Chile-Reisebericht :Weltreise 2005

Chile

Die 2. Station unserer Reise fuehrte uns nach Santiago de Chile. Ein Nachtflug brachte uns ein paar 1000km weiter suedlich in den Herbst/Winter von Suedamerika.
Nicht nur die Temperatur war anders, sondern auch der erste Eindruck von Chile. Wir sind vor Sonnenaufgang und bei Regen gelandet. Nach dem Fruehstueck am Flughafen haben wir uns erst mal ein Zimmer gesucht und den Schlaf nachgeholt.
Santiago ist eine Grossstadt die auch in Europa sein koennte. Die Menschen sehen so aus wie bei uns, zu kaufen bekommt man alles, eine Metro gibt's, einige schoene Prunkbauten auch. Nach Ecuador fast ein Kulturschock, weil wir sowas nicht mehr erwartet hatten. Aber sicher einen Besuch wert. Leider war das Wetter nicht sehr gut, also blieb uns der Blick auf die schneebedeckten Berge rundherum verwehrt. Haben mit dem Bus und zu Fuss die Stadt erkundet.

Von Santiago aus wollten wir nach Mendoza, Argentinien, wechseln. Aber der Andenpass war schon seit Tagen wegen schlechtem Wetter und Schnee gesperrt. Also haben wir unsere Plaene geaendert und sind in den naechsten Bus nach Norden gestiegen. 25 Stunden Busfahrt der Sonne entgegen. Und wir wurden auch nicht enttaeuscht. Noch im Bus erlebten wir einen fantastischen Sonnenaufgang in der Atacamawueste!!! Unsere Ziel war San Pedro de Atacama, eine Oase in der Wueste. Diese kleine Stadt lebt erst durch die Touristen richtig auf. Wir sind in der Nebensaison hier und finden eine angenehm ruhige Stadt vor.

Das besondere hier sind Lagunen, Geysire und Salzseen. Wir haben gleich am ersten Abend einige Touren gebucht und am naechsten Morgen fuhren wir zur Laguna Chaxa, ein See in der Salzwueste. Eine wirklich lebensfeindliche aber atemberaubend schoene Landschaft!!

Laguna Chaxa

Laguna Chaxa

Und dann fuhren wir rauf auf 4300m (unser neuer Hoehenrekord ;o) )! Im Reisebuero hat man uns ja gewarnt, wir haben alles angezogen was moeglich war, aber Wind und Wolken hier oben waren soooo kalt!!! Wir wanderten entlang den Lagunen Miscanti und Miniques. Selbst hier oben leben noch Tiere (Wasservoegel, Vicunias, ..) Mit den schneebedeckten Vulkanen als Hintergrund ergibt das eine sehr schoene Kulisse.

Die Busfahrten zu den Sehenswuerdigkeiten sind schon Erlebnisse fuer sich. Immer wieder wechseln Landschaften, Farben und Bewuchs einander ab.
Der naechste Ausflug hat uns schon um 03:30 am Morgen aus dem Bett gezwungen. Wir wollten noch vor Sonnenaufgang bei dem weltgroessten Geysirfeld El Tatio sein. Die Aktivitaeten sind am Morgen am staerksten. Da steigen meterhohe Dampfsaeulen auf, ueberall kocht das Wasser und die bizarrsten Formen werden sichtbar. Ein unvergessliches Naturschauspiel!!!

Wir haben hier den Morgen verbracht, dazwischen Fruehstueck bekommen und in einem heissen Pool gebadet. Wieder auf 4300m Seehoehe, Temperaturen unter Null und wir gehen baden...

Nach einer kurzen Mittagspause sahen wir uns das Valle de la Luna an. Eine Mondlandschaft, bizarr, oede, karg und doch so beeindruckend!

Jeden Abend pilgern die Touristen ueber eine grosse Sandduene auf einen Bergruecken um den farbenpraechtigen Sonnenuntergang zu erleben. Da durften wir natuerlich auch nicht fehlen. Also rauf auf die Duene und dann konnten wir das Schauspiel geniessen.

Abschliessend koennen wir wieder nur sagen: die Atacamawueste ist eine unbeschreiblich schoene, weite Landschaft, bei der man aus dem Staunen und Fotografieren nicht mehr herauskommt.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
In einem Jahr um die Welt: Südostasien, Australien, Neuseeland, Mittel- und Südamerika, Afrika. Nur um zu sehen, ob die Welt wirklich rund ist ...
Details:
Aufbruch: 02.05.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 12.04.2006
Reiseziele: Ecuador
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Titikakasee
Südamerika
Neuseeland
Australien
Westküste Australien
Indonesien
Lombok
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Weltweit
Der Autor
 
Iris Lumetzberger und Stefan Pointner berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Iris Lumetzberger und sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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