Kulturland TÜRKEI - 2010

Reisezeit: April - Juni 2010  |  von Uschi Agboka

Mureck/Österreich - Niederbayern/Deutschland

Nach einer langen Fahrt durch den Regen kommen wir nach Mureck, Österreich, wo wir bei der Familie Posch eine sehr schöne Unterkunft finden.

Nach einer langen Fahrt durch den Regen kommen wir nach Mureck, Österreich, wo wir bei der Familie Posch eine sehr schöne Unterkunft finden.

Montag, 31. Mai 2010 32. Tag Mureck/Österreich

Um 7 Uhr schellt der Wecker. Wie es scheint, hält sich das schöne Wetter. Mal sehen, wie weit wir heute fahren. Da wir kein Frühstück bekommen, starten wir um 7,45 Uhr. Es geht bis Sibenik an der malerischen Küste entlang. Viele schöne einsame Buchten, kaum Häuser. Dann fahren wir ins Gebirge, eine traumhafte Landschaft und gute Straße. Leider können wir keine Fotos machen, da es sich mehr und mehr bewölkt. Plötzlich wird es ganz dunkel und fängt an zu tröpfeln. Schnell halten wir, ziehen unsere Regensachen an. Das war gut, denn jetzt fängt es mächtig an zu regnen, es schüttet wie aus Kübeln, es hagelt und ein starker Wind (Bora) weht uns fast von der Straße. Überall regnet es in unsere Kleidung hinein. Bei der ersten Gelegenheit halten wir an einem Cafe, wärmen uns auf, ziehen uns doppelt und dreifach an, denn es ist saukalt geworden, 10 Grad. Für Biker auf dem Motorrad gefühlte 5 Grad! Unterwegs halten wir nochmals, um uns zu trocknen bzw. aufzuwärmen. Wir treffen einen anderen Biker aus Bamberg, der auch total durchnässt ist. Meine Lederhose ist klatschnass, den ein "freundlicher" Autofahrer sorgte dafür, dass wir noch zusätzlich gebadet wurden. Unterwegs sehen wir viele zerschossene Häuser, Panzer und anderes Kriegsgerät, welches an den schrecklichen Krieg erinnert. Viele Orte sind Geisterorte, ohne Bewohner. Ab Karlavac gehen wir auf die Autobahn Richtung Zagreb, welches wir aber umfahren. Trotz Regen ist die Autobahn super zu fahren. Um 16 Uhr sind wir in Slowenien. Über Ptuj fahren wir nun Richtung österreichische Grenze. Es geht durch schöne Orte mit malerischen Häusern, geschmückt mit Blumen. Hier findet sich viel Landwirtschaft, Schweinezucht und Weinanbau in dieser Gegend. Leider finden wir keinen Gasthof, wo wir übernachten können. So fahren wir weiter nach Mureck, Österreich. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Rolf findet eine tolle Ferienwohnung (Posch, Bahnhofstr. 13, 8480 Mureck, 03472 2104) bei einer sehr netten freundlichen älteren Dame. Wir haben 2 große Zimmer, jeweils mit Fernsehen, Küchenzeile, großes Bad mit Wanne, sep. Toilette. Kosten pro Person 15 Euro. Es ist 18.30 Uhr und wir sind müde. Bevor wir jedoch die Wohnung beziehen, gehen wir noch zum Essen. Rolf hat Gulasch und ich Spaghetti Bolognese, dazu 1 Bier, 1 Saft. Kosten 20 Euro. Es war sehr lecker. Dann geht es in die schön eingerichtete Wohnung. Rolf setzt sich noch in den riesigen Garten, um Zigarillo zu rauchen und sich zu entspannen nach dem anstrengenden Tag. Ich genieße mehr als 30 Minuten im heißen Bad, denn ich war total durchgefroren mit der nassen Hose, trotz T-Shirt, Pullover, Strickjacke, Lederjacke und Regenjacke. Ich konnte gar nicht so schnell schnattern wie ich fror. Um 20.30 Uhr liegen wir im warmen Bett, sehen fern und sind froh, dass alles gut gegangen ist, denn bei so strömenden Regen zu fahren ist nicht ungefährlich.

Gefahrene Meilen: 294 (474 km).

Dienstag, 1. Juni 2010 33. Tag Rückkehr Niederbayern

Früh sind wir auf. Gott sei Dank sind meine Sachen getrocknet. Die nette Wirtin hat uns einen Heizlüfter gestern noch vorbei gebracht. Wir halten noch einen Plausch mit ihr und fahren um 7.45 Uhr los. Zunächst gehen wir an einer Tankstelle, die so eine Art Dorfkneipe darstellt, frühstücken. Weiter geht es über die Autobahn. Bei Peggau fahren wir ab und fahren durch die Eisenerzer Alpen, später durch den Nationalpark Gesäuse. Wir kennen dieses schöne Gebiet von einer Motorradtour im August 2005. Später geht es wieder über die Autobahn. Es regnet manchmal, dazu geht ein eisiger Wind. Heute ist uns nicht kalt. Wir sind vermummt bis zum geht nicht mehr. Gegen 13.30 Uhr sind wir in Niederbayern, Zuhause.
Gefahrene Meilen: 253 (407 km). Gesamtmeilen 7.023 / 11.307 km.
Es war eine wunderbare Tour mit vielen schönen Erlebnissen und manigfaltigen Eindrücken der schönen Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben.

Bilder zu diesem Bericht findet Ihr unter www.harley-rolf.de

© Uschi Agboka, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit dem Motorrad von Niederbayern über Österreich, Italien, Griechenland in die Türkei und zurück über Griechenland, Mazedonien, Kosovo, Montenegro, Kroatien, Österreich
Details:
Aufbruch: 30.04.2010
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 01.06.2010
Reiseziele: Italien
Griechenland
Türkei
Serbien
Montenegro
Kroatien
Der Autor
 
Uschi Agboka berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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