Kambodscha, Laos, Vietnam

Reisezeit: August - Oktober 2009  |  von Peggy D.

Sabai Dii Laos -- Hallo, guten Tag Laos

Abflugstag Siem Reap. Frühstück, schwimmchen im Pool, fertig packen, E-Mails checken, auschecken, zum Flughafen mit einem Tuk Tuk um 11.30h. Um 14 Uhr geht meine Maschine nach Savannaketh, von dort geht die Machine weiter zur Hauptstadt Vientianne in Laos. Mit mir gingen noch 7 weitere Personen an Bord. Und wisst ihr was, die Propellermaschine (72 Plätze) landete nur wegen mir in Savannaketh, ich war die einzige die dort ausstieg . Nachdem wir die Maschine bestiegen hatten, kam ein Mitarbeiter von Lao-Airlines zu mir und fragte wieviel Gepäck ich hätte und ob ich tatsächlich dort aussteigen wollte. Ich bestätigte mit Nachdruck. Ich glaube wenn ich gesagt hätte "och nö, ist nicht nötig ich fliege auch mit bis Vientianne ..." dann hätten sie das liebend gerne angenommen, auch wenn ich nur den halben Preis bezahlt habe, Hauptsache keine Zwischenladung. Nun ich wollte nun mal nach Savannaketh. Die Maschine flog sehr ruhig und nicht so hoch, so dass man toll die Gegend sehen konnte. Alles ist sehr flach und es gibt grosse Flaechen die ueberschwemmt sind, aber auch viel Dschungel. Straßen sieht man nur in Form von roten Pisten, aber auch das sind wenige. Nach 50 Minuten landeten wir sicher, die Landebahn gleicht eher einer Dschungelpiste als einem Rollfeld. Das Flughafengebäude ist eher eine große Halle, aber wohl neu gebaut. Inneneinrichtung gleich null, außer einem Counter hinter dem zwei Beamte sitzen. Es sah schon etwas merkwürdig aus, als ich als einzige die Maschine verließ, die Fluggäste (nur Touris) wuenschten mir eine gute Weiterreise und ein Sicherheitsbeamter begleitete mich bis zum Flughafengebaeude. Bis ich im Gebäude ankam war auch schon mein Rucksack da, der mutterseelen allein auf einer Bank lag. Da ich ja schon das Laos Visum hatte ging alles ganz schnell, ich bezahlte noch einen Dollar für die Bearbeitung (keine Ahnung welche Bearbeitung ) und schon sah ich mich samt Rucksack vor dem Gebäude stehen. Ein einsamer Tuk Tuk Fahrer wartete davor (da hatte ich aber Glück gehabt!), der meinte "Tuk Tuk?" Ich: "Yes". Dann ging er ins Gebäude und kam verwundert zurück als er sah, dass es sonst keinen Fahrgast gab. Ich nannte ihm das Guesthouse, das ich mir zuvor im Loose herausgesucht hatte und los ging die Fahrt. Die Straße vom Flughafen zu Stadt ist eine einzige rote Sandpiste, es gibt keine asphaltierte Straße. Ich muss noch erwähnen, dass im Reiseführer auch der Airport nicht erwähnt wird, nur dass die Regierung von Laos und von Thailand plant, dort einen zu eröffnen. Vielleicht habe ich den Jungfernflug zu diesem Airport gemacht und weiß es nicht. Jedenfalls brachte mich der TukTuk Fahrer gut zum Guesthouse Xayamoungkhoun (gar nicht so einfach auszusprechen, ich musste viel üben). Seht euch die Bilder auf meiner Blog-Seite an, ein kleiner Unterschied zu dem Hotel wo ich die letzten 10 Tage wohnte. Aber es ist sauber, die Lady ist sehr nett und hilfsbereit und es kostet auch nur pro Nacht 50.000 Kip (5,75 $). Ich darf mich das erste Mal Millionär nennen . Es ist unglaublich schwül, aber ich habe einen funktionierenden Fan der mir doch ein bisschen Luft zu fächelt. Erst mal einrichten, klar ist, dass das erste mal das Moskitonetz zum Einsatz kommen wird. Die Decke ist so hoch, dass ich das Netz nicht befestigen konnte . Also suchte ich das Zimmer, wie ich es von unseren früheren Reisen gewohnt war nach alten Löchern von den Vorgängern ab. Ich glaube in Deutschland würden uns die Besitzer raus schmeißen, denn eines war im Türrahmen zum Bad und eines fand ich in einem Holzrahmen in der gegenüber liegenden Ecke. Alles natürlich nicht hoch genug, aber um drunter zu schlafen ging gerade so. Nachdem alles fertig war begab ich mich zu einem ATM, denn mit Dollar kam ich hier in der Stadt nicht weit. Danach lief ich zum Mekong River und schaute mich nach einem schnuckeligen Platz zum Essen und sitzen und Sonnenuntergang anschauen um. Gegenüber liegt außerdem Thailand und mittlerweile gibt es auch hier eine Freundschaftsbrücke rüber (die Zweite, eine noch in Vientianne). Entlang des großen Flusses liegen viele Garküchen, an denen preiswert essen kann. An einer dieser saßen viele Einheimische und ich dachte mir, oh schön, das ist ein gutes Zeichen und setzte mich ebenfalls an einen der Plastiktische mit Plastikstühlen. Viele schauten sehr neugierig und manche sagten zu dem jungen Mädchen das dort bediente etwas, was ich natürlich nicht verstand. Das Mädchen erklärte mir in ihrem besten laotisch, dass es nur ein Gericht und zwar eine Art Fondue (für Insider: in Thailand Tom Yam) mit vegetable, fish und meet gab. Ich hatte den Eindruck dass sie mir sagen wollte, das das vielleicht nichts für Langnasen ist. Das spornte mich doch an ihr zu beweisen, dass ich mutig bin und ungefähr weiß was ich da bekomme. Wieder einmal war ich die einzige Touristin, bzw. bis dato hatte ich in der Stadt noch keine gesehen und ich sollte erwähnen, dass diese Stadt den Flair aus der Zeit des Indochina-Krieges hat. Ich kam mir vor wie in eine andere Zeit versetzt. Nun denn, ein Junge brachte dann den glühenden Tonofen, der auf den Tisch gestellt wird, eine andere Frau brachte den speziellen Topf, der auf das Feuer gestellt wird und das Mädchen brachte das Gemüse und das Fleisch und diverse Soßen dazu. Alle die schon einmal Tom Yam gegessen haben vergessen das mal schnell, denn was mir da an verschiedenen Sorten von Fleisch vor die Nase gesetzt wurde ließ mich doch etwas erschaudern. Krabben = Ok!, aber was war das andere? Es sah alles andere als appetitlich aus, auch wenn es sehr schön angerichtet vor meiner Nase stand. Waren es Innereien? War es Hund? Waren es Kutteln? Waren es Leber? -oder Lunge? - Oh je was war es? Und dann auch noch so viel. Ich dachte bloß keine Blöße geben, ab auf den Topf zum Garen. In die Brühe warf ich das Gemüse, einiges davon konnte ich wieder erkennen. Thaibasilikum, Sojasprossen, eine Art Chinakohl und Wasserspinat (so nennt er sich glaube ich). Dazu gab es ein "Beer Lao". Der Sonnenuntergang war grandios, das Essen war sicherlich auch gut, also das Gemüse auf jeden Fall, das Fleisch ließ ich so lange brutscheln, bis es sich fast gänzlich in Luft auflöste, den Rest legte ich zur Seite, vielleicht haben sie ja Hunde die sie damit füttern können. Ein junger Mann, der mit einer Gruppe von Freunden an einem Nachbartisch saß, beobachtete mich die ganze Zeit, dann kam er zu mir, ich glaube ihm war klar, dass ich das nicht wirklich essen konnte. Er stellte sich vor und fragte ob er sich zu mir setzen dürfte. Natürlich. Dann meinte er, das wäre kein gutes Essen für mich, es wäre kein Barbeque. Nun das hatte ich auch schon bemerkt, hätte in der Sorte des Fleisches auch nichts geändert. Sein Name war Kep und ich glaube er hatte schon das ein oder andere Beer Lao. Seine 10 Wörter Englisch die er konnte brachte er ständig, ansonsten unterhielten wir uns mit Händen und Füssen, was ich ja auch gut kann . Er erzählte mir, dass an diesen Ort niemals Touristen kämen, kaum sagte er das, kam ein Motorradfahrer an, der eindeutig kein Einheimischer war, was sich auch bestätigte. Er parkte sein Motorrad direkt vor meiner Nase, ein junger Mann, Mitte dreißig, heißt Karl und kommt aus dem Libanon. Er sprach ein sehr gutes Englisch und sogar zwei Wörter Deutsch. Er erzählte mir, dass sein bester Freund aus Deutschland kam und ein Teil seiner Verwandtschaft ebenfalls in Deutschland wohnen würde. Er ist seit einem halben Jahr unterwegs und hat insgesamt drei Jahre Zeit. Er hätte so viel gearbeitet und hätte nun genügend Geld um sich eine solche Auszeit zu leisten. Er will ganz Südostasien bereisen. Dann erzählte er mir, dass er zuvor in Vientianne war und sich dort das Motorrad gemietet hatte um in den Süden von Laos zu fahren um dort Abstecher in Landesinnere zu machen. Jedoch wäre sein Vorhaben nun ins wanken geraten. Denn alle Touren die er versucht hatte zu machen sind gescheitert, da alle Nebenstraßen unter Wasser stehen und er zum Teil Hüfthoch sein Motorrad durch das Wasser schieben musste. Na, das hört sich nicht gut an, denn ich wollte ja auch im Süden eine Looping Tour mit dem Moped machen. Na, ich schaue mal. Nach einer Weile plagte mich der Hunger und ich verabschiedete mich. Karl fragte noch nach einer Unterkunft und ich empfahl ihm mein Guesthouse. Es ist so unglaublich dunkel in dieser Stadt, es gibt kaum etwas was man Laterne nennen konnte, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die Dunkelheit. Nachdem ich wieder im Guesthouse angekommen war, fragte ich die Lady, ob sie mir ein Restaurant empfehlen könnte, zum Glück lag es nicht weit entfernt und ich lief dorthin um mein zweites Abendessen zu mir zu nehmen. Diesmal gab es Fried Rice with chicken, na das kennen wir doch! Und mein Hunger war ja keineswegs vom vorherigen essen gestillt. Ich fiel wie ein Sack ins Bett und schlief sofort ein, ihr könnt mir echt glauben, auch wenn man nicht "arbeitet", so ist diese Art zu reisen unglaublich anstrengend, aber sooo schön und interessant, dass ich es nicht missen möchte! In der Nacht träumte ich unglaublich viel, zwischendurch wachte ich immer wieder auf und dachte oh, da bin ich etwas am verarbeiten, wozu ich zu Hause nicht kam. Das ist gut so, ich glaube nun beginne ich mich zu entspannen.

