Argentinien-Reisebericht :Weltreise 2005

Argentinien: Iguazu und Estero del Ibera

Am Abend in Buenos Aires in den Bus steigen, essen, schlafen und am naechsten Morgen in Puerto Iguazu aufwachen... genau so haben wir es gemacht.
Puerto Iguazu ist eine kleine Stadt am Dreilaendereck von Paraguay, Brasilien und Argentinien. Und das bekannteste hier sind die riesen grossen Wasserfaelle! Ueber mehrere Stufen und Faelle stuerzt sich hier der Rio Iguazu ueber die Kanten und zeigt sich hier als beeindruckendes Naturschauspiel. Argentinien und Brasilien teilen sich die Wasserfaelle und das subtropische Naturschutzgebiet rundherum, wobei der argentinische Teil groesser ist. Bald in der Frueh sind wir los, ein Bus brachte uns zum Eingang des Parkes. Hier wurde eine richtige Besichtigungsanlage errichtet: Besucherzentrum mit Information, Restaurantes, ein kleiner Zug, Wege und kilometerlange Stege. Es gibt 3 Rundwege von denen aus man immer wieder verschiedene Aussichten auf die Wasserfaelle hat. Einmal von oben, dann von unten, dann ganz nah und dann wieder im Ueberblick. Am Anfang sind uns gleich mal eine Horde Coatis ueber den Weg gelaufen, kleine Tiere, die zur Familie der Waschbaeren gehoeren.

Viele bunte Voegel hoert und sieht man ueberall. Ein kleiner Zug bringt die Touristen zu den verschiedenen Ausgangspunkten fuer die Besichtigung. Zuerst hoert man nur das Getoese, und dann hatten wir den ersten Blick auf die Wasserfaelle, und der war gewaltig! Die Sonne schien und im aufsteigenden Wasserdunst bildete sich immer wieder ein Regenbogen! Mussten immer wieder stehen bleiben, Fotos machen und den Anblick geniessen! Hier sind uns das erste Mal Horden von Touristen untergekommen. Mehrer Busse taeglich kommen hierher.

San Martin ist eine Insel zwischen den 2 Hauptwasserfaellen, ein kleines Boot bringt die Touristen dorthin. Hier wurden wir dann so richtig nass, denn der Wind trieb den Spruehregen immer wieder zur Aussichtsplattform. Um unsere Nerven etwas zu strapazieren, haben wir uns eine Speedbootfahrt geleistet. 10 Personen in einem kleinen Boot mit 2 Motoren, zuerst gab es Fotostopps und dann sauste es direkt in das herabstuerzende Wasser! Das Ergebnis waren kreischende Frauen und jubelnde Maenner. Mit doch etwas weichen Knien und klatschnass sind wir wieder heil aus dem Boot gesteigen! ;o
Die letzte Station war dann der Giganta del Diablo (der Teufelswasserfall). An diesem Fall haben die Brasilianer auch ihren Teil. 20 Minuten gingen wir auf Stegen ueber den Fluss, der immer wieder von gruenen Inseln durchbrochen wird. Und dann sahen wir direkt in den Abgrund! Die Stege sind an der Abrisskante gebaut. Im perfekten Abendlicht war das ein gewaltiger Anblick!!

Und damit war nicht genug, auf dem Rueckweg haben wir noch 2 Affen, ein kleines Opossum und Tucane am Baum gesehen! Der Jaguar, der hier auch lebt, hat sich nicht gezeigt, schade!

Von Puerto Iguazu aus fuhren wir wieder Richtung Suedwesten. Wir machten Halt in San Ignacio Mini. Hier ist eine Jesuiten Mission gut erhalten geblieben. Um 1767 haben hier spanische Jesuitenmoenche ihre Mission errichtet (Kirche, Waisenhaus, Krankenhaus, Wohnhaeuser, Verwaltungsgebaeude) und haben ihre Mission erfuellt, bis die Portugiser vieles wieder zerstoerten. Die Reste sind sehr schoen angelegt und koennen besichtigt werden.

Unser naechstes Ziel war ein eher noch unbekanntes Naturschutzgebiet: Estero del Ibera. 13000 km2 gross ist das Sumpfgebiet mit ueber 300 verschiedenen Vogelarten, Kaimanen, Capywaras und Hirschen. Das 'Festland' sind eigentlich nur viele schwimmende Inseln, die aus Wasserpflanzen gebaut sind. Die Anreise dorthin hat uns 2 Tage gekostet und eine traumatische Busfahrt. Traumatisch weil: es ging um 4:00 in der Frueh los, in einem uralten Bus auf einer sehr schlechten Strasse und es war soo kalt!

Aber die Bootsausfluege waren die Anstrengung schon wert. Wir haben sehr viele Tiere gesehen. Kaimane waermen sich in der Sonne, Capywaras (grosse Saeugetiere, bis zu 60kg schwer) grasen und sehr viele Voegel fliegen herum!

Und der 700 Seelenort Colonial Carlos de Pellegrini war auch ein Erlebnis. Die Strassen waren Sandpisten, die Pferde sind das Fortbewegungsmittel hier und stehen zum Fressen ueberall herum, Restaurantes gibt es 3 mit den selben 3 Gerichten (Milanesa (eine Art Schnitzel), Mozarellapizza oder Empanadas (Teigtaschen mit Fleisch gefuellt). In der Nacht nachhause gehen ist gefaehrlich, Licht gibt es nicht und ueberall gibt es Wasserloecher.
Aber das Hostal hatte einen sehr netten Aufenthaltsraum mit offenem Kamin und Kueche. Also gab es gleich mal offenes Feuer zum Aufwaermen und Spaghetti!

Auch den ersten Reitversuch im Land der Gauchos haben wir unternommen und es war ein sehr netter, gemuetlicher 2 Stunden Ausflug auf braven Pferden.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
In einem Jahr um die Welt: Südostasien, Australien, Neuseeland, Mittel- und Südamerika, Afrika. Nur um zu sehen, ob die Welt wirklich rund ist ...
Details:
Aufbruch: 02.05.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 12.04.2006
Reiseziele: Ecuador
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
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Der Autor
 
Iris Lumetzberger und Stefan Pointner berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Iris Lumetzberger und sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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