Einmal über den Tellerrand und zurück

Reisezeit: Januar 2010 - Januar 2011  |  von Verena L.

Thailand: Koh Payam - Paradise I

Wir waren also auf dem Weg von Malaysia nach Thailand. Ich musste 4 verschiedene Localbusse nehmen um nach Rangong zu kommen an der burmesischen Grenze, von wo ich nach Koh Payam uebersetzen wollte, einer kleinen Insel in der Andamanen See, auf der noch nicht so viel los sein sollte.
"Umsteigen", das bedeutet dem Fahrer mit Haenden, Fuessen und ein bisschen Thai verstaendlich zu machen wo ich hin will und dass er bitte bescheid geben soll, wann ich aussteigen muss.
Dann bin ich alleine am Strassenrand und muss wieder wie oben beschrieben herausfinden wo und wann der naechste Bus kommt. Dann warte ich am Strassenrand bis einer der Thais einen heranfahrenden Bus erspaeht und ihn mir herwinkt.

Oberhalb der Windschutzscheibe im Bus 
thaistyle!

Oberhalb der Windschutzscheibe im Bus
thaistyle!

Stolze Verena - hab's in den Bus geschafft der mich nach Ranong bringen wird!

Stolze Verena - hab's in den Bus geschafft der mich nach Ranong bringen wird!

Nach 18 Stunden bin ich endlich da.
Der Motorradtaxityp will mich bescheissen aber ich habe keine Wahl. Es ist dunkel, ich bin muede und hab keine Ahnung wo ich schlafen soll. Er bringt mich zu einem Hotel das aussieht wie ein 70er Jahre Plattenbau im Thaistyle (also wahrscheinlich 5 Jahre alt!).
Ich checke ein OHNE das Zimmer gesehen zu haben. Man fragt sich echt ob ich eigentlich gerade aus Deutschland komme oder ein erfahrener Backpacker bin, oder?!!! Jedenfalls ist das Zimmer NATUERLICH ne ekelhafte absteige und 3 Kakerlaken tanzen auf dem Bett rum als ich das Licht anschalte. PFUI TEUFEL!!!
Ich gehe runter und sage, dass ich ein anderes Zimmer will. Der Typ steht wieder von seinem Bett auf (er schlaeft in der Lobby), nimmt einen alten Fetzen, geht in mein Zimmer, schlaegt die Viecher tot, bringt sie raus und sagt ganz ungeruehrt: "no cockroaches" ....und geht wieder pennen.
Hae??!!
Ich hasse mich selbst fuer meine Dummheit, ergebe mich in mein Schicksal, haenge mein Moskitonetz am Ventilator auf und versuche es sicher zu verschliessen.

Als kleines Highlight moechte ich noch erwaehnen, dass der einzige andere Gast in dem Hotel neben mir sein Zimmer hat, 50 ist und mit seinen Augen in 2 verschiedene Richtungen schaut!. Das alles sehe ich als er mit ner Kippe im Mund und nach Alkohol stinkend in meinem Tuerrahmen erscheint und nach zwei Saetzen Smalltalk sagt (ich uebersetz das mal): Ok Baby, also wenn dir langweilig ist, kannst du gerne rueber kommen und mit mir schlafen!" AEHHHH WASSS??? Ich kotz gleich!!!
Ich sage "nein danke" und verschliesse meine Tuere mit allen Riegeln die da sind!

Ich muss noch unbedingt mein Handy aufladen und ins Internet, denn ich moechte Leute auf der Insel treffen, die mir vielleicht geschrieben haben und die ich anrufen will, damit ich weiss wo sie sind.
Also muss ich mich wieder abzocken lassen um zum Internetcafe zu kommen. Diese Stadt ist so abgefuckt! Eine typische, dreckige Grenzstadt eben.
Ich kann keinen erreichen - die Handynummer ist falsch! Ahhhhhhh!
Ich rufe Mama an um sie zu bitten Davids Mutter zu kontaktieren, damit sie ihm bescheid gibt, dass ich ihn erreichen will.
Bin echt fertig und ekelige mich so vor dem Zimmer und bei der Stimme meiner Mutter am Telefon verdruecke ich meine ersten Heimwehtraenen der Reise!

Zurueck im Zimmer sind 4 Kakerlaken am Start! Alter!

Aber ich weiss ja, dass auch diese Nacht vorbeigehen wird.
Ich gehe mich duschen und verbringe dann die Nacht schwitzend unterm Moskitonetz, hoere die Kakerlaken auf dem Boden tippeln und die Spanplattenmoebel anknabbern und leuchte alle paar Minuten die Grenzen meines Netzes ab um zu schauen, ob auch keine Viecher rein kommen.
Gott sei Dank kommt irgendwann die Morgendaemmerung und ich packe zusammen und mache mich auf zum Peer.

Dort sehe ich endlich wieder andere Backpacker, bestelle mir einen Kaffee und frage: "may I join you guys?" Die sind natuerlich voll nett und machen mir Platz und ich werde meine Story los und bedauert und gehaetschelt und die Welt sieht schon wieder besser aus!