Savannaketh kurz vor der Landung. Ich bin echt gespannt auf Laos. Ich bin die einzige die in Savannaketh aussteigt. Außer mir sind im Flughafen nur Personal. Dafür fertigen mich 7 Leute ab 
Derzeit wartet mein Rucksack auf einem Tisch auf mich.
Noch eine Anmerkung für alle Traveller: der Flughafen Pakxe ist komplett geschlossen.  Er sollte ausgebaut werden, dann ging ihnen das Geld aus und es ist nicht klar ob er nochmal geöffnet wird. Südlichste Flughafen ist nun Savannaketh.

Savannaketh kurz vor der Landung. Ich bin echt gespannt auf Laos. Ich bin die einzige die in Savannaketh aussteigt. Außer mir sind im Flughafen nur Personal. Dafür fertigen mich 7 Leute ab
Derzeit wartet mein Rucksack auf einem Tisch auf mich.

Noch eine Anmerkung für alle Traveller: der Flughafen Pakxe ist komplett geschlossen. Er sollte ausgebaut werden, dann ging ihnen das Geld aus und es ist nicht klar ob er nochmal geöffnet wird. Südlichste Flughafen ist nun Savannaketh.

Tuk Tuk zur Stadt

Tuk Tuk zur Stadt

Mein Fahrer

Mein Fahrer

Blick zurück zum Flughafen

Blick zurück zum Flughafen

Hauptstraße vom Flughafen in die City.

Hauptstraße vom Flughafen in die City.

Versuche mich im LaoFondue an einem Stand am Mekong mit Blick auf Thailand.

Versuche mich im LaoFondue an einem Stand am Mekong mit Blick auf Thailand.

Mein Zimmer. Spartanisch eingerichtet aber alles da was man braucht. Halt ein kleiner Unterschied zu Day Inn in Siem Reap.

Mein Zimmer. Spartanisch eingerichtet aber alles da was man braucht. Halt ein kleiner Unterschied zu Day Inn in Siem Reap.

Mein Badezimmer. Das Becken ist nich die Badewanne  sondern es ist die Wasserspülung für die Toilette. Den Plastikpot auf dem Rand füllt man mit Wasser und spült damit sein Geschäftchen ab.

Mein Badezimmer. Das Becken ist nich die Badewanne sondern es ist die Wasserspülung für die Toilette. Den Plastikpot auf dem Rand füllt man mit Wasser und spült damit sein Geschäftchen ab.

Chaos-Raum

Chaos-Raum

Nur die Haputstraße ist geteert.

Nur die Haputstraße ist geteert.

Hauptstraße Savannaketh

Hauptstraße Savannaketh

Fleisch wird in der Sonne getrocknet.

Fleisch wird in der Sonne getrocknet.

Fondueplatz am Mekong

Fondueplatz am Mekong

Frauen stellen Tempelschmuck her.

Frauen stellen Tempelschmuck her.

Rollendes Mittagessen

Rollendes Mittagessen

Uuups

Uuups

Training bei Sonnenuntergang

Training bei Sonnenuntergang

Jungs posen vor der Kamera

Jungs posen vor der Kamera

Na, ist es nicht schön?

Na, ist es nicht schön?

Es geht nach Pakse, in den Sueden: Heute morgen um fünf Uhr rappelte der Wecker erbarmungslos. Die Nacht war nicht sehr ruhig verlaufen. Ich hatte gestern Abend noch das Moskitonetz abgebaut und verstaut. Nun bissen mich in der Nacht die Moskitos und mehr als einmal war ich auf der Jagd nach ihnen. Nachdem ich eine Katzenwäsche hinter mich gebracht und den Rest des Gepäcks verstaut hatte stellte ich mich an die Straße vor dem Guesthouse. Viele Tuk Tuks waren schon unterwegs und es war ein leichtes eines anzuhalten, das mich dann zum Busbahnhof brachte. Außer mir waren nur eine Handvoll Mitreisender am Bus darunter auch 4 Franzosen. Ich hatte die nächste Stunde einen Platz für mich alleine, aber da der Bus immer wieder Leute an der Straße aufgabelte, war er bald voll und eine Frau mittleren Alters (wie ich, so schätze ich ) setzte sich neben mich. Ihre Freundin setze sich auf die andere Seite der Reihe. Die beiden Damen redeten ununterbrochen, sie hatten sich echt viel zu erzählen. Ich glaube die haben sich mal einen freien Tag von ihren Familien genommen. Ich saß am Fenster und konnte die wunderschöne Aussicht genießen. Ein Reisfeld jagte das andere. Ein Wasserbüffel den nächsten, herrlich. Die beiden Frauen waren sehr nett, sie boten mir essen an, im Gegenzug ich ihnen natürlich auch, ein lächeln hier, ein lächeln da, es war nett. Mittlerweile war der Bus so gerammelt voll, dass der Busbegleiter kleine Plastikhocker hervor holte und alle die im Gang standen, mussten sich darauf setzen, außer die Hühner, die in großen Säcken verstaut im Gang des Busses standen. Das war ein Gegacker, wenn jemand ausstieg und aus versehen an die Säcke kam.

Nur gut dass ich an einem großen Fenster saß, das man im unteren Segment öffnen konnte, denn es gab keine Ventilatoren und die Luft war zum schneiden. Unterwegs hielten wir in einem kleinen Ort um uns mit essen zu versorgen, jedoch war es nicht nötig auszusteigen, da die meisten Händlerinnen den Bus stürmten und eine lauter wie die andere ihre Ware zum Verkauf zeigte. Ich konnte gar nichts kaufen (hatte aber auch keinen Hunger), denn ich musste unbedingt fotografieren. Es gab leckere Dinge Hühnchen vom Spieß, Pfannekuchen, irgendwelche Fleischbällchen, Reis in verschiedenen Geschmacksrichtungen (eine probiert mit Ingwer - von der Lady), Bunte grüne wie Lampions aussehende gegrillte Käfer am Spieß, Heuschrecken, Maden, Ratten und einiges das ich noch nie vorher gesehen hatte.
Da fällt mir gerade ein, dass Phallin mir erzählt hatte wie sie die Käfer und Heuschrecken fangen, in Kambodscha essen sie die auch gerne. Und zwar wird am Abend unterhalb einer Neonröhre eine helle Plastikplane gespannt, die am unteren Ende in eine Schüssel mit Wasser hängt. Wenn die Käfer und Co dann zum Neonlicht fliegen, sind sie irritiert und versuchen sich an der Plastikplane festzuhalten, diese ist aber wie eine Rutschbahn, sie finden keinen Halt und sausen in die Schüssel. Da ihre Flügel nass sind können sie nicht mehr fliegen und die Leute brauchen sie nur noch einzusammeln und grillen. Bei einem Ausflug mit Phallin hatte ich mir Mittags mal einen Papayasalat bestellt, schmeckte hervorragend, als ich dann nach einer Weile näher hinschaute sah ich, dass ich da auf gegrillten Heuschrecken herum kaute. Zuerst wollte ich alles ausspucken, aber entschied mich dann dagegen (wie würde das denn aussehen), es schmeckte echt nicht schlecht, sie waren sehr knusprig. Ich entschied mich Höflichkeitshalber irgendwann zu sagen, dass ich sooo satt bin. Ob sie es mir geglaubt haben weiß ich nicht, aber ich machte ein ernstes Gesicht dazu. Na, immer möchte ich diese Tiere nicht essen und meine Leibspeise werden sie schon mal gar nicht .

