Wohnmobilreise nach Peking über die Seidenstraße

Reisezeit: April - September 2008  |  von Ingrid und Achim H.

China IX

Hallo, wir sind jetzt in Ehrenhot, unsere letzte Station in China

107. Tag - 28.07.2008 - Rückfahrt nach Datong

Heute ist unser Aufenthalt in Peking beendet und wir fahren um 8 Uhr mit dem Bus los. Auch bei der Rückfahrt ist kein Verkehr und wir werden auch nicht kontrolliert, wie bei der Hinfahrt. So geht es zügig voran und wir kommen schon vor 14 Uhr wieder in Datong an. Dann aber müssen wir in Windeseile den Platz räumen, denn es gäbe ab 15 Uhr keinen Strom mehr, so sagt man uns, wir dagegen nehmen an, dass die vielen Polizeiautos, die im Konvoi vorgefahren sind, den Platz beanspruchen, so dass wir räumen müssen. Aber es gibt einen anderen Stellplatz am Hotel Beichen Datong. Hier finden wir alle auf dem Hinterhof zwischen den Häusern Platz. Sogar noch besser und nicht auf so staubigen Untergrund, so dass die Umsiedlung kein Problem war. Abend gehen wir ins Hotel und Essen wieder einmal im Separée.

108. Tag - 29.07.2008 - Datong

Heute machen wir einen Ausflug zuerst zu den Yungang-Grotten und dann zu dem Hängenden Kloster in Hunyuan.
Wir fahren durch die Stadt und über einen Eisenbahnübergang. Die Schranken sind schon lange runter und doch wird sie von den Menschen mit Fahrrädern oder Mopeds angehoben, damit sie darunter her können und sie überqueren die Gleise, obwohl der Zug schon immer näher kommt und laut pfeift.
Nach knapp 79 km kommen wir an den Yungang-Grotten an. Hier gibt es 53 Grotten, die Buddhas und viele farbigen Darstellungen Buddhas. Der Reiseleiter Chen erklärt uns einiges über die Höhlen und die Religion des Buddhismus und dann haben wir frei, um uns alles anzusehen. Wir gehen zuerst zu den Grotten 1 - 4. Hier gibt es wieder einen große Buddhastatue, mit ihren Begleitern. Hier in diesen Höhlen gibt Figuren von 27 m bis hin zu 2 cm Größe. Dieser Buddha soll 17 m hoch sein.

Dann geht es weiter zu den Grotten 5 - 15. Sie wurden im 5 Jh. nach Chr. erbaut vom damaligen Kaiser und sind besonders reichhaltig geschmückt, einerseits mit Figuren, andererseits mit Bemalungen. Wir konnten nur staunen, wie gut die Farben erhalten waren bzw. restauriert worden sind. In einer Grotte waren die Figuren mit Musikinstrumenten
dargestellt. Es gab auch wieder einen großen Buddha zu sehen, mit einer kleineren Figur auf dem Knie. Die Dimensionen sind schon erstaunlich, oben in der Höhle war bei einem solchen großen Buddha immer ein "Fenster" in den Fels über dem Eingang gemeißelt, damit von oben Licht hereinfiel und das Gesicht des Buddhas beleuchtete. Wir hätten noch tausend Fotos machen können, einen Höhle war schöner als die andere. Wir entdeckten immer wieder Buddhas in allen Größen. Also die Yungang-Grotten hatten ihren Stern im Reiseführer verdient. Leider ist wie immer die Zeit zu kurz und wir mussten zum Bus, auch wie immer durch die Hallo-Straße.
Dann ging es mit dem Bus weiter nach Hunyuan. Hier gibt es ein Hängendes Kloster auch aus dem 5. Jh.
Die Holzgebäude sind direkt an den Fels gebaut und sind mit langen dünnen Holzstangen abgestützt, das sieht besonders filigran aus. Die einzelnen Räume sind verbunden durch Stege und Treppen, man kletterte bergauf und bergab. Hier sind drei Religionen vereint, die von Buddha, Konfuzius und Laotse. Aber so richtig konnte man den Unterschied nicht erklärt bekommen und auch nicht sehen.
Auch hier gab es wieder viele Buddhafiguren zu sehen, die von grimmigen Begleitern bewacht wurden. Alles war bunt angemalt und hatte wieder einen anderen Charakter als die Höhlen. Hier war alles aus Holz, in den Grotten aus Stein gemeißelt.

