Kleinrebsingrossnordundsuedamerika

Reisezeit: Februar - April 2011  |  von Friederike H.

Colca Canyon und Titicaca See

Zwar etwas verspätet, aber immerhin...
Unsere geführte Reise in das Colca-Gebiet mit seinen Höhen und Tiefen (höchster Punkt, an dem wir Halt machten: 4900m above the sea level; beim Colca Canyon: teilweise über 5000m unten ins Tal des Colca-Rivers) bestand zum größten Teil aus Busfahrten mit typischen Touri-Stops an verschiedenen Aussichtspunkten, einem Thermalbad (gespeist aus heißen, stinkenden! Schwefelquellen der umgebenen Vulkane) und einem kleinen Dorf namens Chivay, von wo aus wir am nächsten Tag zum Colca-Canyon aufbrachen: um den größten Canyon der Welt zu sehen und -mit Glück (das hatten wir)- den Flug des Condors zu beobachten.
Was gibt es sonst noch über diesen Trip zu berichten? Schöne Landstriche, teilweise geniale Aussicht auf den Flusslauf des Colca-Rivers; immer schön `Coca-Tee trinken (oder Blätter-kauend) gegen altitude sickness´ - denn teilweise waren wir, wie oben schon erwähnt, erheblichen Höhenschwankungen unterworfen.
Außerdem haben wir noch ein nettes Mädel aus den Niederlanden, Lynn, kennengelernt. Lustig war, dass wir sie schon in Huacachina in einem Restaurant gesehen, aber nicht weiter mit ihr gesprochen hatten. Genau wie Lynn (sie aber besonders oft aufgrund Absprache ab und zu ... s. später im Text ^^) haben wir auch andere Leute während unseres Trips immer wieder gesehen - im Bus, im Hostel, oder einfach mal mitten auf der Straße -> schon lustig.

Den Abend, zurück in Arequipa, haben wir unspektaktulär verbracht; mit Supermarkt, Internetcafé, usw
Insgesamt empfand aber besonders ich Arequipa als eine wunderschöne Stadt, mit genau der richtigen Mischung aus Touris und Einheimischen und wäre gerne länger geblieben.

Aber am nächsten Tag ging es weiter Richtung Titicaca-See nach Puno. Zum Glück konnten wir die Busreise überhaupt antreten, auch wenn Seb mich fast in den Bus zerren musste, ich mein Magen den ganzen Colca-Canyon Trip rumgesponnen hat und er auch an diesem Morgen keine Ausnahme gemacht hat. Erfreulicherweise verlief die Busfahrt dann aber, einmal angetreten, ohne großen Zwischenfälle. Was uns beide aber auf der Busfahrt ziemlich geschockt hat, war die Stadt Juliaca, kurz vor Puno, in der der Bus auch einen Stop gemacht, wir aber glücklicherweise keinen Aufenhalt geplant hatten. Juliaca erinnerte uns voll und ganz an ein Kriegsgebiet, beispielsweise überall tiefe Löcher in der Straße voll mit Wasser (so fuhr der Bus dann auch ordentliche Schlangenlinien auf den Straßen). Lynn hat uns später erzählt, dass sie fotografiert hat, wie ein Rikscha-Fahrer samt Fahrgast in so einem Loch gelandet ist... Juhu!

In Puno angekommen (zum Glück angenehmer als Juliaca), im "Franchize Hostel" Walk on Inn in Puno, haben wir erst ein bsischen entspannt und uns dann Puno rund um unser Hostel angeguckt. Tja, und wenn haben wir dann mitten auf Punos Einkaufsstraße getroffen? Lynn. So sind wir mit ihr Essen gegangen und haben uns bis zum nächsten Tag verabschiedet. Da hatten wir nämlich alle eine Inseltour gebucht (unabhängig voneinander, aber lustigerweise beim gleichen Veranstalter).