Die Ladys hatten unglaublichen Hunger, was die so alles in sich hineinschaufelten -grandios. Weiter ging die Fahrt. Wir hielten noch zweimal unterwegs. Einmal mitten in der Pampa -- Pinkelpause. Die alten Damen, die einen Sarong trugen, setzten sich einfach neben den Bus und ließen ihrem Pippi freien lauf, der Sarong verdeckte ja alles. Bei uns früher hatte man ja auch keine Unterhosen an und man entledigte sich ebenfalls so. Nur in unserer Gesellschaft ist es in Vergessenheit geraten. Aber auch die anderen Frauen aus dem Bus waren nicht scheu und setzten sich in Sichtweite des Busses hin. Ich verkniff es mir und hoffte, dass der Bus nur 5 Stunden brauchen würde. So war es denn auch und die Guesthouse Frau hatte gewitzt mir eine weitere Nacht abgeluchst.
Die letzte Stunde im Bus war zwar unglaublich anstrengend, aber auch super lustig, der halbe Bus hatte seinen Spaß! Es fing irgendwann an zu regnen, so heftig, dass der Busfahrer anhalten musste. Innerhalb von Minuten standen die Straßen unter Wasser. Tja und mit den Straßen auch ich. Als der Regen dann etwas schwächer wurde, und das heißt immer noch sehr heftig, fuhr der Bus weiter. Das Fenster an dem ich saß war nicht dicht und das Wasser sprotzelte in Form eines kleinen Brunnens genau auf mich. Ich dachte, na ja ist halt so, dann stecke ich eben dort wo es hineinsprotzelt ein Tempotaschentuch, damit es nicht ganz so arg ist. Tja, weit gefehlt, als das Taschentuch sich vollgesaugt hatte sprotzelte es noch mehr und in höherem Bogen auf mich runter. Die Leute um mich herum fingen an zu lachen, jeder hatte einen guten Ratschlag, aber es half alles nichts. Ich gab mich geschlagen, kramte mein grünes Regencape, das ich mir in Savannaketh gekauft hatte heraus, und legte es über meine Beine. Kaum hatte ich das gemacht und war zufrieden, bremste der Bus und von oben aus dem Dach kam ein riesengroßer Wasserstrahl und ergoss sich über mein Haupt. Triefend nass schaute ich in die Runde, alle hielten sich die Bäuche vor lachen, inklusive mir, war ich doch davor so siegessicher mit meinem Cape. Ich muss auch ziemlich bedäppert in die Gegend geschaut haben. Nachdem der Bus wieder am Fahren war stoppte die Fontäne von oben und nur das Scheibenwasser sprotzelte auf mich herab. Ab da, hatte ich viele gut meinende Leute gefunden. Immer wenn der Bus zu bremsen anfing schrien die Leute um mich herum so etwas wie "Achtung", in Windeseile hatte ich jedes Mal das Cape über mir und die Frau neben mir zupfte alles zurecht, damit ich auch ja nicht mehr so nass werden würde wie beim ersten Mal. Es war so lustig. Über diese Fontänen kamen wir ins Gespräch, mit Händen und Füssen. Das erste was die Leute gefragt hatten war mal wieder: Bist du alleine unterwegs, Wieviele Kinder hast du, hast du einen Mann? Das ist doch in jedem Land gleich, egal ob man in Lateinamerika oder in Asien unterwegs ist, das sind immer die ersten und wichtigsten Fragen für die Menschen. Wir hatten echt eine super letzte Stunde zusammen im Bus, auch wenn ich nachher völlig fertig in meinem Hotel Pakxe in Pakxe ankam. Das Hotel ist wohl das beste in der Stadt. Hört sich gut an, was? Nun aber so gar nicht zu vergleichen mit dem Hotel in Siem Reap. Die Wahl fiel darauf, da mein Reiseführer angab, dass es nur wenig teuerer wäre wie in einem Guesthouse. Außerdem ist das Frühstück inklusive und W-Lan. Das Hotel hat 7 Stockwerke und ist eines der höchsten hier in der Stadt. Auf dem Dach hat es ein wunderschönes Gartenrestaurant mit Rundblick auf die gesamte Stadt, die Berge und die Flüsse Sekong und Mekong. Erst einmal checkte ich ein und suchte mir in der Stadt etwas zu essen. Wie überall gab es natürlich auch hier wieder Noodlesoup with chicken. Dann legte ich mich eine runde aufs Ohr. Das war ein Fehler, ich wurde danach nicht mehr richtig wach. So blieb ich im Hotel, genoss bei einem Fresh Lemon Juice "with no sugar" (wenn man without sugar sagt, verstehen sie es nicht) den Sonnenuntergang, aß dort einen kleinen Snack und ging auch schon bald schlafen. Pakxe ist eine gemütliche Kleinstadt, die Drittgrößte von Laos und doch noch mal völlig anders wie Savannaketh. Pakxe hat ein Zentrum, Savannaketh keines. Die Menschen sind von ihrer Art noch mal anders wie in Savannaketh, wie genau habe ich bisher noch nicht herausgefunden, aber man spürt, dass sie offener und freundlicher sind.[punkts[/punkt]

Der Bus nach Pakse (Süden von Laos)

Der Bus nach Pakse (Süden von Laos)

Eng, aber machbar. Man gewöhnt sich an fast alles

Eng, aber machbar. Man gewöhnt sich an fast alles

Heuschrecken und Hühnchen

Heuschrecken und Hühnchen

Gegrillte bunte Käfer

Gegrillte bunte Käfer

Der Verkauf geht weiter

Der Verkauf geht weiter

Die Konkurenz ist groß und die Frauen schwirren von einem ankommenden Bus zum nächsten.

Die Konkurenz ist groß und die Frauen schwirren von einem ankommenden Bus zum nächsten.

Mein Hotel Pakse

Mein Hotel Pakse

Interessantes Schild

Interessantes Schild

Blick von der Dachterasse des Hotels

Blick von der Dachterasse des Hotels

Meine Reise auf das Bolaven-Plateau

Am Abend vorher habe ich ein Moped reserviert, mit dem ich eine Rundtour über das Bolaven-Plateau machen wollte (210km). Dschungel, Wasserfälle, ethnischen Minderheiten-Dörfer und Kaffeeplantagen sind die interessanten Stationen.
Als ich aufstand hat es so heftig geregnet, dass ich erst nicht starten konnte. Um 10 Uhr ging ich dann zum Motorradverleih und fragte ob sie glauben, dass ich nun fahren könnte. Es sah zwar immer noch ein bisschen nach Regen aus, aber ich dachte ich versuche es mal. Die Frau meinte, es dürfte kein Problem sein. Ich also mit dem Moped zum Hotel (klappt gut die Fahrerei), meinen großen Rucksack in die Gepäckkammer und meinen kleinen Rucksack auf den Rücken. Als ich ohne Probleme die Stadtgrenze erreicht hatte und nun auf der richtigen Straße zum Plateau mich befand (es ist immerhin 1200m hoch), wurde ich von der Polizei angehalten. Sie ließen mich nicht weiterfahren, mehr verstand ich nicht und dass der Weg zum Plateau gesperrt ist. Ich versuchte herauszufinden was los ist, aber keine Chance, sie sprachen nicht ein Wort Englisch. Ich zeigt ihnen meine Karte und wo ich hin wollte, und sie zeigten nur ein klares "Nein". Tja, was blieb mir anderes übrig, ich wieder zurück zum Hotel. An der Rezeption fragte ich ob sie denn wüssten warum ich da nicht hinfahren könnte. Keiner wusste es. Plötzlich kam ein Europäer um die Ecke und fragte mich, ob es Probleme gäbe. Es stellte sich heraus, dass er Franzose ist und seit vielen Jahren hier schon als Manager das Hotel führt. Seine Frau ist Lao und wohl auch die Besitzerin des Hotels. Ich erzählte ihm, was passiert war und er nicht faul rief bei der Polizei an um zu erfahren was los sei. Echt nett! Sie erzählten ihm, dass in der Nacht wohl auf dem Weg zum Plateau die halbe Straße weg gerutscht sei und nicht mehr passierbar ist. Tja, nur gut, dass sie mich aufgehalten haben. Ich fragte ob ich denn anders herum die Tour machen könnte, doch der Manager meinte, dass die Straße dort sicher auch nicht passierbar wäre, denn dort gäbe es eine Strecke von ca. 20 km die nicht asphaltiert ist und die rote Erde bei Regen wie Glatteis wäre, es wäre einfach zu gefährlich. Aus der Traum vom Hochplateau. Das Moped brachte ich zurück, musste auch nichts bezahlen. Aber was nun. Etwas ratlos saß ich im Foyers des Hotel, als der Manager zu mir kam, mein krübeln sah und mich fragte, ob er mir denn helfen könnte. Zum zweiten Mal musste er sich anhören, dass ich nun gar nicht richtig wusste, was ich hier unternehmen könnte. Er schlug mir vor, doch auf die große Insel der 4000 Inseln zu fahren, diese könnte man besuchen, außerdem hätte sich das Wetter dort beruhigt. Er hätte eine Gruppe von Leuten morgen in einem Minivan und da sei sicherlich noch ein Plätzchen für mich frei, ja aber ich wollte ja ein paar Tage dann dort bleiben, kein Problem ich könnte ja mit hin fahren und einfach dort bleiben. Mit einem öffentlichen Bus könnte ich dann wann immer ich wollte zurück kommen. Meinen großen Rucksack könnte ich im Hotel umsonst unterstellen. Na, ich staunte nicht schlecht über so viel Hilfsbereitschaft. Ok, ich nahm an. Also wurde ich am nächstenMorgen um 7.45 am Hotel von einem Minibus abgeholt und mein erstes Ziel war die Insel Don Khong. Schade, dass es mit dem Plateau nicht geklappt hat, aber man muss es eben nehmen wie es kommt. Ihr werdet wahrscheinlich erst wieder aus Luang Prabang im Norden von mir hören, denn ich bleibe bis Sonntag unten im Süden auf der Insel. Am Sonntagmorgen fahre ich dann mit dem Bus bis Pakse, gehe ins Hotel (darf sogar duschen und fahre dann am Abend mit den VIP Bus über Nacht bis Vientiane (11Std.) um dort dann (so hoffe ich) direkt Anschluss nach Luang Prabang zu bekommen.

Auf dem Weg zur Insel Don Khong, die größte der 4000 Inseln.

Auf dem Weg zur Insel Don Khong, die größte der 4000 Inseln.

