Uganda-Reisebericht :Weltreise 2005

Uganda: Gorillas im Nebel

Nach den erholsamen Tagen am See war unser letztes Ziel in Uganda der Bwindi Impenetrable National Park. Aus einem ganz bestimmten Grund haben wir die beschwerliche Reise hierher gemacht: hier leben 320 der letzten ca. 700 auf der Welt lebenden Gorillas.

Fahrt nach Bwindi

Fahrt nach Bwindi

In Jinja habe ich mir ein 'Permit' besorgt und mir somit einen langen Traum erfuellt: einmal Gorillas in ihrer natuerlichen Umgebung zu sehen!
Im Bwindi Nationalpark wurden 4 Gorilla-Familien an die Anwesenheit von Menschen gewoehnt. 8 Touristen je Familie duerfen pro Tag die Gorillas besuchen. Die Familien wandern jeden Tag ungefaehr 1 bis 2 Kilometer auf der Suche nach Futter umher. Jeden Abend bauen sie sich ihre Schlafnester an einem anderen Ort neu. Und somit wissen die Ranger immer ungefaehr, wo sich die Gruppen befinden.
Wir mussten bereits 2 Tage frueher anreisen, denn nur 2 mal pro Woche faehrt ein Pickup die Strecke von Kabale nach Buhoma, dem kleinen Ort am Eingang zum Nationalpark. Aber genau das hat sich als Gluecksfall herausgestellt.
Eine der 4 Familien hat sich ihr Futter- und Schlafgebiet in der Naehe unseres Camps ausgesucht! Das hiess, wir konnten die Gorillas von unserer Terasse aus beobachten! Nur ungefaehr 50 Meter von uns entfernt haben sie sich ihre Nester gebaut und gefressen! Unglaublich und fuer Stefan grosses Glueck, so hat auch er die Tiere ohne Permit kostenlos gesehen.

Am Tag des Gorilla Trekkings musste ich zeitig in der Frueh beim Gate sein, hier gab es eine kurze Einfuehrung und die Gruppeneinteilung. Meine Gorilla-Gruppe hiess Habinyanja und besteht aus 21 Tieren ( 2 Silberruecken, Schwarzruecken, einigen Weibchen, Jungtieren und Babys). Wir mussten 30 Minuten mit dem Pickup fahren und dann noch 2 Stunden durch den Wald wandern, um die Gorillas zu erreichen. Der Nationalpark hat den Beinamen Impenetrable = undurchdringbar. Waehrend der 2 Stunden haben wir erfahren warum: dichtes Gebuesch mit Dornen wuchert ueber dem Boden. Also war es teilweise sehr muehsam durchzukommen. Die Anspannung und Aufregung stieg mit jedem Schritt. Zuerst sahen wir nur Bewegungen im hohen Gebuesch und dann hatten wir Sicht auf den ersten Gorilla! Genau 1 Stunde durften wir die sanften Riesen beobachten. Die Tiere haben uns gar nicht beachtet, obwohl wir nur 3 bis 6 Meter entfernt gewesen sind. Die meisten haben gefressen und der wirklich riesige Silberruecken hat geschlafen. Er ist nur einmal kurz aufgestanden, um unvermutet einen Baum zu knicken und ist gleich darauf wieder faul am Ruecken gelegen. Vielleicht wollte er damit die 3 herumbalgenden Babys zur Ruhe bewegen, was ihm aber nicht gelungen ist. Oder er wollte uns seine Staerke und Groesse demonstrieren, und damit hatte er Erfolg!

Die Tiere sind sehr beeindruckend und es war fuer mich schon etwas sehr Besonderes, sie aus dieser Naehe beobachten zu koennen. Und unsere Verwandschaft zu diesen Tieren laesst sich nicht abstreiten.

Nach diesem grossartigen Erlebnis haben wir Uganda wieder verlassen und sind zurueck nach Nairobi, Kenia, gefahren.
Unsere Weltreise neigt sich dem Ende zu! Nur noch 2 Wochen bleiben uebrig und die werden wir irgendwo an der Kueste Kenias verbringen werden.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
In einem Jahr um die Welt: Südostasien, Australien, Neuseeland, Mittel- und Südamerika, Afrika. Nur um zu sehen, ob die Welt wirklich rund ist ...
Details:
Aufbruch: 02.05.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 12.04.2006
Reiseziele: Ecuador
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Titikakasee
Südamerika
Neuseeland
Australien
Westküste Australien
Indonesien
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Weltweit
Der Autor
 
Iris Lumetzberger und Stefan Pointner berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Iris Lumetzberger und sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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