So sind wir am nächsten Tag in aller Frühe mit dem Boot zunächst zu den Floating Islands, oder auch Uros genannt, aufgebrochen. Das sind schwimmende Inseln aus Schilf auf dem Titicaca-See, auf denen ca. 6 Familien leben. Insgesamt gibt es etwa 65 solcher Inseln (nagelt mich nicht fest, ich habs nicht mehr so 100%ig in Erinnerung).. Wir haben zwei besucht; sehr interessant, uns aber leider zu touristisch (Haupteinnahmequellen dieser Inselbewohner ist der Tourismus..)

Danach ging es weiter zu Tanquile Island. Leider hat unser Guide da teilweise ziemlich durchgehetzt. Dennoch konnten wir den Ausblick und die Schönheit der Insel bewundern.

Abends waren wir wieder mit Lynn essen (nein, wir sind nicht Krösus, essen in Peru ist einfach nur grundsätzlich sehr günstig - so kann man ein komplettes Touri-Menü für 15 Soles (ca. 3€) essen, teilweise sogar noch weniger (in Cuzco haben wir zwei Mal im gleichen Restaurant für 10 Soles (weniger als 2,50€) gegessen.) So ein Touri-Menü beinhaltet meistens Vorspeise, Hauptgericht, und dann Getränk oder Nachspeise).

Am nächsten Tag haben wir uns aufgemacht, Stempel im Reisepass zu sammeln: Es ging für einen Tag nach Bolivien! Erneut früh am Morgen haben wir einen Bus über die Grenze nach Copacabana genommen. Dort eine Stunde gewartet, n netten Bolivianer kennengelernt und mit nem schläfrig-langsamen Boot auf die Isla del Sol übergesetzt. Leider hatten wir auf der Insel nur ca. 1 1/2 Stunden aufgrund der blöden Bootszeiten und haben deshalb einen geführten Rundgang gebucht, der, wie sich später rausgestellt hat, leider nur auf Spanisch war. Wir haben aber immerhin teilweise etwas verstanden und teilweise hat unserer brasilianischer Freund Bernado, der Spanisch mehr konnte, übersetzt. Erneut wunderschöne Sichten, Eindrücke, usw Später saßen wir wieder auf'm Boot zurück nach Copacabana, wo ein sehr geniales Musikvideo entstanden ist (siehe Sebs facebook Seite). In Copacabana und schnell in den Bus gehetzt und zurück nach Puno: auch sehr spannend, der Bus hatte einfach mal n anderen Firmennamen drauf, uns wurde aber versichert, dass es der Richtige sei. Nach ner halben Std Fahrt (nein, es war der richtige Bus, nicht uns auslachen; wir wollten grad was anderes erzählen. ^^) hielt der Bus in nem Dorf weiter an, wir sahen draußen die Schlange locals und dann passierte folgendes: Bustür auf, locals reinquetschen, bis auch der letzte Sitzplatz und ja auch der letzte Milimeter im Gang besetzt ist, Bustür zu. machen sie in Peru gerne mal (außer bei den teureren Busgesellschaften, da gibt es feste Sitzplätze und keiner darf da mehr rein).

Am nächsten Tag ging es weiter nach Cuzco, dazu aber in den nächsten Tagen mehr... Bis bald

Lama und Rike

Lama und Rike

schön am Coca Tee trinken

schön am Coca Tee trinken

schöne Landschaft

schöne Landschaft

Colca Canyon (ganz unten sieht man den Colca River)

Colca Canyon (ganz unten sieht man den Colca River)

Flug des Condors

Flug des Condors

Juliaca (ohne Worte...)

Juliaca (ohne Worte...)

Titicaca See

Titicaca See

Floating Island

Floating Island

Tanquile Island

Tanquile Island

Bolivien - Isla del Sol

Bolivien - Isla del Sol

© Friederike H., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Erst fliege ich alleine in die USA, um meine alte Gastfamilie zu besuchen, dann erkunden Seb und ich Ecuador und Peru und sind anschließend noch ein paar Tage in New York.
Details:
Aufbruch: 23.02.2011
Dauer: 7 Wochen
Heimkehr: 12.04.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Ecuador
Peru
Der Autor
 
Friederike H. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.