Es ist einige Zeit her wo ihr das letzte mal von mir gehört habt. Ich war untergetaucht ins 17. Jahrhundert und bin seit gestern Abend wieder zurück, das heißt ich befinde mich nun im Norden von Laos. Die kleine Stadt heißt Luang Prabang und wurde von der Unesco 1995 zum Weltkulturerbe ernannt. Aber dazu später mehr. Hier erst einmal meine Reiseerlebnisse in den Süden zu den Si Phan Don (4000 Inseln).
Am Morgen wurde ich nicht wie geplant von einem Minibus abgeholt, sondern ein kleiner Mann mit einer Art Mopedrikscha (Moped mit Beiwagen) stand vor der Tür um mich abzuholen und mich zum Minibus zu bringen. Das fand ich ja ganz lustig , bis er noch zu einem anderen Hotel fuhr und auch dort einen Gast abholte (Italiener, viel Gepäck, groß und nicht gerade ein Spargel &#61514. Ich fragte den Rikschafahrer "are you sure, that we can sit together?", er, grins: "Yes Yes" grins. Zuerst mussten wir ja noch sein großes Gepäck irgendwie verstauen, ich reiste in den Süden ja nur mit meinem kleinen Rucksack. Der Italiener legte mir kurzerhand sein ganzes Gepäck auf die Beine, murmelte ein "sorry" und versuchte sich dann neben mich auf den Sitz zu quetschen. Der Sitz war natürlich für zwei Leute, aber mit Popos in der Größe von den Lao und nicht von solch großen Menschen wie wir. Mit aller Kraft drückte er seinen Hintern neben mich ich versuchte mich so dünn wie möglich zu machen, letztendlich schwang ich meine linke Hüfte (nur gut dass ich mal Tanz studiert hatte) in die Höhe und siehe da nach etwa gefühlten peinlichen 10 Minuten quetschten wir zusammen im Sitz. Hinausfallen konnten wir nicht, es sei denn der Sitz wäre gebärstet. Auch der Weg war zum Glück nicht sehr weit. Dann stiegen wir um, er in den Bus nach Kambodscha und ich in den Minibus zu den Si Phan Don (4000 Islands). Im Bus fuhren noch eine Holländerin, ein Pärchen aus Island und ein Pärchen aus Spanien mit. Es war eine sehr angenehme Fahrt, mal abgesehen von dem irren Fahrer, der beinahe eine ganze Kuhherde über den Haufen gefahren hätte, doch wir hatten uns sehr viel zu erzählen und die 2 ½ Stunden vergingen im Flug. Unterwegs regnete es einmal so heftig, dass man nicht die Hand vor den Augen sah, aber all das machte dem Fahrer nichts aus, er dachte wahrscheinlich, dass nun ja die Straßen sicher frei sind, weil alle Tiere und Menschen einen Unterstand aufgesucht hatten. Zuerst brachten wir die beiden Isländer zur kambodschanischen Grenze. Die beiden haben nun noch eine Reise bis Januar 2010 vor sich, und sind schon seit Januar 09 unterwegs. Sie waren total relaxt und echt nett, deshalb gab ich ihnen den Tipp mit dem tollen Hotel in Siem Reap und vor allem konnte ich an Boony (Tuk Tuk Fahrer) und Phallin (Guide) diese beiden Leutchen vermitteln. Die beiden Spanier waren erst mal nicht so gesprächig, bis sich heraus stellte, dass der Typ kein englisch sprach und die Frau nur ganz wenig. So aktivierte ich mein Spanisch und siehe da nach einer Weile, konnten wir uns sogar unterhalten. Die beiden und die Holländerin wollten auf die Insel Don Det (Party Insel) und ich erst einmal auf die große Insel Don Khong, und dann weiter nach Don Khon , eine kleinere Insel unterhalb von Don Det. Am Fährhafen suchte ich erst einmal den Fährhafen! Das einzige was es gab, war ein mit Bambus gedeckter Unterstand, ein paar Einbaumboote und ein paar ältere Männer, die mich neugierig begutachteten. Zum Fahrer gewand sagte ich: "Is this the right place?", ja ja ich sollte einfach da warten und weg war er. Ok, dachte ich, ich habe ja Zeit und irgendetwas wird sich tun. So war es auch. Nach ca. 10 Minuten warten und grinsen mit den alten Leutchen (mehr war nicht zu machen) kam ein etwas Jüngerer Mann und fragte ob ich auf die Fähre warten würde. Ich lachte ihn freundlich an und sagte ja, oder gab es sonst noch etwas hier zu tun? Mit einer ausladenden Bewegung sagte er ich sollte warten in ein paar Minuten käme ein Bus, der würde noch mehr Touris bringen. Nun weiter: Dann kam es zu einem Streit zwischen zwei Bootsleuten und jeder meinte Anspruch auf die Fahrt zu haben. Natürlich lief das ganze auf Lao ab, aber die Gesten sprachen Bände. Dann ging der eine weg und der andere hielt uns an zu seinem Boot zu gehen. Es gab kein Steg, nichts, man musste irgendwie schauen, wie man über den abschüssigen Hang, der außerdem sehr nass und glitschig war ins Boot gelang. Aber irgendwie schafften wir es alle. Die Fahrt dauerte nicht lange und auf der anderen Seite wiederholte sich das Schauspiel. Ich quartierte mich im Pon's Guesthouse ein, hatte ein Zimmer riesengroß mit Bad und direktem Zugang auf die Terrasse, von wo man einen wunderschönen Blick auf den Mekong hatte. Zuerst wollte der Mann 150.000 Kip haben, aber ich konnte ihn auf 100.000 Kip (= 10 Dollar) herunter handeln. Beim Haus gab es Bikes zu mieten und ich fuhr sofort los um einmal die Insel zu umrunden. Es sind 45 km, aber alles ganz flach und meistens gut zu fahren. Ich kam durch kleine Dörfer, an Reisfeldern und Wasserbüffeln und anderem Getier vorbei. Es war einfach nur idyllisch. Am Abend kam ich erschöpft in meiner Unterkunft an und hatte mir zu recht ein großes Beer Lao verdient. Als die Sonne untergegangen war, konnte ich einem unglaublichen Naturschauspiel beiwohnen, über dem Festland türmten sich riesige Wolken auf (zur Insel hin klarer Himmel), in diesen Wolken sah man Blitze, die für Momente die Wolken hell erleuchteten. Es war unglaublich. Ich aß dann noch am Abend im Guesthouse und war froh als ich mein Bett noch im wachen Zustand erreichte. Die Hitze macht einem schon ganz schön zu schaffen!

Hafen gibt es nicht wirklich, auch keinen Steg, nur einen Schlammhang

Hafen gibt es nicht wirklich, auch keinen Steg, nur einen Schlammhang

Auf meiner Radtour über die Insel wollte dieser süße Wasserbüffel unbedingt  mir  guten Tag sagen . Ich überlegte kurz ob er vielleicht schneller ist wie ich mit dem Bike =)

Auf meiner Radtour über die Insel wollte dieser süße Wasserbüffel unbedingt mir guten Tag sagen . Ich überlegte kurz ob er vielleicht schneller ist wie ich mit dem Bike =)

Reisfeld I

Reisfeld I

Huhn säubert das Maul vom Schwein, süß

Huhn säubert das Maul vom Schwein, süß

Reisfeld mit Bike II

Reisfeld mit Bike II

Suhlen ist gesund

Suhlen ist gesund

Reisfeld III

Reisfeld III

Reisfeld IV

Reisfeld IV

Dorfstraße am Abend

Dorfstraße am Abend

Beer Lao!

Beer Lao!

Froschkönig auf der Flucht?

Froschkönig auf der Flucht?

Drei zusammen gebundene Boote = Fähre für Mopeds und Menschen über den Mekong ...

Drei zusammen gebundene Boote = Fähre für Mopeds und Menschen über den Mekong ...

aber auch eine Autofähre, die ...

aber auch eine Autofähre, die ...

von diesem Kahn unter ...

von diesem Kahn unter ...

einem höllen Lärm geschoben wurde.

einem höllen Lärm geschoben wurde.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 6 Uhr. Schlaftrunken und etwas steif von der radtour am vorigen Tag stand ich auf, frühstückte und wartete bis ich von einem Minivan eingesammelt wurde, der mich zuerst per Autofähre zum Festland brachte um mich dann weiter zum nächsten Fährhafen (Nakasan) zu bringen. Die Autofähre war der Hit. Es war lediglich eine schwimmende Stahlplatte, deren Enden mit einer Handkurbel kurz vorm auslaufen nach oben gezogen wurden. Neben der Stahlplatte war ein alter kahn befestigt, der diese Stahlplatte neben sich her schob, bis man das andere Ufer erreichte. Das sah schon sehr improvisiert aus, aber es funktionierte. Schaut euch die Bilder später im Blog an .
Nach einer Stunde Fahrzeit kamen wir in Nakasan an. Ein reges Treiben war dort, viele Marktstände säumten den Weg bis zu den Booten. Aber die Boote zum übersetzen waren auch nicht größer wie ein Einbaum mit Dach. Zuerst mussten wir über 4 Boote steigen, um zu dem richtigen zu kommen, das war eine ziemlich wacklige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass ich eine Landratte bin. Aber wie so vieles meisterte ich auch das ohne mit dem Wasser in Berührung zu kommen. Außer mir saßen noch zwei Einheimische im Boot, die allerdings auf halber Strecke auf einer der vielen Inseln ausstiegen. Dann war ich alleine mit meinem Bootsmann, der mich sicher an mein Ziel brachte. Die Fahrt auf diesem riesigen Mekong ist grandios. An vielen kleinen (minikleine) Inselchen kamen wir vorbei wo ich mich frage, wie schaffen es die Leute da Wasserbüffel und andere Kühe hin zu transportieren. Doch sicher nicht in den Booten und schwimmen ist sicher auch nicht, dafür ist alles zu weit weg. Jedenfalls kam ich um 9 Uhr Morgens auf meiner Insel Don Khon an.