Nach der Besichtigung ging es zurück zum Stellplatz und wir haben erst einmal Wasser gefasst, damit wir wieder autark sind, denn für das lange Stehen (während wir in Peking waren) haben wir nämlich das Wasser abgelassen.
Dann ging es wieder ins Separée zum Abendessen in fröhlicher Runde.

109. Tag - 30.07.2008 - Dai Hai See

Für heute stehen nur 160 km an, aber wir trotzdem früh los, damit wir nicht die ganze Rushhour in Datong auskosten. Als wir dann eine Tankstelle anfahren, verursachen wir mit unseren Autos wieder einmal einen Menschenauflauf, jeder will alles sehen. Aber das sind wir ja schon gewöhnt.

Schon um 12 Uhr erreichen wir dann den Stellplatz am See. Hier stehen wir mitten auf der grünen Wiese, die Schafe, Ziegen und Kühe grasen um uns herum, Reiter kommen vorbei und schauen und wir richten uns ein. Wäsche wird zum Trocknen aufgehängt, andere waschen das Auto, Achim auch, und jeder beschäftigt sich. Dann gibt es aber ein Gewitter und die Wäsche muß gerettet werden und prompt kippt der Wäscheständer um, jetzt muß ich einen Teil noch mal waschen - Mist.
Auch Cord ist sauer, denn er will seinen Geburtstag heute hier am See feiern. Aber bei Campern gibt es kein schlechtes Wetter, die Markise wird einfach ausgefahren, Horst setzt sich mit seinem Wagen noch daneben und fährt ebenfalls die Markise aus, schon ist Raum zum Feiern.
Ilona hat keine Kosten, vor allen keine Mühen gescheut und Kartoffelsalat geschnippelt. Alle haben gerne zugegriffen, denn deutsches Essen gibt es sonst nicht. Gesungen wurde auch und der Jubilar er lebte hoch.
Und alle waren rundum glücklich und satt. Dann hat es die ganze Nacht geregnet.

110. Tag - 31.07.2008 - Siziwangi

Heute Morgen war es dann ganz schön matschig, wir sind dann doch einigermaßen gut weggekommen, nur Ilona ist kurz im Matsch stecken geblieben, aber dann doch noch freigekommen. Es sind heute 280 km zu fahren. Aber die Straße war gut, an der Autobahn lag irgendwo direkt ein Buddha im Nirwana. Wir wissen jetzt nicht mehr so genau wo wir sind, denn die Schilder sind seitdem, wir in die Provinz der Inneren Mongolei, zwar zweisprachig, aber wohl in mongolisch und in Chinesisch. Also ist es für uns schon schwierig die zu lesen. Auch die Guides, die vorneweg fahren, scheinen sie manchmal auch nicht lesen zu können. Wir werden ja vorn und hinten von je einem Auto begleitet, so geht auch keiner verloren.
Dann fuhren wir nur durch grüne Wiesen eine Landstraße entlang. Rechts und links lagen Jurten, die wohl so eine Art Hotel bildeten. Es standen immer Pferde davor und man konnte sicher von dort aus losreiten. Unser Stellplatz dann auch bei so einer Ferienanlage, zwar viel größer, aber ähnlich gestaltet. Die Zimmer waren Jurten, auch wenn sie große Fenster hatten.
Unsere Gruppe hatte Platz genug und wir konnten hier gut übernachten.

