Ostern in Portugal

Reisezeit: April 1998  |  von Inge Waehlisch Soltau

Abtei Alcobaca und Strand von Nazaré

Vom Zauberwald von Bucaco ging es weiter nach Alcobaca, einer kleinen Stadt mit dem grössten Sakralbau von Portugal - das Zisterzienserkloster mit einer Kathedrale aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Diese riesige mittelalterliche Abtei ist die Grabstätte der Dynastie von Burgund.
Nach dem Sieg über die Mauren im Jahr 1147 gelobte der damilige König Alfonso Henriques, hier ein Kloster zu gründen. Das Kloster war nach seiner Fertigstellung eines der reichsten und bedeutendsten in Europa, und im 18. Jahrhundert war Alcobaca geistiges Zentrum des Landes.

Abtei Alcobaca

Abtei Alcobaca

Abtei Alcobaca

Abtei Alcobaca

Die Klosterkirche wurde im gotischen Stil erbaut, die Fassade aus dem 18. Jahrhundert allerdings im Barockstil. Der dreischiffige gotische Innenraum ist zwar nur 20 m lang, dafür aber mehr als 100 m lang, die gesamte Klosteranlage ist 220 m breit. Erhalten sind einige Sarkophage, auch von Portugals berühmtestem Liebespaar - Prinz Pedro und Dona Ines, Hofdame der aus Spanien stammenden Frau des Prinzen und jahrelang seine Geliebte, Nach dem Tode der rechtmässigen Ehefrau heiratete Pedro Dona Ines heimlich und hatte drei Kinder mit ihr. Der Vater des Prinzen liess diese jedoch durch drei portugiesische Adilige ermorden. Pedro begann daraufhin einen Krieg gegen seinen Vater, konnte ihn aber nicht besiegen, und der Konflikt wurde mit einem Kompromiss beendet. Als der alte König gestorben war, begann Pedro einen Rachezug und liess die Mörder von Dona Ines foltern und töten. Später krönte Pedro die Tote in der Kathedrale von Coimbra zur Königin, und anschliessend wurde der Leichnam ins Kloster von Alcobaca überführt, wo sich auch der Sarkophag von Pedro befindet.

Die Klosterkirche

Die Klosterkirche

Nach soviel geschichtlicher Tragik erholten wir uns noch etwas am schönen Strand bei Nazaré, einem einst pittoresken Fischerort am Atlantik Der Fischfang spielt aber inzwischen keine so grosse Rolle mehr, sondern man lebt eher vom Tourismus. Denn hier gibt es einen der schönsten Strände von Portugal.

Der schöne Strand und die Promenade

Der schöne Strand und die Promenade

Noch etwas Nostalgie am Strand

Noch etwas Nostalgie am Strand

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ankunft in Faro - Beja und Evora - Festung Marvao und Tomar - Kloster Batalga und Märchenwald Bucao - Coimbra - Abtei Alcoboca und Nazaré - Lissabon - Bélem - Cabo San Vicente - Praia do Roche - Albufeira
Details:
Aufbruch: 05.04.1998
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 12.04.1998
Reiseziele: Portugal
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 35 Monaten auf umdiewelt.