Am Hafen in Nakasang angekommen. Ja ja, das ist der Hafen

Am Hafen in Nakasang angekommen. Ja ja, das ist der Hafen

Geschäftige Frauen verkaufen ihre Waren im Hafen.

Geschäftige Frauen verkaufen ihre Waren im Hafen.

Und schon ging es weiter mit einem kleinen Boot.

Und schon ging es weiter mit einem kleinen Boot.

Hafen-Idylle

Hafen-Idylle

Nicht gerade voll besetzt

Nicht gerade voll besetzt

Boot unter!

Boot unter!

Insel Don Det, die kleine Schwesterinsel von Don Khone. Nach kurzem halt ging es weiter ...

Insel Don Det, die kleine Schwesterinsel von Don Khone. Nach kurzem halt ging es weiter ...

mit meinem Privatboot ...

mit meinem Privatboot ...

auf die Insel Don Khone.

auf die Insel Don Khone.

Langsam nähere ich mich meinem Ziel

Langsam nähere ich mich meinem Ziel

Die Anlegestelle ist schon in Sicht, vierte Palme von links

Die Anlegestelle ist schon in Sicht, vierte Palme von links

Der Ausstieg war direkt unter einer der vielen Palmen, deren Wurzeln mir es leichter machten auf dem ansonsten so klitschigen Grund Halt zu finden. Ich bedanke mich noch mit einem Lächeln und einem "koptschai lei lei" und trotte Richtung Weg. Befestigte Wege oder gar Straßen gibt es auf keiner der Inseln, außer auf der großen (Don Khong). Ich hatte schon ein Ziel im Kopf und zwar ganz in der Nähe wo ich an land ging. Pan's Guesthouse hieß mein Ziel und ich war etwas überrascht, dass dort ein reges treiben vor der Tür war. Hatte doch die Insel einen sehr verschlafenen Eindruck bis dahin auf mich gemacht. Es stellte sich heraus, nachdem ich mich durch ein Gewusel von Leuten hindurch schlängelte, dass gerade ein Filmteam aus Taiwan einen Film über Reisen entlang des Mekongs in Laos drehte. Die Besitzerin des Guesthouse zeigte mir sogleich mehrere Bungalows, die auf der gegenüberliegenden Seite des Weges sich befanden. Ich fragte sie, ob sie denn keinen Bungalow direkt am Mekong hätte, mit Blick darauf, ja, aber die wären teuerer, die am Weg kosten 60.000 Kip (6 Dollar) und die anderen 90.000 Kip (9 Dollar). Die drei Bungalows waren um einiges größer und hatten eine tolle Veranda. Sie lagen aber ein bisschen weiter von dem Weg entfernt und man musste eine Baustelle und eine Wiese passieren, bevor man ankam. Ich machte mir aber darum da noch keinen Kopf. Sie waren wunderschön, aus Bambus und Holz gebaut. Sogar mit Moskitonetz ausgestattet. Verhandeln muss man immer hier und da ich alleine reise ist es für mich natürlich immer doppelt so teuer wie für Leute diemit mehreren reisen. Ich fragte sie, ob sie mir einen besseren Preis machen könnte, da ich ja auch vor hatte 4 Nächte hier zu bleiben. Zuerst meinte sie, ok, 80.000 - ich ach das wäre doch zu viel - und sie fragte mich was ich denn bezahlen wollte - ich, 50.000 --- oh nein, das ist zu wenig, so ging das Spielchen eine Weile weiter bis wir uns auf 60.000Kip pro Tag einigten.

Es war unglaublich schwül und ich ging erst einmal in das dazugehörige Restaurant etwas trinken. Die Lao schauen mich immer etwas komisch an, wenn ich mir einen fresh Lemon Juice with no sugar bestelle. Auch diesmal war es so, sie konnten es nicht glauben und taten anstatt Zucker Honig hinein. Das taiwanesische Kamerateam sprang umher und der Star (Elmor) raste herum gab eine Vorstellung nach der anderen und ständig wurden die Szenen wiederholt, da er sich versprochen hatte oder sonst etwas nicht gefiel. Nun bin ich ja seit Ostern, wo ein Filmteam uns an der Beaume in Südfrankreich gefilmt hatte, erprobt und wusste immer alles zu deuten. Ich fragte die einzige Frau im Team ein bisschen aus und so erfuhr ich von ihren Reiseberichten, die sie für das taiwanesische Fernsehen drehten. Sie folgen schon seit ca. einem Jahr dem Mekong, angefangen im Himalaja und enden wollen sie in Vietnam. Sie sind immer wieder für ca. 3 Wochen unterwegs, fliegen dann zurück, der Film wird bearbeitet und ausgestrahlt, dann geht es weiter. Es stellte sich heraus, dass Kate die Programmgestalterin ist. Es war nett mit ihr zu plaudern. Nach einer Weile fragte mich Elmor, der Star (so war auch sein Gehabe ) ob er mich ein paar Dinge zu meiner Reise fragen dürfte. Hey Vera, Jutta, Lurch: und schon stand ich wieder vor der Kamera. Ich beschrieb ihm meine Reise und dann fragte er, was alle immer als erstes Fragen, ob ich alleine reise und wo denn meine Familie wäre. Am Ende des ersten Abschnittes musste ich meiner Familie winken und huhuuu rufen. Ich kam mir ziemlich albern vor, zum Glück wird es nur im taiwanesischen Fernsehen ausgestrahlt und meine Familie kann die peinliche Situation nicht sehen . Dann fragten sie mich, ob ich Lust hätte mit der Köchin zusammen zu kochen und ihr den leckeren Fisch, den angeblich Elmor am frühen Morgen (5 Uhr) gefangen hätte (war natürlich ein Fischer ) zuzubereiten. Ok, da mein Tag eh gelaufen war stimmte ich zu, und außerdem, wann bekommt man mal einen Einblick in eine laotische Küche. Der Fisch wurde auf drei verschiedene Arten (gegrillt, gebraten mit Gemüse, in Bananenblättern gedünstet) zubereitet, alles Spezialitäten des Landes und speziell hergestellt von diesem Mekongfisch. Dazu noch einen sehr scharfen Papaya-Salat, Steamed- und Sticky-Rice. Natürlich alles schön hergerichtet. In der Küche war ein reges Treiben, alle schauten mehr mir zu, als dem Star Elmor, der immer wieder zwischen mir und der Köchin hin und her flitzte und irgendwelche Kommentare von sich gab. Danach wurde gegessen. Elmor und ich saßen an einem schön gedeckten Tisch und er fragte mich wie er denn sei, nun, da ich geholfen hatte, konnte er ja nur gut sein!! Ich freute mich schon auf den Fisch, aber was ich nicht wusste war, dass ich ihn nur probieren durfte und ansonsten wurde er noch zum aufnehmen gebraucht. Das hatte ich mir anders vorgestellt . Danach gingen wir zum Bungalow, Elmor mimte, dass sein Bungalow direkt neben dem meinen liegt und er nun leider abreisen musste, Koffer wurden angeschleppt und ins Haus neben mir verfrachtet. Elmor schwang sich in die Hängematte noch mal mit Blick auf den wunderschönen Mekong und die idyllische Lage. Als Elmor sich verabschiedet hatte und Ruhe einkehrte, machte ich es mir ebenfalls in meiner Hängematte mit einem Buch bequem und genoss es endlich angekommen zu sein. Nach einer Weile spürte ich irgendwie beobachtet zu werden und als ich mich umschaute, entdeckte ich das Kamerateam hinter mir, das flugs ihre Kamer zusammen packte und mich noch einmal grüßten und dann verschwanden.

Am Guetshouse angekommen dreht gerade ein taiwanesisches Fernsehteam einen Film über das Leben am Mekong.

Am Guetshouse angekommen dreht gerade ein taiwanesisches Fernsehteam einen Film über das Leben am Mekong.

Immer in action - Elliot

Immer in action - Elliot

Kochen unter den Augen der Kamera

Kochen unter den Augen der Kamera

Elmore, der Star - rechts, Kate, die Programmgestalterin - mitte, ein Kameramann - rechts.

Elmore, der Star - rechts, Kate, die Programmgestalterin - mitte, ein Kameramann - rechts.

Drei Stars vor der Kamera

Drei Stars vor der Kamera

Nun kehrte Ruhe ein und ich genoss den Nachmittag mit lesen, auf den Mekong schauen und gegen Abend drehte ich eine Runde durch den Ort. Der Ort hat erst seit einem halben Jahr Strom. Wenn man es so nennen kann, denn sehr stark leuchten die Lampen nicht. Straßenlaternen gibt es nicht. Es wird außerdem so dunkel, wie ich es noch nie erlebt hatte, man sieht seine Hand nicht, auch wenn sie die Nase berührt. Und so ist auch der Weg zu meinem Bungalow. Am ersten Abend habe ich ganz schön geschwitzt und das nicht nur wegen der Hitze! Ich hatte aber eine Taschenlampe dabei und so war doch zumindest mein nächster Tritt immer ausgeleuchtet und sicher.
Hier halte ich es für vier Tage aus. Die Leute haben eine sehr warme Ausstrahlung. So gegen 18 Uhr fing die Sonne an zu verschwinden, es war ein Spektakel über dem Mekong und ich saß sozusagen in der ersten Reihe. Nicht nur um dem Sonnenuntergang beizuwohnen, mein Bungalow befand sich auch noch genau zwischen Zwei Dorf-Waschstellen. Es wurde rege um mich herum. Viele aus dem Dorf kamen um sich im Mekong zu waschen (in Sarongs), die Frau zur linken Seite und die Männer zur rechten Seite eines Bungalows. Ich wusste gar nicht mehr wo ich hinschauen soll. Ich konnte mich ja schlecht in Luft auflösen. Aber dass ich mittendrin saß störte niemanden. Sie schenkten mir keinerlei Beachtung. Als die Frauen verschwunden waren kamen die Kinder und die hatten einen heiden Spaß im Wasser, es war toll ihnen beim toben zuzusehen und dabei noch den Sonnenuntergang zu beobachten. Es ist immer noch unglaublich heiß. Nach dem Duschen (nicht im Mekong) braucht man nicht zu glauben, dass man trocknet, oh nein, man ist immer nass und dagegen hilft nichts.

