Kenia - Mit den Tieren der Savanne auf du und du

Reisezeit: Februar / März 2005  |  von brigitte brach

Mein Reisebericht über Ostafrika: ein kleiner Führer durch die Tierwelt in Kenia und Tansania. Über Löwen, Geparde und anderes Getier.

Das Camp der Massais

Mein erster Tag begann damit, dass ich mein Patenkind in der Provinz Nyanza besuchte. Danach ging es auf Zwischenstation in ein kleines Camp, das Crater-Lake-Camp, welches malerisch an einem kleinen Kratersee liegt - in der Nähe vom Lake Naivasha.
Am nächsten Morgen ging es dann in mein geliebtes Mara-Gebiet und ich freute mich sehr, "endlich" wieder meine Lieblinge, die Löwen und Geparden beobachten zu können.

Am Talek-River, im Talek-Gebiet gibt es ein neu errichtetes Camp der Massais (das Ilkeliani-Camp) mit nur wenigen, aber sehr geräumigen Zelten. Ich war begeistert, da es keine gepflasterten Wege gab und nur zeitweise aus Solarenergie elektrisches Licht und Strom kam, um meine Adapter aufzuladen. Ansonsten war es wie vor 80 Jahren - überall brannten Kerosin-Lampen, an deren Gestank ich mich erst gewöhnen musste.

Da Kenia unmittelbar am Äquator liegt, ist der Sonnenauf- und Untergang immer um die gleiche Zeit. Morgens um 7 h ist es hell, abends um 19 h stockfinster. Wenn man Glück hat, kann man die Sterne "das Kreuz des Südens" erblicken.
Mein Tag begann morgens um 6 h, wo mein Askari (Wachschutz) mir Kaffee und Kekse auf einen Tisch ins Vorzelt stellte. Dieses Camp ist von den Massais erbaut und ihr kleines Dorf liegt in unmittelbarer Nähe.
Leider hatte sich auch ein Jung-Löwe dieses Gebiet als sein zukünftiges Territorium ausgesucht und jede Nacht hörte man die Wachhunde der Massais Alarm schlagen, wenn er in die Nähe des Dorfes oder Camps kam. Sie dürfen ihn (zum Glück) nicht töten, da ihr Dorf und somit auch das Camp im Schutzgebiet liegt. Sie vertreiben ihn mit Geschrei und Getrommel. Trotzdem hat er schon 3 Rinder von ihnen gefressen.
Mir war anfangs doch etwas mulmig zumute - hörte ich doch den Löwen und die Hippos, die aus dem Talek-River kamen, um in der Nacht ihre Mahlzeiten einzunehmen.
Ganz für mich hatte die ganze Nacht "mein" Askari neben meinem Zelt zu sitzen, da die Campleitung wohl der Meinung war, eine Frau alleine müsste besonders bewacht werden.Ich war beruhigt, als ich ihn schnarchen hörte. War ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich nicht alleine war. Die anderen Zelte waren nicht sichtbar - sie waren verstreut im dichten Buschland.

Kenia - Meine schönen Löwen

Kenia - Meine schönen Löwen

© brigitte brach, 2005
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 14.02.2005
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 10.03.2005
Reiseziele: Kenia
Der Autor
 
brigitte brach berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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