Das erste Mal im schrillen, pulsierenden Indien mit allen Gegensätzen

Reisezeit: Oktober - Dezember 2011  |  von Kathrin S.

Leben/Kultur allgemein

die heiligen, unantastbaren Stadtkühe

die heiligen, unantastbaren Stadtkühe

Das Leben in Indien

Schon alles irgendwie anders hier als wir es so aus Deutschland kennen. Umso mehr hat es mich erstaunt, wie schnell ich mich an das Leben gewöhnt habe. Langsam erschreckt mich hier nichts mehr; Kakerlaken im Zug, Müll wo man nur hinschaut, schmutziges Geschirr, stinkende Stehklos, chaotische Rikscha Fahrten, wildes Gehupe, Raten, ...
Auf den Strassen riecht es manchmal schon etwas streng, Hygiene und Müll ist hier kein großes Thema, auf der anderen Seite sind die Inder sehr sauber und waschen sich ständig die Hände. Andere Dinge sind für die Inder hier wichtiger, wie z.B. die Religion, es ist fast für alle Hindus normal jeden Tag zum Beten in den Tempel zu gehen. Der Sonnenaufgang/-untergang ist jedes Mal eine Riesenspektakel und wird andächtig gefeiert, mit viel Gebeten und Gesängen. Und die vielen heiligen Kühe, die überall in den Gassen rumstehen, blöd gucken und denen man noch nicht einmal einen Klapps geben darf, damit sie mal einen Schritt zur Seite gehen. Was mir im Vorfeld auch nicht ganz klar war, dass die Hindus fast alle Vegetarier sind und auch Alkohol im Hinduismus nicht akzeptiert wird, also lebe ich hier ungewollt sehr gesund. Die einzige Sucht, denen einige Hindus sich hingeben, ist wohl der Drogen-/Tabakkonsum, verschiedene Bhat Lassis enthalten Marihuana, ansonsten wurde mir manchmal auch auf offener Strasse Drogen angeboten. Meinen geliebten Chai-Tee kann ich langsam auch nicht mehr sehen, es gibt hier praktisch nichts anderes, alle Begrüßungen beinhalten einen Chai, die Inder ernähren sich tagsüber fast nur von Chai. Je nach Region variieren die Gewürze des Chais, mit Ingwer, Schwarztee, Gewürzen, Milch und vor allem stark gesüsst.

eine Gasse, wie sie öfters anzutreffen ist

eine Gasse, wie sie öfters anzutreffen ist

Preisverhandlungen

Grundsätzlich muss man in Indien über alles verhandeln,
Hotelpreise, im Supermarkt, Busfahrkarten, Taxi, Rikscha Fahrten, sonstigen Einkäufen, Rabatte sind fast überall möglich. Anfangs ist es sehr schwierig sich ein Bild über die richtige Preisstruktur zu machen, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für das Preisniveau. Umso entspannter ist es dann, wenn man in ländlichen Gegenden unterwegs ist, und überhaupt nicht verhandeln muss/darf. Hier gibt es keine Touripreise, ansonsten zahlt man als Touri im Schnitt einen Aufschlag von 100 %.

Der Friseurladen um die Ecke, mit sehr humanen Preisen 60RS (=1 €)

Der Friseurladen um die Ecke, mit sehr humanen Preisen 60RS (=1 €)

© Kathrin S., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Köln - Mumbai erste Etappe, die weitere Planung ist noch offen Alle Reiseführer sind veraltet, Mumbai ist viel moderner & sauberer als ich erwartet hatte. Kühe auf den Strassen, das war einmal!
Details:
Aufbruch: 31.10.2011
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 23.12.2011
Reiseziele: Indien
Vatikan
Der Autor
 
Kathrin S. berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.