Entdeckung einer Trauminsel - La Réunion 2015

Réunion-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar 2015  |  von Brigitte Amrhein

Dienstag, 6.1.2015 - Inselhauptstadt und Umgebung

Der Tag fängt für mich mit zwei Fotorunden durch die Anlage an, eine mit dem Tab (damit ich meinem Sohn schon mal was schicken kann) und eine mit der Kamera. Dann steht ein Frühstück auf dem Programm, das uns fast umhaut, besonders die frischen Früchte sind eine Schau!

Morgens in der Anlage der "Cases Couleurs"

Morgens in der Anlage der "Cases Couleurs"

Ein Kunstwerk zum Frühstück

Ein Kunstwerk zum Frühstück

Nachdem das Wetter super ist, beschließen wir, mit offenem Verdeck nach Saint-Denis zu fahren - aber da tut sich gar nichts... Also müssen wir wohl noch mal zur Vermietung am Flughafen, so was wie eine Beschreibung ist nämlich nicht an Bord.
Zuerst fahren wir aber zum Barachois, der langen Promenade am Meer. Wir finden auch gleich einen Parkplatz und machen uns auf den Weg in die Altstadt. Zuerst gehen wir die Rue de Paris hinauf, besuchen die Kathedrale und bewundern die Villen der Haute-Volée des 19./20. Jahrhunderts.

Kanonen am Barachois

Kanonen am Barachois

Kathedrale von Saint-Denis

Kathedrale von Saint-Denis

Eine von mehreren Villen an der Rue de Paris

Eine von mehreren Villen an der Rue de Paris

Die lebten schon gut, die Herrschaften...

Die lebten schon gut, die Herrschaften...

Nach einem Abstecher in den Jardin de l'État spazieren wir zum Hindu-Tempel, den wir aber nur von außen sehen, in der Mittagszeit gibt's wohl keine Führung. Schade! Auch die beiden chinesischen Pagoden, die wir nach dem Petit Marché besuchen wollen, sind bis auf einen Nebenraum zu.
Wir gehen durch die Fußgängerzone zur großen Moschee Noor al Islam, der ältesten Moschee Frankreichs. Hier stehen wir nicht vor verschlossenen Türen, wir können alles ansehen, nur den Gebetsraum sollen wir nicht betreten, aber wir können hinein sehen. Danach spazieren wir zurück zum Auto, unterwegs trinken wir noch was und sehen im Meer sogar eine Schildkröte.
Bei der Autovermietung ist unser kleines Problem schnell behoben - da hat man nur vergessen, uns bei der Übernahme des Fahrzeugs zu erklären, dass zum Öffnen des Verdecks die Zwischenabdeckung im Kofferraum geschlossen sein muss...

Im Jardin de l'État

Im Jardin de l'État

Hindutempel in Saint-Denis

Hindutempel in Saint-Denis

Pagode in Saint-Denis

Pagode in Saint-Denis

Moschee Noor al Islam

Moschee Noor al Islam

Gebetsraum in der Moschee Noor al Islam

Gebetsraum in der Moschee Noor al Islam

Jetzt können wir die Panoramastraße über La Montagne offen fahren! Über die kurvenreiche Straße geht es hinauf über die Hauptstadt, immer wieder haben wir tolle Ausblicke auf die Stadt und den Ozean.
Wir fahren zum Beginn des Chemin des Anglais, der ältesten Straße der Insel, die heute nur noch zu Fuß erkundet werden kann. Wir lassen das Auto stehen und wandern einige Zeit durch den niedrigen Trockenwald, sehen Agamen, eine große Heuschrecke und sogar ein Paar der seltenen Réunion-Weihen.

Panoramastraße La Montagne

Panoramastraße La Montagne

Ein Cabrio sollte offen gefahren werden!

Ein Cabrio sollte offen gefahren werden!

Chemin des Anglais

Chemin des Anglais

Rotohrbülbül am Chemin des Anglais

Rotohrbülbül am Chemin des Anglais

Danach fahren wir weiter zur alten Lepra-Station von Saint-Bernard, wo wir nicht nur die alten Gebäude sehen (die inzwischen als Gewerbe genutzt werden), sondern auch einen Bambuswald.
Auf dem weiteren Weg nach La Possession sehen wir beeindruckende Landschaften, viel Natur und eine ziemlich große Kolonie von Dorfwebern.
Nachdem wir die Brandung schon von der Autobahn aus gesehen haben, beschließen wir, nach dem Einkaufen fürs Abendessen (heute wird gegrillt) noch zum Souffleur von Pointe du Sel am südlichen Ortsrand von Saint-Leu zu fahren. Dieses Naturschauspiel ist einfach nur grandios! Durch bestimmte Formationen in der Lavaküste wird Gischt hoch in die Luft gespuckt - allerdings zeitversetzt zur Brandung. Der krönende Abschluss eines tollen Tages!

Ehemalige Lepra-Station von Saint-Bernard

Ehemalige Lepra-Station von Saint-Bernard

Eine typische Landschaft der Westküste

Eine typische Landschaft der Westküste

Dorfweber-Kolonie

Dorfweber-Kolonie

Souffleur von Pointe du Sel

Souffleur von Pointe du Sel

© Brigitte Amrhein, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Uns war klar, dass eine Reise auf die Insel La Réunion im dortigen Sommer wegen des häufigen Regens durchaus wetterabhängig ist. Aber da wir zum einen unserem Winter für einige Zeit entfliehen und zum anderen eine längere Krankheit inklusive schwerer Operation verarbeiten wollten, nahmen wir das gerne in Kauf. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Wir haben unsere Trauminsel entdeckt...
Details:
Aufbruch: 04.01.2015
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 18.01.2015
Reiseziele: Réunion
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 25 Monaten auf umdiewelt.