Ich aß im Restaurant von Mr. Pan und seine Frau Keo erzählte mir ein bisschen über ihre Familienverhältnisse. Bei ihnen arbeiten 5 Mädchen im Alter von 13-16 Jahren (Peg = die Selbstbewusste; Panai = die Schöne, Lo = die Schüchterne, Bang = die freche Kleine, Loi = die Träumende), sie sind alle Verwandt miteinander. Ich gab ihnen die verschiedenen Characteren. Außerdem arbeitet Keos Schwester mit, die wohl alleinstehend ist. Die Mädchen kommen nicht von der Insel, sondern ihre Familien leben in Pakxe, 2 ½ Std. entfernt. Sie leben nun mit Pan und Keo und der Schwester Teo zusammen. Außerdem der Opi von Pan, der jeden Abend eine ausgiebige Waschung direkt vor meinem Bungalow zelebrierte. Dann sind da noch die beiden eigenen zwei Töchter im Alter von 7 (Song = Eins) und 9 (Nung = Zwei) Jahren. Sie sind richtige Prinzessinnen. Die Keo erzählte, dass sie während der Schulzeit bei ihren Geschwistern in Pakxe leben und dort eine Privatschule besuchen.

Das Kamerateam erzählte mir, dass es auf der Insel einen tollen Wasserfall gäbe. Dort könnte man morgens so gegen 5 Uhr sehen, wie die Einheimischen unter höchstem Risiko den sogenannten Mekong-Fisch fangen. Sie sitzen auf aus Bambusstäben gebauten Konstruktionen, die weit über die Stromschnellen gehen. Dort lassen sie so etwas ähnliches wie Reusen ins Wasser und versuchen den großen Mekongfisch, der die Wasserfälle herunter getrieben kommt zu fangen. Ich habe einen gesehen, der schätzungsweise einen Meter lang und einen halben Meter breit war. Ähnlich wie ein Wels, nur viel breiter (fast wie ein Teller).

Nach dem Essen ging ich zum Bungalow zurück und ließ mich dort noch auf der Veranda nieder. Unheimliche Geräusche waren zu hören, halt typische Dschungelgeräusche. Ich ließ in der Nacht das Licht auf der Veranda an und ließ die Fenster offen (Moskitonetzgesichert). Die nacht schlief ich nicht so gut, da das Licht genau auf mein Bett schien.

Mein toller Bungalow von innen.

Mein toller Bungalow von innen.

Der Blick nach draußen

Der Blick nach draußen

Von der Veranda aus einen tollten Blick auf den Mekong

Von der Veranda aus einen tollten Blick auf den Mekong

Badestelle und Sonnenuntergang, alles aus der ersten Reihe

Badestelle und Sonnenuntergang, alles aus der ersten Reihe

Ohne Worte.

Ohne Worte.

Heute morgen habe ich dummerweise verschlafen, oder besser, mir gegönnt auszuschlafen. Dadurch habe ich die alljährliche buddhistische Feier im Tempel verpasst. Keo sagte es mir als ich zum frühstück kam, ich schnappte mir dann gleich ein Fahrrad und fuhr zum Tempel. Leider war alles schon vorbei und ich beschloss weiter zu radeln und mir den Wasserfall (2 Km) anzuschauen. Der Weg war wie ein schlechter Feldweg bei uns und führt mich durch Reisfelder und Dschungel. Ich war die Einzige die da unterwegs war, nur ein Hund begleitete mich ein Stück meines Weges. Es war ja auch noch früh (8 Uhr).Um dort hinzugelangen musste ich über zwei nicht sehr vertrauenswürdig aussehende aus Holz gebauten Hängebrücken fahren. Da kam ich doch schon ins grübeln, ob die mich aushalten. Mit einem Anlauf nahm ich die erste, bloß nicht runter auf den Fluss sehen --, aber es ging alles gut und ich merkte voller stolz, dass es sogar Spaß machte ein bisschen ein kribbeln zu spüren. Wow! Das war ja gigantisch was sich mir plötzlich eröffnete. Nicht mal die Bilder die ich gemacht habe können Beschreiben wie gewaltig diese Wassermassen des Mekongs über die Felsen donnern. Ich verbrachte eine Stunde in völliger Ruhe dort und radelte dann zurück, denn es ging gegen Mittag und die Sonne schlug erbarmungslos zu. Nur in den Dschungelabschnitten war man vor der Sonne geschützt, allerdings war es dort fast vor Schwüle nicht auszuhalten - aber ich will ja nicht klagen. Pitschnass kam ich beim Guesthouse an. Erst einmal gönnte ich mir ein Lemon Juice with no sugar and no honey. Beim ersten Lemon Juice machten die Mädchen mir honey hinein, weil sie nicht glauben konnten dass ich das Zeugs ohne etwas süßes trinken kann. Aber nun hatte ich sie überzeugt und sie stellten sich mit Schmerz verzogenem Mund neben mich um zu sehen wie ich das Getränk genoss. Die älteren Mädchen (15 und 16 J.) flanierten jeden Nachmittag und am späteren Abend mit ein paar Jungs im Schlepptau (giggelnd und gaggernd) vorbei, das selbe Gehabe wie unsere Teenies.

Als ich zum Bungalow kam, saßen auf der Veranda nebenan zwei Leute aus Holland, mit denen ich mich auf Anhieb verstand. Er, Ronald und Jette sind beide 34 Jahre Ronald ist leidenschaftlicher Fotograf und konnte mir viele Tipps bei der Handhabung meiner neuen Kamera geben, er hat das Vorgängermodell. Am Abend saßen wir bei Pan, aßen dort, tranken ein Beer Lao und schwatzten den ganzen Abend. Es war nun sehr spät für mich (23 Uhr), da ich am nächsten Morgen um 6.30 einen Ausflug zu den Mekongwasserfällen machen wollte.
Ich schloss diesmal die Fenster und löschte das Licht auf der Veranda, es war so unglaublich Dunkel. Nun fühlte ich mich besser und ich konnte, wenn auch nur kurz richtig gut schlafen.

Am nächsten Morgen als ich die Veranda betrat sah ich, dass ich den Schlüssel von außen hab stecken lassen. Mir wurde nun so langsam klar, dass hier in diesem Land wirklich keine Gefahr bestand geklaut zu werden . Verblüfft war ich, dass genau vor meinem Bungalow gerade ein Huhn ein Ei legte. Es sah noch ganz weich und zerbrechlich aus. Eines der Mädchen kam vorbei und ich zeigte ihr das Ei, sie nahm es mit in die Küche. Ich frühstückte es dann später und wurde danach von einem sehr alten Opi (ohne Zähne) abgeholt, der mich trotz ein paar schwarzen Stummel im Mund strahlend anlachte. Er brachte mich und zwei weitere Touris zum Fährhafen Nakasang, dort brachte er mich zu einem Minibus und wir vereinbarten eine Zeit am Nachmittag wann er mich wieder abholen würde. Auf dem Weg zum Wasserfall schlängelte sich eine riesige Schlange über die Straße (so lang wie ein Hälfte der Straße), der Fahrer hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen und überfuhr sie. Sofort hielt er an, setzte ein Stück zurück und wollte die Schlange einsammeln. Jedoch war zwischenzeitlich eine Mopedfahrerin, die links und rechts am Lenker zwei lebende Hühner baumeln hatte, schneller bei der toten Schlange. Nun stritten sie eine Weile um die Schlange, dann kam der Fahrer zurück und meinte, die hätten heute abend etwas gutes zu essen im Topf. Bei den Wasserfällen angelangt, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie sind kleiner wie die Niagarafälle, aber mindestens genauso spektakulär. Fast zwei Stunden betrachtete ich mir von allen Möglichen Stellen die Fälle. Zu ihnen hinuntersteigen kann man nicht, das ist viel zu gefährlich. Auch dort sah man die Vorrichtungen der Fischer.

