Entdeckung einer Trauminsel - La Réunion 2015

Réunion-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar 2015  |  von Brigitte Amrhein

Samstag, 17.1.2015 - Highlight zum Abschluss

Wir stehen früh auf, packen den Rest ein und starten kurz vor 7. Wir können den Tag noch ausnutzen, unser Flug geht erst abends und auch das Leihauto haben wir bis 18:00 Uhr reserviert.
Unser Plan ist, heute doch noch den Vulkan Piton de la Fournaise aus der Nähe zu sehen. Und es sieht sehr gut aus, es ist bewölkt, aber es sind nur hohe Wolken, die Berge sind frei.
Wir fahren ab Bourg-Murat auf der Route du Volcan, haben immer wieder Blicke hinüber auf den höchsten Berg der Insel, den erloschenen Vulkan Piton des Neiges. Die Landschaft und die Vegetation entlang der Straße beeindrucken uns sehr. Jetzt sehen wir, was uns beim ersten Versuch entgangen ist...
Besonders die Sandebene Plaine des Sables ist einzigartig mit ihren Felsformationen und Farben - trotz fast völlig fehlendem Leben ist diese Mondlandschaft faszinierend. Vom Zustand der Piste durch die Ebene zum Vulkan hinauf kann man das in gewisser Weise auch behaupten... So könnte eine Teststrecke für Fahrwerk und Stoßdämpfer aussehen, es wäre ein echter Härtetest.
Vom Pas de Bellecombe aus sehen wir in die Caldera des Vulkans. Wir nehmen uns vor, bei der nächsten Gelegenheit hier zu übernachten und dem Piton de la Fournaise dann noch näher zu kommen.

Blick zum Piton des Neiges

Blick zum Piton des Neiges

Route du Volcan

Route du Volcan

Plaine des Sables am Piton de la Fournaise

Plaine des Sables am Piton de la Fournaise

Blick in die Caldera des Vulkans

Blick in die Caldera des Vulkans

Auf dem Rückweg halten wir noch am schroffen Cratère Commerson, gehen zusammen zur kleinen Aussichtsplattform am Kraterrand. Hier geht es direkt an der Plattform über 200 m senkrecht hinunter! Dieses Loch ist vor 2000 Jahren durch eine Wasserdampfexplosion entstanden - heute ist es für Schwindelfreie ein toller Anblick.
Ein Stück weiter halten wir, um einen genauen Blick in die gewaltige Schlucht Rivière des Remparts zu werfen. Sie ist die älteste Caldera des Vulkans und ähnelt dem Cirque de Mafate - laut Experten wird sich die Schlucht in einigen tausend Jahren auch zu einem abgeschlossenen Talkessel entwickeln.

Blick in den Cratère Commerson

Blick in den Cratère Commerson

Blick in die Rivière des Remparts

Blick in die Rivière des Remparts

Jetzt ziehen auch die ersten Wolken herein, der Piton des Neiges ist schon nicht mehr zu sehen. In Bourg-Murat besuchen wir zum Abschluss noch das tolle Vulkan-Museum, dann fahren wir hinunter zur Ostküste.
In Saint-Denis kaufen wir uns einige Samoussas (gefüllter Blätterteig) und verspeisen sie als spätes Mittagessen am Meer. Dann tanken wir das Auto voll, fahren zum Flughafen und geben das Cabrio zurück. Unser Gepäck ist schnell eingecheckt und dann heißt es nur noch warten und die letzten knapp zwei Wochen Revue passieren lassen.

Im Vulkanmuseum von Bourg-Murat

Im Vulkanmuseum von Bourg-Murat

Im Vulkanmuseum von Bourg-Murat

Im Vulkanmuseum von Bourg-Murat

© Brigitte Amrhein, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Uns war klar, dass eine Reise auf die Insel La Réunion im dortigen Sommer wegen des häufigen Regens durchaus wetterabhängig ist. Aber da wir zum einen unserem Winter für einige Zeit entfliehen und zum anderen eine längere Krankheit inklusive schwerer Operation verarbeiten wollten, nahmen wir das gerne in Kauf. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Wir haben unsere Trauminsel entdeckt...
Details:
Aufbruch: 04.01.2015
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 18.01.2015
Reiseziele: Réunion
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 25 Monaten auf umdiewelt.