111. Tag - 1.08.2008 - Fahrt nach Ehrenhot - unserem letzten Aufenthaltsort in China

Auch heute haben wir nur 280 km zu fahren und das überwiegend Autobahn, und die sind wir ziemlich schnell gefahren, so dass wir gut vorangekommen sind. Es war alles erstaunlich grün, das lag sicher daran, dass es wohl viel geregnet hat in der letzten Zeit. Sanfte Hänge begleiteten uns erst, dann aber wurde es flach wie ein Teller und man konnte kein Ende sehen. So haben wir uns die Mongolei vorgestellt. Ab und zu waren "Höfe" zu sehen und Schafe weideten ringsherum. An einer Mautstelle kamen und fünf Jeeps aus Österreich entgegen, wir waren alle ganz überrascht und alle, auch die Österreicher haben freundlich gewunken. So trifft man doch mal Europäer außerhalb von Hotels. Dann kamen wir nach Ehrenhot. Zwei Dinosaurier bildeten einen Bogen über der Straße, unter dem wir durchfahren mussten.
Als wir da durchgefahren waren, waren rechts und links der Straße viele Dinosauerer aller Arten aufgestellt. Hier müssen sie wohl Dino-Skelette gefunden haben.
Nach dem Tanken sind wir dann zum Hotel Pacific International gefahren. Hier auf dem Hinterhof haben wir unseren Stellplatz, der letzte Stellplatz in China. Unser letztes Chinesisches Essen werden wir auch hier haben. Und um 19 Uhr gibt es dann noch eine Sonnenfinsternis. Unsere letzte Sonnenfinsternis haben wir 2006 in Libyen gesehen. Mal sehen, ob es hier auch so spektakulär wird.

unser neuer Stellplatz in Datong

unser neuer Stellplatz in Datong

jetzt geht die Schranke wieder auf und alle duerfen fahren

jetzt geht die Schranke wieder auf und alle duerfen fahren

die Yungang-Grotten

die Yungang-Grotten

der Buddha ist 17 m hoch

der Buddha ist 17 m hoch

ein bemalter Buddha

ein bemalter Buddha

noch einmal ein riesiger Buddha mit einer kleinen Figur auf dem Knie

noch einmal ein riesiger Buddha mit einer kleinen Figur auf dem Knie

nun sind wir an dem haengenden Kloestern

nun sind wir an dem haengenden Kloestern

Wohnmobile tanken - eine Sensation

Wohnmobile tanken - eine Sensation

von der seite kann man die filigranen Holzstuetzen sehen

von der seite kann man die filigranen Holzstuetzen sehen

Katzenwaesche fuer das Wohni

Katzenwaesche fuer das Wohni

hier helfen auch die Schirme nicht mehr

hier helfen auch die Schirme nicht mehr

Cord feiert Geburtstag

Cord feiert Geburtstag

hoch soll er leben

hoch soll er leben

direkt an der Autobahn - ein liegender Buddha, der gebaut wird

direkt an der Autobahn - ein liegender Buddha, der gebaut wird

das Mongolische Vergnuegungszentrum

das Mongolische Vergnuegungszentrum

die Innere Mongolei, Beginn der Wueste Gobi

die Innere Mongolei, Beginn der Wueste Gobi

ein "Gehoeft" mitten in der Inneren Mongolei

ein "Gehoeft" mitten in der Inneren Mongolei

die Einfahrt nach Ehrenhot

die Einfahrt nach Ehrenhot

Dinos rechts und links der Strasse

Dinos rechts und links der Strasse

unser Stellplatz am Pacific International Hotel

unser Stellplatz am Pacific International Hotel

Nun da wir morgen aus China ausreisen und ueber 16 000 km gefahren sind gibt es einen Kartenausschnitt ueber unsere Route

unsere Route bisher

unsere Route bisher

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Italien-Griechenland-Türkei-Iran-Turkmenistan- Usbekistan-China-Mongolei-Russland-Weißrussland-Polen
Details:
Aufbruch: 13.04.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.09.2008
Reiseziele: Italien
Griechenland
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kirgisistan
China
Mongolei
Russland / Russische Föderation
Polen
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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