Der Busfahrer fuhr noch weitere Touris zur Kambodschanischen Grenze und holte mich hinterher wieder ab. Ich kehrte ein und aß meinen schärfsten Papaya-Salat, den ich jemals zuvor gegessen hatte. Ich spukte förmlich feuer, wollte mir aber nichts anmerken lassen und aß ganz viel Gemüse, das frisch daneben gereicht wird, dazu. Der Koch bemerkte meine Schwierigkeiten und brachte mir eine Flasche Wasser um das schlimmste abzumildern. Tapfer aß ich den ansonsten sehr gut schmeckenden Salat. Noch den ganzen Tag brannte mir der Mund wie Feuer. Der Fahrer, eine Chinesin und ich saßen nun alleine im Bus und der Fahrer ließ die Beatles laufen. Er strahlte über das ganze Gesicht als ich ihn fragte ob er die Musik mag. Danach traf ich meinen Opi am Hafen, er musste noch ein paar Dinge kaufen gehen und schleppte mich mit in alle Geschäfte, hm, wie kann man diese Geschäfte beschreiben? Also Holzbuden, die sehr niedrig gebaut sind und die Wände mit der Ware so zuhängen, dass es genau in der Mitte einen schmalen Durchlass in das Hintere des Geschäftes gibt. So schmal, dass ich vorzog davor zu warten, sonst hätte ich wohl alles herunter gerissen. Opi wollte unbedingt fotografiert werde und schaute stolz in die Kamera. Auf der Rückfahrt waren noch drei Einheimische und ein Huhn an Bord. Als wir ankamen wurde direkt vor meinem Bungalow ein Frachtkahn entladen (Einbaumboot ohne Dach, aber bis oben hin beladen, der Bootsrand schloss mit dem Wasser ab). Es waren vier junge Männer, drei davon arbeiteten und einer lag an Bord eines zweiten Bootes, das den Kahn gezogen hatte (wahrscheinlich der Chef ;(). Sie hatten eine Schubkarre und zwei ca. 30 Liter fassende Eimer ohne Griffe. Die Eimer schwangen sie sich auf die Schulter und über ein schmales Brett (schmaler wie mein Fuss) gingen sie dann von Bord um neben meinem Bungalow auszuladen. Wie die das schaffen bei der Hitze ist mir ein Rätsel, dazu noch bis oben hin vermummt. So ging das 2 ½ Std. Danach war auch etwas von dem Boot zu sehen. Zuerst wollte ich mich gar nicht auf die Veranda begeben, irgendwie absurd, ich liege da mit einem kühlen Getränk und einem guten Buch in der Hängematte und um mich herum wird geschuftet. Ich sagte mir, dass sie das sicher kennen, und versuchte zu relaxen. Aber unwohl fühlte ich mich trotzdem. Dann war duschen angesagt, ihr könnt euch nicht vorstellen wie durchgeschwitzt man ist, wenn man nur eine kleine Bewegung macht. Eine kalte Dusche lindert zumindest für einen Moment das Gefühl kurz vorm explodieren zu sein. Aber schwitzen reinigt ja die Poren, wie man so schön sagt. Nachdem ich genug geruht hatte, ging ich am Nachmittag mit meinem Fahrrad auf Erkundungstour. Es war hoch interessant. Vom Dorf aus passierte ich erst einmal einen Wat, ein Mönch lächelte mich an und versprühte in dem ansonsten so kleinen Wat Leben. Dann ging es auf schmalem Weg (wie ein Eselspfad) durch die Reisfelder, unterwegs passierte ich immer wieder kleine Weiler. Wow, was für ein Leben, ich kam mir vor wie ins 16. Jahrhundert zurück versetzt. Hier hat es noch keinen Zeitsprung gegeben. Die Häuser alle aus Holz gebaut stehen auf Stelzen und darunter sind Dinge wie Kleidung, Werkzeuge, Schüsseln, Kochtopf, Bett untergebracht. Es gibt viele Kinder, manche spielen, andere gehen mit angeleinten Wasserbüffeln am Rande des Weges spazieren und lassen sie grasen. Die Leute waschen sich an kleinen Wasserstellen, andere waschen ihre Wäsche. Eine Sau steht grunsend am Zaun und um sie herum stehen und liegen lauter kleine süße Ferkel, manche schwarz gepunktet, manche einfarbig, Hühner picken zwischen ihnen herum. Neugierige Blicke verfolgen mich und sobald ich ihnen ein "sabadii" zurufe kommt ein freundliches "sabadii" (guten Tag) zurück. Ich bin entzückt. Sobald ich mich wieder auf einem kleinen Pfad befand spürte ich immer ein kleines Kribbeln, das mir sagte: "wo ist die nächste Schlange?". Bekannt ist ja, dass es gerade in den Reisfeldern viele Schlangen gibt, nun und man weiß auch, dass am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang die Tiere die aktivste Zeit haben und auf Beutefang gehen. Nun ich versuchte mir zu sagen, dass die lieben Tierchen ja nicht auf mich gewartet haben und beruhigte mich damit ein bisschen. Kurz vor dem Dunkel werden (und das geht ganz schnell!) kam ich wieder zu Hause an. Duschen, uff. Danach legte ich mich noch eine Weile in die Hängematte, genoss die Stille und sah dem bunten Treiben bei der Waschstelle zu. Gegen 22 Uhr ging ich mit Taschenlampe bewaffnet zu meinem Bungalow zurück, gut angekommen. Schnell auf die Toilette, ich mach die Tür zum Badezimmer auf und habe sie sofort wieder zugeschlagen. Oh je, habe ich mir das gerade eingebildet, oder ist es wahr. Was soll ich tun, die Tür noch mal aufmachen? Uahh, Angst. Direkt neben der Toilette saß eine Handteller große Spinne (wie eine Tarantel, nur ohne Haare) und verspeiste gerade genüsslich eine Riesenkakerlake. Langsam machte ich die Tür nochmal auf, die Spinne saß immer noch da und bewegte sich nicht, sie war so mit fressen beschäftigt, oder vielleicht wollte sie sich auch gar nicht stören lassen. Nun, ich wieder Tür zu, ich konnte es nicht glauben, so ein riesen Vieh, ich Tür wieder auf, Tür zu, was tun? Erst einmal setzte ich mich aufs Bett und schaute mich um wie ich dieses Tierchen fangen könnte. Außer dem Becher im Bad gab es nichts und dessen Umfang würde ihr sicher die Beine abtrennen, mal abgesehen davon, dass ich der Spinne sehr nahe käme und sie michvielleicht als Konkurent für ihren Fang ansah. Nee,nee, keine gute Idee. Ok, dann dachte ich mir, das glaubt mir zu Hause keiner und schnappte mir die Kamera um das Tier zu fotografieren. Ich Tür auf, Bild machen, Tür zu. Wiederholungen gab es einige. Meine Hand traute ich aber nicht daneben zu halten. Ich setzte mich auf die Veranda und überlegte ob ich mich nun noch mal durch die Dunkelheit ins Restaurant kämpfen sollte, oder ob ich das Tierchen einfach sitzen lassen soll. Dagegen sprach, dass ich mich sicher nicht auf die Toilette setzen würde. Auf die Holländer warten, nein, bringt auch nichts. Also bewaffnete ich mich wieder mit meiner Taschenlampe und machte mich auf den Weg zum Restaurant. Dort sage ich es Mr. Pan, der ein kleines Grinsen nicht verstecken kann. Zwei seiner Girls sagt er sie sollten mich begleiten. Ich tröstete mich damit, dass die Mädchen ja mit diesen Tieren mehr oder weniger groß geworden sind. Mit großen Besen bewaffnet begleiteten sie mich zurück zum Haus. Auch die Holländer waren gerade eingetroffen und Ronald schaute sich das Tierchen an, bevor die Mädels gackernd das Bad stürmten und nach kurzem Kampf (dabei sprintete eines der Mädchen aus dem Bad und knallte die Tür zu) die Spinne verloren hatte. Samt Beute wanderte das tote Etwas in eine Plastiktüte und die Mädchen verschwanden wieder. Oh je was für ein Tag, zuerst ein Ei, dann eine Riesenschlange und nun zum Abschluss eine dicke Spinne. Wie die Nacht wohl wird. Ich saß noch lange mit den beiden Holländer auf der Veranda und wir plauderten und schauten uns die Sterne an.

.

Solide Holzbrücke? Ja, ich habe es überlebt

Solide Holzbrücke? Ja, ich habe es überlebt

Auf dem Bambusgestänge im Vordergrund stehen oder sitzen die Fischer und ziehen in Reusen die leckeren Mekong-Fische heraus

Auf dem Bambusgestänge im Vordergrund stehen oder sitzen die Fischer und ziehen in Reusen die leckeren Mekong-Fische heraus

Wasserfall auf der Inseln Don Khone, immer ein Besuch wert. Wenn man morgens ganz früh dort ist, hat man ihn für sich alleine

Wasserfall auf der Inseln Don Khone, immer ein Besuch wert. Wenn man morgens ganz früh dort ist, hat man ihn für sich alleine

Seitenarm des Mekongs und des Wasserfalls.

Seitenarm des Mekongs und des Wasserfalls.

Wasserbüffel in der Mittagspause

Wasserbüffel in der Mittagspause

Feldpflug des Wasserbüffels, ebenfalls in der Mittagspause

Feldpflug des Wasserbüffels, ebenfalls in der Mittagspause

Mitten in Reisfeldern entdeckte ich ein Familiengrab einer französischen Familie  (Eltern und 14 jährige Tochter). Man sagt, dass sie von ihrem Personal umgebracht wurden.

Mitten in Reisfeldern entdeckte ich ein Familiengrab einer französischen Familie (Eltern und 14 jährige Tochter). Man sagt, dass sie von ihrem Personal umgebracht wurden.

Einfach ein Reisfeld

Einfach ein Reisfeld

Das Dorf Don Khone

Das Dorf Don Khone

... und seine Hauptstraße

... und seine Hauptstraße

... und sein Krankenhaus. Auch Hühner haben Zutritt

... und sein Krankenhaus. Auch Hühner haben Zutritt

Von meiner Veranda aus, einfach ein toller Blick.

Von meiner Veranda aus, einfach ein toller Blick.

Schwimmende Häuser auf der Insel

Schwimmende Häuser auf der Insel

Auf dem Weg zum Festland und zu den großen Wasserfällen

Auf dem Weg zum Festland und zu den großen Wasserfällen

Gigantisch!

