Wohnmobilreise nach Peking über die Seidenstraße

Reisezeit: April - September 2008  |  von Ingrid und Achim H.

Russland VI

Jetzt geht es weiter mit dem Bericht vom 148. Tag in Moskau, wir sind jetzt in Warschau und die offizielle Reise ist bald zu Ende :

Am späten Nachmittag haben wir uns dann auf die Strümpfe gemacht und sind mit der Metro
nach Moskau gefahren. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass das Stadtfest der Gründung von Moskau 1147 gefeiert wurde. Überall gab es Absperrungen und jede Menge Menschen, die feierten. Es gab überall Sicherheitsschleusen, Polizei und Militär. So viele schwarze Limousinen auf einem Mal habe ich noch nie gesehen, es gab dicke BMWs, A8L, Mercedes und Maybach. Alle poliert glänzten sie um die Wette und warteten auf ihr Herrchen.

Wir sind gar nicht auf den Roten Platz gekommen und haben uns dann in die andere Richtung gewandt und sind zur Christus-Erlöser-Kirche gegangen. Die Kirche ist ganz neu. Sie wurde von 1995 bis 2000 erbaut und ist jetzt die Hauptkirche von Moskau
Auch hier gab es Feiern zum 861. Jahrestag der Gründung von Moskau und ein Chor hat gesungen.
Wir haben eine zeitlang zugehört, dann aber sind wir weitergegangen. Von der Brücke hatten wir einen Blick auf den Kreml-Palast

Danach sind wir dann zurück zum Kloster gefahren.

149. Tag - 8.09.2008 - Moskau

Für heute steht die Stadtrundfahrt an und wir werden mit dem Bus abgeholt. Wir fahren ins Zentrum und dann hinauf auf den Sperlingsberg. Hier oben hat man einen weiten Blick über die Stadt. Wir können sehen, wie in Moskau gebaut wird. Modernste Hochhäuser sind in Bau, oder fast schon fertig. Wir blicken über Sportzentren mit grünen Parks.
Hier oben liegt auch die Universität mit über 20 Fakultäten - ein riesiger Bau.

Oben in dem Stern gibt es ein Zimmer, von dem aus Wetterbeobachtungen gemacht werden.
Dann ging es zum Denkmal des 2. Weltkrieges. Überall wurden noch die Reste des Stadtfestes abgebaut und aufge-räumt.

Hier oben gab es auch eine Stelle, an dem einstmals Napoleon gestanden haben soll, und anschließend feststellen musste, dass Moskau kampflos übergeben wurde und angezündet wurde. Hier hat Napoleon fast seine ganze Armee verloren.

Vom Denkmal fuhren wir zum Neuen Jungfrauen Kloster. Wir haben es leider nicht besichtigt, sondern nur von der gegenüberliegenden Seite sehen können. Hier liegt auch der Prominentenfriedhof von Moskau, wo z. B. Boris Jelzin, Raisa Gorbatschowa und viele andere Berühmtheiten begraben sind. Wie immer ist die Zeit zu kurz, und wir können nichts besichtigen.

Es geht weiter zur Erlöser-Kathedrale, die wir ja schon gestern von außen gesehen hatten. Heute besichtigen wir das Innere. Sie ist total ausgemalt mit vielen Ikonen.

Wir fuhren dann zum Kreml, um dort Mittagspause zu machen. Wir gingen in einen Food-Court und haben dort gegessen. Beim Eingang standen Lenin und Stalin und grüßten.

Nach der Mittagspause, sollte es eigentlich auf den Roten Platz gehen, aber leider war er gesperrt. So gingen wir in den Kreml. Hier konnten wir die Wachablösung sehen.
Die Soldaten schmissen ganz schön die Beine, als sie im Stechschritt die Wachablösung durchführten.

Wir sahen uns die Kirchen von innen und von außen an. Sie waren total ausgemalt und fotografieren war wie immer verboten. Von außen glänzten die goldenen Kuppeln

Der Tag war heute ganz schön anstrengend und als die Besichtigung zu Ende war, gingen wir an der Kanone, aus der noch nie ein Schuss abgefeuert worden ist, vorbei aus dem Kreml heraus.

Wir fuhren mit der Metro zurück zum Kloster zum Stellplatz und haben uns dort noch ein wenig erholt, bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging.

150. Tag - 9.09.2008 - Moskau

Heute ist der Tag zur freien Verfügung und es regnet, aber wir sind trotzdem nach Moskau reingefahren. Wir sind an die Moskwa gefahren und sind dort aufs Schiff gegangen und ca. 1,5 Stunden mit dem Schiff gefahren. Es hat die ganze Zeit geregnet. Wir haben noch einige Bauten wieder gesehen, wie z. B. die Universität auf dem Sperlingshügel und die Sprungschanze mitten in Moskau. Wir fuhren bis zum Kreml, wo wir dann ausstiegen.

