Das erste Mal im schrillen, pulsierenden Indien mit allen Gegensätzen

Reisezeit: Oktober - Dezember 2011  |  von Kathrin S.

Ausspannen in Udaipur

Blick über den Pichola See auf Udaipurs Alstadt mit den Stadtpalast

Blick über den Pichola See auf Udaipurs Alstadt mit den Stadtpalast

Udaipur ein Muss in Rajasthan

Udaipur auch als "Venedig des Ostens" betitelt, lädt viele Touristen zum längeren Verweilen ein, da es wunderschön am Pichola See liegt und nach den vielen Gesichtern Rajasthans kann man sich hier gut sammeln. Zu der einen Seite des Sees thront die Altstadt, während mitten auf dem See das Nobelhotel "Lake Palace" schwebt.

Mit Hilfe eines Auto Rikscha Fahrers klapperte ich verschiedene Unterkünfte ab, dabei war meine Vorgabe nicht auf der Altstadtseite zu wohnen. Das Lake shore guest house direkt am See gelegen, mit genialer Terasse mit Sitz-/Chillout- gelegenheiten sprach mit direkt an, obwohl nicht klar war, ob für die kommenden Nächte dort ein Zimmer frei sein würde. Hier konnte ich in Ruhe emails lesen, meinen Blick über den wunderschönen See auf die Altstadt schweifen lassen und einfach abschalten. Mein zweites Bier in Indien genoss ich dann dort zusammen mit einem Spanier, der kaum Englisch sprach. Wir verarbredeten uns für eine Fahrradtour am nächsten Tag.
Definition Fahrrad = Möchte-gern-Trekkingrad ohne Gangschaltung.
So schwerfällig bin ich selten Rad gefahren, aber auf das Tempo kam es nicht an, ich war schon stolz, dass ich den Linksverkehr einigermassen im Griff hatte. Neben dem Pichola See in Udaipur gibt es noch einige weitere Seen um Udaipur, die auch mit Schönheit/Landschaft mithalten können

Schulkinder in Udaipur, Uniform mit Krawatte!

Schulkinder in Udaipur, Uniform mit Krawatte!

Udaipur, das Leben dort

Am nächsten Tag wollten wir zum Monsun Palast (Sajjan Garh) wandern, leider ist der Palast ziemlich zerfallen, aber der Weg ist das Ziel und so genossen wir den Weg dorthin, der uns über Serpentinen auf den Berg führte. Außer uns war wohl keiner zu Fuss unterwegs, Inder wandern wohl nicht gerne und schauten uns auch immer ganz entgeistert an. Der Anstieg war nicht ohne, zumal die Hitze uns zu schaffen machte, aber die Aussicht von dort über Udaipur war gigantisch und auf alle Fälle die Anstrengung wert. Touristen traf man dort auch nicht mehr, Jugendgruppen nutzten diesen Palast um sich zu treffen, und so waren wir schnell Mittelpunkt und Attraktivität zugleich.Und durften für einige Fotoaufnahmen herhalten. Ich weiss langsam nicht mehr auf wie vielen Bildern ich in indischen Wohnzimmern/Fotoalben/Handys hänge oder abgebildet bin. Manchmal komme ich mir wie ein seltenes Tier vor, wenn man überall fotografiert wird, teilweise auch heimlich per Handy, wenn ich ablehne.

Mein Zimmer (Lake shore guest house)

Mein Zimmer (Lake shore guest house)

Das scharfe indische Essen macht mir schon manchmal zu schaffen, aber mittlerweile weiß ich Möglichkeiten das Essen zu "entschärfen" (Bananen, Rohrzucker, Joghurt)

Das scharfe indische Essen macht mir schon manchmal zu schaffen, aber mittlerweile weiß ich Möglichkeiten das Essen zu "entschärfen" (Bananen, Rohrzucker, Joghurt)

Indisches Leben / Neugierige Inder

Genug der Besichtigungen, die nächsten Tage wollten wir einfach nur die indische Kultur kennenlernen und begaben uns voll in das indische Leben. In einer Parkanlage spielten wir eine Runde Schach und hatten bald die ganzen Parkbesucher um uns versammelt, so viele Zuschauer bei meinem schlechten Schachspiel verunsicherte mich. Aber ein Inder nahm es dann mit Agustin (Spanier) auf, hatte jedoch keine Chance ihn zu schlagen. Alle schauten wie gebannt zu, obwohl davon auszugehen ist, dass kaum einer das Spiel kannte. Alles neue wird hier mit sehr viel Interesse aufgenommen und "angestarrt", aber durchaus von mir nicht als störend empfunden. Sie lachen, scherzen über alles Neue in einer netten Art und Weise, so dass man gerne sich auf ein Gespräch mit ihnen einläßt.
Nach dem Spiel verlief sich die Zuschauerschaft sehr schnell, so dass dann recht bald ein indisches Pärchen zu uns stieß und erzählte, dass sie Sänger wären. Nach kurzem Überlegen wollten sie unsere Meinung zu ihrem Gesang wissen und posierten sich so mitten im Park vor uns auf und gaben ihren Gesang zum Besten. Sehr witzig so spontan besungen zu werden. Indischen Musik ist auf alle Fälle gewöhnungsbedürftig, aber sie hatten sehr viel Spaß daran, dass wir zuhörten und sie mit Beifall belohnten.

Udaipurs wunderschöne Altstadt

Udaipurs wunderschöne Altstadt

die bunte Vielfalt der Stoffe fasziniert mich immer wieder aufs Neue

die bunte Vielfalt der Stoffe fasziniert mich immer wieder aufs Neue

© Kathrin S., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Köln - Mumbai erste Etappe, die weitere Planung ist noch offen Alle Reiseführer sind veraltet, Mumbai ist viel moderner & sauberer als ich erwartet hatte. Kühe auf den Strassen, das war einmal!
Details:
Aufbruch: 31.10.2011
Dauer: 8 Wochen
Heimkehr: 23.12.2011
Reiseziele: Indien
Vatikan
Der Autor
 
Kathrin S. berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.