasse zwischen Cassis und La Ciotat. Von da oben hat man einen tollen Blick über Cassis, das Meer und die Calanques.
Als wir zum ersten Mal über die Route des Crêtes fuhren war es ziemlich dunstig. Ein anderes Mal war der Wind zu stark, die Strasse war gesperrt.
Beim letzten Mal mussten wir ca. 30 Minuten kurz vor dem Gipfel warten, da eine Rettungsübung mit Hubschraubern usw. vorgenommen wurde. Das Warten hatte sich aber auf jeden Fall gelohnt, denn die Sicht war einmalig schön.
Es war noch so heiss wie im Sommer - jeden Tag zwischen 28 und 30 Grad.
Da war es nicht verwunderlich, dass der Strand gut besucht war, d.h. ich hatte bei meinen anderen Aufenthalten um diese Jahreszeit hier noch nie einen so vollen Strand gesehen.
Cassis ist kein grosser Badeort mit breiter Promenade, sondern ein kleiner Küstenort mit Hafen, Altstadtgassen, kleinen Stränden und sehr viel Natur direkt vor der Tür.
Man kann von hier aus einen Tagesausflug nach Marseille machen, eine Calanques-Wanderung oder eine Bootstour.
Am Vieux Port sieht man Häuser mit bunten Fassaden, Boote, und man hat einen schönen Blick auf das Château de Cassis oder sogar auf das Cap Canaille.
Am morgen geniesst man einen Kaffee in den Restaurants und Cafés, die sich rund um den Hafen befinden, und am späten Nachmittag einen Apéritif. Zum Lunch und auch zum Nachtessen sind die Restaurants immer gut besetzt, und oftmals ist es besser, eine Reservierung zu machen.
Rund um die Place Baragnon und die Gassen dahinter findet man kleine Geschäfte, Bäckereien, Restaurants und provenzalische Spezialiäten. Man kann Cassis sehr gut zu Fuss erkunden, da der Ort nicht gross ist.
Der provenzalische Markt findet mittwochs und freitags am Vormittag auf der Place Baragnon statt. Dort bekommt man Obst, Gemüse, Käse, Oliven, Honig, Kräuter, Wein und Kunsthandwerk und vieles mehr.
Zusätzlich gibt es samstags einen Bauernmarkt auf der Place de la République.
.
Als ich am Montag zum Hafen kam, entdeckte ich ein grosses schwarzes Segelschiff. weleches in der Bucht ankerte.. Ich war neugierig und fragte in der Touristeninfo nach dieser Yacht.
Es war die "Orient Express Corinthian", eine der grössten und luxuriösesten Segelyachten der Welt, die an diesem Tag im September 2026 in der Bucht von Cassis ankerte.
Dieses Superschiff ist ein 220 m langer Dreimaster, der oft als „schwimmendes Fünf-Sterne-Hotel“ beschrieben wird und aufgrund seiner imposanten Grösse und dunklen Silhouette im Hafen von Cassis für Aufsehen sorgt.
Das Schiff wurde in Saint-Nazaire gebaut und verfügt über 54 Suiten für bis zu 110 Passagiere. Zur Ausstattung gehören fünf Restaurants, acht Bars, ein Cabaret, ein -Spa, eine private Marina, ein Pool und sogar ein Aufnahmestudio.
Eine Reise an Bord ist extrem exklusiv; die Preise für eine zweitägige Überfahrt liegen zwischen etwa 13.000 und 55.000 Euro pro Person, wobei bestimmte Suiten noch deutlich teurer sein können.
Ausser am 21. September 2026 machte das Schiff schon im Mai Station in der Bucht von Cassis.
Obwohl es sich technisch um eine Megayacht und kein klassisches Kreuzfahrtschiff handelt, wird es aufgrund seiner Hotel-Infrastruktur und des Servicelevels oft als „Hotelschiff“ bezeichnet.
An Restaurants hat man in Cassis die "Qual der Wahl". Aber für meinen letzten Abend suchte ich wiederum das gleiche Restaurant auf wie im letzten Jahr - "Canaille" - spezialisiert auf Meeresfrüchte.
Die Austern waren frisch, der Wein kühl, dazu die Sicht auf den Hafen und die milden Temperaturen - was will man mehr...
| Aufbruch: | 20.09.2026 |
| Dauer: | 8 Tage |
| Heimkehr: | 27.09.2026 |