Jetzt wurde es schon etwas heller, und wir gingen zum Kreml an einer riesigen Reklamewand von BMW vorbei, auf der vier Autos in der Senkrechten angebracht waren.

Als wir dann an der Basilius Kathedrale ankamen, war der Rote Platz immer noch gesperrt, und wir konnten auch nicht die Kathedrale besichtigen. Da sind wir dann aus lauter Verzweiflung in die weltliche Kathedrale, das Kaufhaus GUM gegangen.
Hier sind wir eine Weile durchgeschlendert, haben die teuren Geschäfte mit den Nobelmarken gesehen und sind dann dort zu einem kleinen Italiener gegangen und haben zu Mittag gegessen.
Wir haben einen letzten Blick auf den Roten Platz geworfen, vielleicht ist er ja jetzt geöffnet - nein, und sind dann mit der Metro zum Platz zurückgefahren. Wir haben dort noch am Wagen gesessen und mit den Reisefreunden Kaffee getrunken.

Um 17.30 haben wir uns wieder auf die Socken gemacht, denn wir wollten am Abend ins Theater gehen, bzw. Ballett. Neben dem Bolschoitheater ist das Sommerhaus, in dem jetzt während der Sommerpause Aufführungen stattfinden.

Sechs Leute haben sich zusammengefunden, die sich das Ballett "Schwanensee" ansehen wollen. Um 19 Uhr fing die Vorstellung an. Leider saßen wir in der ersten Reihe, und so konnte man die Füße der Tänzer nur sehen, wenn den Hals reckte. Aber uns hat die Aufführung gut gefallen, die gegen 21.45 Uhr zu Ende war. Wir sind direkt in die Metro und zum Platz zurückgefahren.
Achim hat sich ausgeklinkt, er ist nicht mit ins Ballett gegangen, sondern allein zum Roten Platz, der jetzt wieder geöffnet war. Er konnte endlich über den Platz gehen und hat einige Fotos gemacht. Dann so gegen 20 Uhr gingen die Lichter an und das Kaufhaus GUM wurde als erstes beleuchtet.
Dann wurde ein Gebäude nach dem anderen beleuchtet.
Dann ist er auch zum Platz zurückgefahren.

151. Tag - 10.09.2008 - Fahrt nach Smolensk

Heute Morgen sind wir wieder früh los, denn wir wollen nach Smolensk, das sind rund 400 km. Da sich sonst keiner für die Stadt interessiert, fahren wir mit zwei Wagen in die Stadt hinein. Valerie hat uns aufgezeichnet, wo die Sehenswürdigkeiten liegen, da wir ja keinen Stadtplan haben, und wir haben das auch gut gefunden. Leider regnet es auch heute, aber wir steigen trotzdem aus und steigen die Treppe hoch in den Kreml, um den Dom zu besichtigen.
Er ist im Innern mit viel Gold und Ikonen geschmückt. Außerdem gibt es hier eine Kanzel, die es sonst in den Kirchen nicht gab. Also ist eine Nähe zur Katholischen Kirche spürbar. Wir sind durch die Kathedrale gegangen. Überall wurde geputzt und sauber gemacht. Es scheint wohl ein Fest anzustehen.

Dann sind wir noch etwas weiter den Hügel des Kremls hinaufgestiegen, aber es gab dort nichts mehr zu sehen.

Wir sind zum Wagen zurückgegangen und sind entlang des Dnjeper gefahren. Hier unten in der Stadt waren die Straßen dann ziemlich schlecht und es regnete, so sind wir dann zum Stellplatz, der am Sanatorium Kristall lag gefahren. Hier gab es dann ein gemeinsames Abendessen.

152. Tag - 11.09.2008 - Fahrt nach Minsk

Für heute steht wieder einmal ein Grenzübertritt an. Am Morgen frühstücken wir gemeinsam im Sanatorium Kristall. Nach dem Frühstück geht es dann los Richtung Minsk. Nach ca. 80 km haben wir die Grenze und alles geht ganz flott. Bei den Russen dauert es nicht lange und für Weißrussland müssen wir die Straßennutzungsgebühr bezahlen und dann geht es auch schon weiter, so dass wir schon um 14.30 Uhr am Platz bei Minsk sind. Wir sind ganz überrascht, wie sich die Stadt präsentiert. Alles ist sehr sauber und die Straßen sind super gut. Die Häuser sind modern. Auch Weißrussland erscheint uns anders als wir es erwartet haben. Wir stehen hier an einem Sportpark. Auch heute Abend gibt es ein gemeinsames Essen. Wir sitzen alle an einer langen Tafel. Als dann aber laute Musik für eine andere Gesellschaft beginnt, ergreifen wir die Flucht.