Gigantisch!

Unbeschreiblich!

Unbeschreiblich!

Gigantisch scharfer Papaya-Salat, noch am Abend brannte mir der Mund. Aber super gut!

Gigantisch scharfer Papaya-Salat, noch am Abend brannte mir der Mund. Aber super gut!

Im Hafen angekommen erwartete mich schon mein Bootsmann.

Im Hafen angekommen erwartete mich schon mein Bootsmann.

Mein Bootsmann erledigt noch einige Einkäufe und wartet geduldig auf mich.

Mein Bootsmann erledigt noch einige Einkäufe und wartet geduldig auf mich.

Erst einmal über viele andere Boote klettern um zu unserem Boot zu gelangen

Erst einmal über viele andere Boote klettern um zu unserem Boot zu gelangen

Mein Bungalow vom Boot aus

Mein Bungalow vom Boot aus

Dorfeingang

Dorfeingang

Noch ein kleiner Ausflug mit dem Fahrrad durch die Reisfelder

Noch ein kleiner Ausflug mit dem Fahrrad durch die Reisfelder

Rechts der Mekong, links die Reisfelder

Rechts der Mekong, links die Reisfelder

glückliche Schweine

glückliche Schweine

Abendstimmung im Dorf

Abendstimmung im Dorf

Abendstimmmung

Abendstimmmung

Diese Spinne frisst gerade eine riesige Kakerlake.

Diese Spinne frisst gerade eine riesige Kakerlake.

Heute morgen sind die Holländer abgereist und ich habe wieder die ganzen drei Bungalows für mich alleine. Ich beschließ mit meinem Bike die Insel Don Det zu umrunden. Um 9 Uhr starte ich, es ist da schon unglaublich heiß. Zuerst fahre ich an einer alten Dampflok vorbei, eine Hinterlassenschaft der Franzosen. Es gibt in ganz Laos keine Züge und auch keine Gleise, außer auf der Insel Don Khone (wo ich nächtige) und der Nachbarinsel Don Det. Vor ca. 140 Jahren (Kolonialzeit) machten sich sechs Franzosen auf, dem Wasserweg von Vietnam nach China zu erkunden. In ihren Köpfen geisterte die Vision von beladenen Barken, die Güter zwischen dem südchinesischen Meer und dem Reich der Mitte zu transportieren. Die Mekongfälle machten ihnen einen Strich durch die Rechnung, so versuchten sie es über die Inseln. Auf Don Det und Don Khone legten sie Gleise und verbanden die beiden Inseln mit einer Brücke, um die Mekongfälle zu umgehen. Das klappte aber nicht und so durchziehen heute noch alte Eisenbahngleise die Inseln. In Don Khone wo meine Tour beginnt steht eine von zwei Dampfloks (die andere am anderen Ende der Insel Don Khone, sieht genauso aus), außerdem noch aus der Kolonialzeit ein altes Krankenhaus, das immer noch in Betrieb ist und die alte Zollstation. Dort zahlt man immer noch Wegegeld um die Brücke nach Don Det zu passieren. Ca. hundert Meter nach der Brücke, mitten im Reisfeld befindet sich ein überwucherter christlicher Friedhof. Auf dem Grabstein der französischen Familie steht "unter tragischen Umständen verschieden am 3. Oktober 1922. Gerüchte zufolge sollen das Paar und die 11 jährige Tochter von ihren Angestellten umgebracht worden sein. Mein Weg über die Insel führte mich durch Reisfelder, an kleinen Weilern vorbei, wo ich nicht satt werde einen kurzen Blick hineinzuwerfen um das Leben dort aufzunehmen. Sie haben nur sich, da gibt es keine Kneipen oder einen Chor oder Fußballverein, sie sind mit dem zufrieden was sie haben und oft habe ich es erlebt, dass sie laut gelacht haben (bevor sie mich sahen =). Die Baumbestand besteht überwiegend aus Palmen, Bananen und Papaya. Ansonsten Reisfelder so weit man schauen kann. Unterwegs kehrte ich einmal ein, dieser Teil der Insel ist mittlerweile fest in Backpacker-Hand, solche die extra wegen der full moon partys herkommen. Es war noch sehr wenig los, wahrscheinlich weil sie alle noch ihren Rausch ausschliefen . Ich trank meinen heiß geliebten und kalt getrunkenen Lemon Juice with no sugar and no honey und machte dass ich wieder weg kam. Die letzte Etappe war anstrengend zu fahren. Teilweise musste ich das Fahrrad durch Matsch schieben, teilweise gab es keinen Schatten und die Sonne brannte erbarmungslos. Aber wunderschön war es. Auf der Seite der Insel säumten rechts Weiler und Reisfelder den Weg und auf der linken floss rauschend der Mekong, ich konnte den Fischern beim Angeln zusehen, den Kindern beim tummeln im Wasser und den Wasserbüffel die genüsslich ein Bad nahmen. Hans, ich habe oft an das Gedicht denken müssen, das du mir vor urlanger Zeit einmal geschrieben hast, das so beginnt: "... und ein blondes Mädchen sitzt versonnen und denkt: ist's wahr oder ersponnen?"

Am frühen Nachmittag war ich zurück und freute mich auf die Ruhe und meine Hängematte. Mehr passierte auch nicht mehr. Abends gab es noch eine Fotosession mit den Mädchen, die Lust am selbst fotografieren bekamen und meine Kamera fast nicht mehr aus der Hand geben wollten.

Französische Dampflok aus der Kolonialzeit. Ein paar Franzosen versuchten über die Inseln Schienen zu legen.

Französische Dampflok aus der Kolonialzeit. Ein paar Franzosen versuchten über die Inseln Schienen zu legen.

Haus am Fluss

Haus am Fluss

Die alte Bahntrasse, auch wenn man keine Schienen mehr sieht, umso besser kann man sie mit dem Fahrrad befahren.

Die alte Bahntrasse, auch wenn man keine Schienen mehr sieht, umso besser kann man sie mit dem Fahrrad befahren.

Wasserbüffel unter

Wasserbüffel unter

Besuch auf der Insel Don Det

Besuch auf der Insel Don Det

Im Hintergrund die Brücke die die  beiden Inseln Don Kohne und Don Det verbindet

Im Hintergrund die Brücke die die beiden Inseln Don Kohne und Don Det verbindet

Fußball spielen und Kokosnüsse ernten

Fußball spielen und Kokosnüsse ernten

Die Palme verliert komplett ihre Wedel.

Die Palme verliert komplett ihre Wedel.

EInBesuch beim Wat.

EInBesuch beim Wat.

Der Trommelturm des Wats

Der Trommelturm des Wats

Die Mädchen des Hauses

Die Mädchen des Hauses

Mädchen beim Posen

Mädchen beim Posen

Endlich zeigt sich mal der wahre große Gecko, der jeden Abend ein Konzert gibt

Endlich zeigt sich mal der wahre große Gecko, der jeden Abend ein Konzert gibt

Kleiner Gecko

Kleiner Gecko

Großeinkauf mit dem Boot und Transport zum Restaurant. In den Plastiktüten bfindet sich das Eis für meinen Lemon Juice with no sugar

Großeinkauf mit dem Boot und Transport zum Restaurant. In den Plastiktüten bfindet sich das Eis für meinen Lemon Juice with no sugar

Pan's Restaurant

Pan's Restaurant

Die Großfamilie Pan

Die Großfamilie Pan

Wie fast jeden Morgen wachte ich heute Morgen auch wieder um 6 Uhr auf. Ich legte mich auf der Veranda in die Hängematte und beobachtete die vorbei kommenden Boote, genoss noch die kühle Luft des Morgens, die sich bald in fast unerträgliche Hitze wandelte. Auch die Mädchen waren schon unterwegs um in einem großen Korb die Eier einzusammeln, die die Hühner am Morgen gelegt haben. Dann fing ich an zu packen, mittlerweile hielt man es ohne Fan nicht mehr aus, die Mädchen kamen mich besuchen und machten noch ein paar Erinnerungsfotos mit ihrem Handy von mir. Aus der vorherigen Unterkunft hatte ich eine deutsche Geo Zeitschrift mitgebracht, die schaute ich mir zusammen mit den Mädchen an. Sie verstanden zwar nichts, aber ich konnte ihnen die Bilder zeigen und versuchte ihnen in Zeichensprache zu sagen um was es ging. So gegen 10.30 Uhr gab es eine große Fotosession mit allen aus der Familie. Dann hieß es Abschied nehmen. Den Mädchen musste ich versprechen wieder zu kommen, auch Pan und seine Frau sagten ich sollte nächstes Jahr unbedingt mit meiner Familie wieder kommen. Der Opi, der mich schon mal mit dem Boot an den Hafen gebracht hatte, brachte mich zum Festland, die Schwester der Frau Keo begleitete mich, fand ich ja voll süß.

© Peggy D., 2008
Du bist hier : Startseite Asien Laos Sabai Dii Laos -- Hallo, guten Tag Laos
Die Reise
 
Worum geht's?:
Unglaublich, aber wahr die Zeit des Wartens hat ein Ende und in 13 Tagen gehts los ... Komm mit und schau; so schön ist unsere Welt! Dem, der mit offenen Augen reist, schenkt sie ihren Zauber. Ihm öffnet sie den Horizont, ihn lässt sie im Kleinen das Große entdecken, im Fremden das Bekannte, im Alltäglichen das Wunder. Komm mit und schau!
Details:
Aufbruch: August 2009
Dauer: circa 9 Wochen
Heimkehr: Oktober 2009
Reiseziele: Kambodscha
Laos
Der Autor
 
Peggy D. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors