Cassis - Calanques - Marseille
Bootstour Calanques
Ich hatte eine Calanques Bootstour schon vor einigen Jahren gemacht. Aber es war so schönes Wetter, dass ich mich doch nochmals spontan dafür entschied. Allerdings nicht am Donnerstag wie ursprünglich geplant sondern erst am Freitag. - nachdem eine Notiz an der Ticketkasse vor "schwerer See" am Donnerstag warnte.
Die Calenques sind schmale, fjordartige Kalksteinbuchten mit steilen Felsen, klarem Wasser und oft rauen Wegen. Wenn man die Calenques sehen möchte ohne lange zu wandern ist eine Bootstour eine gute Wahl. Die Boote starten direkt im Hafen von Cassis.
Je nach Route sieht man mehrere Buchten vom Wasser aus, und die Felsen erscheinen einem mächtiger als bei einer Wanderung. Bei einer 9-Calanques Bootstour sieht man die Calanque Port Miou, Port Pin, d'En Vau, L'Oule, Devenson, L'Oeil de Verre, Sugiton, Morgiou und Sormiou.
Am Hafen von Cassis werden mehrmals am Tage Bootsfahrten in die Calanques angeboten. Manche Boote ankern sogar für ein paar Stunden an einem der schmalen Sandstrände, die sonst nur zu Fuss erreicht werden können.
Das Küstengebirge zwischen Marseille und Cassis bildet schmale Fjorde, die Calanques genannt werden. An den hohen Felswänden und -spitzen klammern sich windgekrümmte Kiefern. Das Wasser ist türkisfarben und die Kiesstrandbuchten sind oft nur per Boot oder zu Fuss erreichbar. Die Calanques sind auch bekannt als ausgezeichnete Wanderregion. In den Calanques ist die Wasserqualität hervorragend.
Das Schiff fuhr zuerst in die Port Miou Calenque - eher ein Hafen als eine Badebucht.
Port-Pin ist die kleinste der Calanques und erhielt den Namen durch die vielen Aleppo-Kiefern, die auf den Felsen wachsen. An der von Pinien gesäumte kleinen sanft abfallenden Bucht gibt es einen sandigen und einen steinigen Strand.
Man kann hier gut baden, aber im Sommer ist es recht voll.
Die Calenque d'En-Vau ist besonders spektakulär. Das Wasser ist hier türkisblau, die hellen Felswände sind sehr zerklüftet.
Um zu Fuss zum Kieselstrand zu gelangen, braucht man eine gute Kondition, denn wegen der steilen Wege ist die Wanderung recht anstrengend. Z.B. von Marseille aus braucht man eine Stunde hierher bergabwärts. Und auf dem Rückweg dann alles bergauf...
Die Calenque du Devenson ist abgelegen und geschützt von steilen Klippen, die bis zu 200 m hoch sind. Man kann diese schmale vertikale Calenque nur mit dem Boot oder über den schwierigen Wanderweg zu Fuss erreichen - keine Strassenanbindung. Es gibt hier keine Einrichtungen und keinen Sand, es ist eine der leersten Buchten der gesamten Küste.
Die Klippen sind auch beliebt bei Kletterern wegen ihrer breiten Kletterwege.
Calanque de Sugiton ist eine der kleineren Fjorde, wegen der Nähe zu Marseille aber sehr beliebt. Bis zu dieser Bucht fährt sogar ein Bus. Das Ufer ist von Kieselstränden gesäumt und Felsen ragen aus dem Wasser.
Diese grösste und bekannteste Calanque in der Nähe von Marseille ist auch eine der wenigen bewohnten. Rund um den kleinen Sandstrand stehen diverse Fischerhäuser sowie zwei Restaurants. Über die Klippen führt ein kleiner Wanderweg mit einer atemberaubenden Aussicht. Auf der linken Seite der Calanque de Sormiou befindet sich die Grotte von Cosquer mit den berühmten, prähistorischen Höhlenmalereien.
Zurück nach Cassis fuhr das Schiff etwas schneller. Es wurde frisch, und ich war froh, dass ich eine leichte Jacke mitgenommen hatte.
Es war wiederum eine sehr eindrucksvolle Fahrt, d.h. es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
| Aufbruch: | 20.09.2026 |
| Dauer: | 8 Tage |
| Heimkehr: | 27.09.2026 |