153. Tag - 12.09.2008 - Minsk

Auch inMinsk gibt es eine Stadtrundfahrt für uns. Wir werden von Nina und dem Bus abgeholt und ins Zentrum gefahren. Wir hören über die Stadtgeschichte, die Gründung von Minsk im Jahr 1067 und über die Juden, die auch hier verfolgt und getötet wurden. Wir hielten dann an einem Denkmal für den Tod der Juden in einem Massengrab.
Heute leben 1,2 Mio. Menschen in der großen Stadt Minsk. Wir fahren über die Hauptstraße an den alten Häusern vorbei, die noch nach dem Krieg existieren.

Leider ist auch heute das Wetter nicht so gut, es regnet und es ist nur 7 º warm. Als wir dann aus dem Bus steigen, um zu Fuß zu besichtigen, frieren wir ganz schön. In einem kleinen Skulpturenpark steht ein Denkmal für einen Belarussischen Dichter, der in Belarus, der Sprache der Weißrussen, Gedichte geschrieben hat.
Oberhalb der Stadtkirche hatte man einen Blick über die Stadt.
Wir haben uns die Kirche von innen angesehen, aber wir mussten leise umhergehen, denn es war ein Gottesdienst.
Im Hotel Intourist haben wir dann eine Kaffeepause gemacht. Hier konnten wir Geld wechseln und uns etwas aufwärmen bei Tee und Kaffee.
Dann sind wir zum Bauernmarkt gefahren. Dort haben wir Obst, Gemüse, Pilze usw. eingekauft. Ich konnte Steinpilze bekommen und heute abend werden die gegessen. Wir wagen es, obwohl Tschernobyl ja gar nicht so weit weg ist, etwa 350 km. Aber einmal ist keinmal.

Nach unseren Einkäufen ging es zurück zum Platz und bei dem Wetter ist es jetzt richtig gemütlich im geheizten Wagen.

Dieter, dessen Auto wieder mal kaputt ist, muß zurück nach Hause fliegen. Er ist bei Mosaku liegen geblieben und seine Lichtmaschine ist total kaputt. Der ADAC wird seinen Wagen aufladen, und er sitzt sicher schon im Flugzeug Richtung Köln, schade, so kann er nicht mit uns die Reise beschließen.

hier stehen wir am Kloster Danilovskji

hier stehen wir am Kloster Danilovskji

861 Jahre Moskau - Stadtfest

861 Jahre Moskau - Stadtfest

Blick ueber die Moskwa auf den Kreml/Palast

Blick ueber die Moskwa auf den Kreml/Palast

Neubauten in Moskau

Neubauten in Moskau

Universitaet auf dem Sperlingsberg
oben im Stern ist ein kleines Zimmer

Universitaet auf dem Sperlingsberg
oben im Stern ist ein kleines Zimmer

Mahnmal fuer den 2. Weltkrieg

Mahnmal fuer den 2. Weltkrieg

das Neue Jungfrauen Kloster mit dem Prominentenfriedhof

das Neue Jungfrauen Kloster mit dem Prominentenfriedhof

Stalin und Lenin leben doch noch

Stalin und Lenin leben doch noch

die Wachabloesung im Stechschritt

die Wachabloesung im Stechschritt

die goldenen Kuppeln im Kreml

die goldenen Kuppeln im Kreml

der Kreml Palast

der Kreml Palast

aus der Kanone wurde nie geschossen

aus der Kanone wurde nie geschossen

in Moskau fahren die BMWs auf senkrechten Waenden Reklame

in Moskau fahren die BMWs auf senkrechten Waenden Reklame

die Basilius-Kathedrale

die Basilius-Kathedrale

Kaufhaus GUM

Kaufhaus GUM

und bei Nacht

und bei Nacht

der Dom von Smolensk

der Dom von Smolensk

ein gemeinsames Essen

ein gemeinsames Essen

Minsk - das Denkmal fuer die Juden

Minsk - das Denkmal fuer die Juden

Minsk - das Zentrum

Minsk - das Zentrum

Minsk

Minsk

ein kleiner Skulpturenpark in Minsk

ein kleiner Skulpturenpark in Minsk

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Italien-Griechenland-Türkei-Iran-Turkmenistan- Usbekistan-China-Mongolei-Russland-Weißrussland-Polen
Details:
Aufbruch: 13.04.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.09.2008
Reiseziele: Italien
Griechenland
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kirgisistan
China
Mongolei
Russland / Russische Föderation
Polen
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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