Namibia - der Gast ist König - aber die Natur der Kaiser

Reisezeit: März / April 1998  |  von Herbert S.

Twyfelfontein

Freitag, 10.04.98 (14. Reisetag)

Wir frühstücken als erste auf der Terrasse an der langen Tafel von gestern.

Dann folgen 80 km Teerstraße bis Khorixas und dann 100 km Staubpiste als Achterbahn. Gegen 10.00 Uhr erreichen wir Twyfelfontein und bekommen einen guide - Margret - zugeteilt.

Margret zeigt uns Felszeichnungen

Margret zeigt uns Felszeichnungen

Sie führt uns mit wenigen englischen Erklärungen über Stock und Stein zu tollen Felsgravuren und Felszeichnungen, die man selbst kaum finden würde.

über Stcok und Stein führt der Weg zu den Zeichnungen

über Stcok und Stein führt der Weg zu den Zeichnungen

Grabring

Grabring

'bedrohliches Tier'

'bedrohliches Tier'

Jäger und

Jäger und

Gejagte

Gejagte

Eine gute Stunde dauert der Gang, den sogar Christels Bein übersteht. Am Parkplatz angekommen gibt es zunächst mal einen Morgenkaffee, danach besichtigen wir die 5 km weiter liegenden Basaltsäulen, die etwas enttäuschend sind, und den verbrannten Berg, der in allen Farben schillert, natürlich überwiegend rabenschwarz.

fünfeckig - die besondere Form der Basaltsäulen - es gibt sie auch an der Nordküste Nordirlands als 'Giants Causeway'

fünfeckig - die besondere Form der Basaltsäulen - es gibt sie auch an der Nordküste Nordirlands als 'Giants Causeway'

Auf der Rückfahrt zur Hauptstraße filme ich Christel bei der Berg- und Talfahrt. Wenig später ist dann auch der Himmel rabenschwarz, so daß wir Angst haben, den versteinerten Wald nicht mehr besuchen zu können.

Dort wird uns wieder ein guide zugewiesen, die junge Schwarze macht das schon erheblich distanzierter und zeigt uns nur einen Teil des Areals, der wohl die Ausmaße des US-Parks haben dürfte.

Während des 20-minütigen Spaziergangs zieht aber auch schon ein Sturm auf, der auf dem Parkplatz angekommen fast schon zum Orkan wird und Sandstürme verursacht.

bedrohliche Wetterlage

bedrohliche Wetterlage

aufkommende Sandstürme

aufkommende Sandstürme

Trotzdem finden wir noch ein paar neuartige Pflanzen, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

ähnlich wie die Welwitschia

ähnlich wie die Welwitschia

eigenartige Formation

eigenartige Formation

Auf der folgenden Fahrtstrecke zurück nach Khorixas bleibt es jedoch trocken, wir scheinen an dem im Süden niedergehenden Unwetter vorbeizufahren. Zurück auf der Bambatsi-Lodge setzen wir uns zum Nachmittagskaffee mit Kuchen auf die Terrasse und gucken uns das Video von heute an und fragen Herrn Zahn noch nach einzelnen Tieren.

Danach nimmt Christel wieder eine Auszeit. Ulrike und ich machen schnell schnell und genießen auf der überdachten Terrasse bei leichtem Regen noch einen Drink, wo inzwischen bayerische Neuankömmlinge Platz genommen haben. Später setzt sich auch Herr Zahn dazu und erzählt. Er erwartet heute noch 6 Gäste, darunter auch das Ehepaar Goebel. Doch zur Abendessenszeit (Kudu-Frikadelle, Squash, Creme Caramel) sind alle 6 noch nicht eingetroffen. Goebels erscheinen so gegen 20.30 Uhr und haben Horrorgeschichten zu erzählen von Unwettern, Überschwemmungen bei Uis Min, der geplanten Route nach Khorixas und von dreistündigem Warten auf das Ablaufen des Wassers auf der Straße Uis Min - Omaruru. Sie mußten mehr als 200 km Umweg fahren.

© Herbert S., 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist zwar schon etwas her, aber diese Reise gilt für mich als eine der schönsten mit aufregenden Landschaften, freundlichen Menschen und erstaunlichen Resten deutscher Kultur.
Details:
Aufbruch: 28.03.1998
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 19.04.1998
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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