Ich verabrede mich mit drei Schweden auf Koh Payam zusammen auf Bungalowsuche zu gehen und unterhalte mich auf gutem, alten Allgaeuerisch mit Michael und Rebecca aus Augsburg, die ihre Ferien auf der Insel verbringen werden!

Am Peer angekommen wird mir schon langsam klar, das hier kommt dem Paradies sehr nahe!
Keine Autos auf der Inel, Strom nur abends von 6-10Uhr, kein Internet, keine Pauschaltouris...

Wir nehmen Motorbiketaxis und lassen uns auf die andere Inselseite fahren.

Hehe, mein Rucksack ist groesser als der Fahrer

Hehe, mein Rucksack ist groesser als der Fahrer

Und dann....

WOW!

WOW!

Wir nehmen einen 4er Bungalow im Smile Huts Resort fuer 50bat ( ca. 10 Euro)
Von David und Eva hoere ich erst in Bangkok, sie haben die Insel leider an dem Tag verlassen, an dem ich angekommen bin!

Und was ich dann die naechsten 9 Tage gemacht habe laesst sich erahnen, ne?!

Schlafen, fruehstuecken, schwimmen, sonnenbaden, Mittagssnack, sonnenbaden, schwimmen, sonnenuntergang und zum abendessen spazieren....

Da lass ich mal die Bilder sprechen....

Erster Erkundungsspaziergang am Strand...
Das sind Ian, Sandra und Shani

Erster Erkundungsspaziergang am Strand...
Das sind Ian, Sandra und Shani

So sah die Welt durch meine Augen aus

So sah die Welt durch meine Augen aus

Der Blick von unserer Haengematte aus...

Der Blick von unserer Haengematte aus...

Fundstuecke...

Fundstuecke...

Morgens...der Strand bei Ebbe...

Morgens...der Strand bei Ebbe...

Ah und DAS ist unsrere Haengematte

Ah und DAS ist unsrere Haengematte

Auf dem Weg zum Abendessen

Auf dem Weg zum Abendessen

Hungrige Maedels...

Hungrige Maedels...

Warten auf's Happa...

Warten auf's Happa...

Die Schweden zeigen uns ihre Mittsommertaenze am Strand und wir ihnen den Ententanz. Bei all den bekifften Leuten am Strand fallen wir nicht auf!

Links seht ihr noch Michael und in der Mitte Rebecca aus Augsburg

Links seht ihr noch Michael und in der Mitte Rebecca aus Augsburg

Einmal haben wir es auch geschafft einen Roller auszuleihen und die Insel erkundet. Dabei haben wir eine German Bakery gefunden und ich hatte meinen ersten Kaeswecken seit Monaten!!!

LECKER!!!

LECKER!!!

Und eine Nussschnecke!!!

Und eine Nussschnecke!!!

Fruitshakepause m schksten Resort der Insel...

Fruitshakepause m schksten Resort der Insel...

Sonnenuntergangsalarm....das muss sein, sorry

Ian muss leider schon 2 Tage vor uns zurueck nach Hause und die Augsburger erst einen Tag nach uns und so machen wir uns zu dritt auf den Weg auf's Festland.

Der letzte Abend - Abschiedscocktails

Der letzte Abend - Abschiedscocktails

Vollmond

Vollmond

Bye bye Koh Payam!

Bye bye Koh Payam!

Kein Kommentar!....

Kein Kommentar!....

Die Wartezeit auf den Bus verbrachten wir in diesem Aircon-Cafe. Wie schoen so kuehle Luft sein kann!!!

Dann gings zurueck nach Bangkok, denn fuer mich wurde es hoechste Zeit mein Visum fuer Indien zu beantragen und die Maedels wollten weiter Richtuung Nordthailand.
Aussderdem musste ich mir in Bangkok meine Gelbfieberimpfung besorgen, weil ich ja mittlerweile meinen Suedamerika Flug gebucht habe und nun tatsaechlich auch in Argentinien sein werde.
Fuer alle, die mich dort besuchen wollen, ich komme am 6.7. in Lima (Peru) an und fliege am 28.9. von Buenos Aires (Argentinien) nach Sydney.

Leider ist hier im suedindischen Hochlad das Internet so langsam, dass ich das Kapitel hier nocheinmal unterbrechen muss und euch die letzten 10 Tage Thailand nachliefern muss, wenn ich wiedermal eine bessere Verbinung habe!

Seid ganz lieb gegruesst und bis ganz bald!

© Verena L., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Studium beenden ok!; Geld verdienen ok!; Zeit nehmen ok!; Neugierde und Reiselust ok! ; Alles ist abgehakt und jetzt kanns losgehen! Nach 2 kürzeren SEA-Trips habe mir diesmal richtig Zeit genommen und vor, für ein Jahr zu reisen: SEA, Indien, Australien und Südamerika stehen auf dem Plan.............
Details:
Aufbruch: 04.01.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 04.01.2011
Reiseziele: Deutschland
Thailand
Laos
Vietnam
Singapur
Malaysia
Indien
Peru
Bolivien
Brasilien
Argentinien
Neuseeland
Australien
Hongkong
Der Autor
 
Verena L. berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.