Schrumpfköpfe, Orang Utans und Totenzeremomien - ab in den Norden Indonesiens!

Indonesien-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2014  |  von Thalia&Christine R

23.August 2014:Manado-Bumbulan

Unglaublich , wir fahren hier seit über 3 Stunden über Schotterwege durch die Nacht auf dem Weg von Gorontola nach Bambulan.
Um 16.10 sind wir planmäßig gelandet.
Am Airport wurden wir von einer netten Indonesierin angesprochen, als wir vor leeren Info standen was wir denn so vorhaben. Wir erzählen ihr, dass unser ursprünglicher Plan war, nach Bambulan zu fahren und von dort zu den Togian Islands.
Sie weiss auch nichts von den"dry Docks".Ich zeige ihr die mail und da kommt das große"aaahhh". Sie zeigt auf eine 3er Gruppe und sagt die wollen auch zu den Togians. Nehmt euch zusammen ein Speedboat! Die 3 sind auch sofort einverstanden. Es ist ein junges Paar aus Barcelona, Paul und Martha und ein Indonesisches Mädel,Prilla- die aber alle Sprachen spricht, sogar Deutsch!!!
Tja, und mit dieser 3er Truppe sind wir nun unterwegs. Wir haben 2 Taxen gemietet,die uns für je 550.000 Rupien nach Bambulan bringen und fahren nun seit Stunden durch die Nacht. Die Straßen sind so schlecht, dass wir ab und zu umdrehen müssen oder manchmal sind sie einfach gesperrt. Jedesmal ist das Wendemanöver auf engstem Raum, bzw Strasse, dass ich denke wir landen im Graben. Dann wird auch immer riskant überholt und einmal fahren wir über eine provisorische Holzbrücke, da hab ich echt die Luft angehalten bis wir drüben waren, denn unter uns ging es bestimmt 10Meter in die Tiefe!
*
Als wir am Hafen ankommen, ist natürlich schon alles dunkel und nur vereinzelte Hütten sind noch beleuchtet. Wir fragen und durch und erfahren, dass heute die letzte Fähre zu den Togians gefahren ist. Man führt uns zu dem Mann, der ein Speedboat besitzt und uns fahren würde, aber natürlich nutzt er unsere Notlage aus und will statt der im Internet bekannten 4,5 Mio doch glatt 6 Mio Rupien!
Es sind lange Verhandlungen, die zu keinem Ergebnis führen. Wir bekommen seine Handy Nummer und suchen erstmal ein Hotel im 30km entfernten Marissa.
Bis wir das haben, ist es schon fast 22 Uhr.
Wir nehmen natürlich das erste gleich. Das ist echt der Hammer! Nur ein dünner Schlauch als Dusche und die Türklinke fällt gleich ab. Die Decke oben hat ein riesiges Loch und es tropft von irgendwo rein. Und es gibt nur muffiges Wasser.
Duschen fällt aus.
Aber die Betten sehen sauber aus.Und das für 250.000 Rupien, also 16 Euro.
Prilla sucht nach Wegen wie wir weiterkommen,die Spanier müssen am 28. schon wieder auf Java sein, die haben also einen viel engeren Terminplan als wir.
Der Landweg ist ausgeschlossen,da es Tage dauern würde und durch ein Gebiet führt wo grad die heftigen Unruhen zwischen den Christen und Muslimen sind.
Man MUSS also über die Inseln.
Wir erfahren, dass morgen wohl noch ein Boot von den Inseln kommt und auch wieder zurück fährt, da wollen sich die 3 nochmal schlau fragen--sie wollen sich einfach nicht auf die 6Mio einlassen..uns ist es egal, wir haben schon signalisiert dass wir es nehmen würden. Bin gespannt was nun rauskommt.Um 23 Uhr treffen wir und noch mal und schauen was wir tun.
*

Aber nun berichte ich mal von der ersten Hälfte des Tages.
Wir hatten ja schon ein kleines Morning-Programm.
Stadt Rundfahrt somit Privattaxivom Hotel durch Manado.
Das war auch noch ohne. Neben den normalen Sehenswürdigkeiten haben wir auch noch den Markt besucht.
Das war heftig.....wir haben ja schon gedacht, dass wir einige Märkte erlebt haben, aber hier wurden sogar Hunde geschlachtet!
In einem düsteren, abgelegenen Bereich des Marktes. Boden und Tische voller Blut und Eingeweide. Die Männer dort erfreuten sich an unserem entsetzten Blicken und präsentierten sich stolz mit den toten Kreaturen. Sie wollten sich zu gern damit fotografieren lassen.
Mir ist tatsächlich übel geworden als ich die steifen Hunde da so sah.

Die schöne Seite des Marktes

Die schöne Seite des Marktes

Alle sind ganz wild drauf fotografiert zu werden

Alle sind ganz wild drauf fotografiert zu werden

Berge von frischen Nudeln!!!Das Mädel präsentiert sich auch gern fürs Foto

Berge von frischen Nudeln!!!Das Mädel präsentiert sich auch gern fürs Foto

Hier ist der dunkle Bereich. Unser Fahrer erklärt uns dass die Christen von Sulawesi Feste feiern und dabei die Hunde verspeisen.

Hier ist der dunkle Bereich. Unser Fahrer erklärt uns dass die Christen von Sulawesi Feste feiern und dabei die Hunde verspeisen.

Wie im Horrorfilm

Wie im Horrorfilm

Der Markt hier ist sehr dreckig

Der Markt hier ist sehr dreckig

Die Stadt sieht schlimm aus

Die Stadt sieht schlimm aus

Wir besichtigen auch noch das Governmentbuilding in einer schicken Gegend.Und die große Jesusstastue ob auf dem Berg. Der von Brasilien nachempfunden.

Mit unserem Fahrer etwas in der Sonne sitzen

Mit unserem Fahrer etwas in der Sonne sitzen

Einen kleinen Tempel haben wir auch angeschaut

Einen kleinen Tempel haben wir auch angeschaut

Das Wahrzeichen oben auf dem Berg

Das Wahrzeichen oben auf dem Berg

Aussicht vom Berg auf "Big Ben"

Aussicht vom Berg auf "Big Ben"

Toller Blick von hier oben

Toller Blick von hier oben

Hier oben sind schmucke Häuser

Hier oben sind schmucke Häuser

Wir treffen uns um 23 Uhr noch mal. Es soll tatsächlich morgen früh ein Boot kommenund wieder zurück fahren. Wir beschließen, um 6 Uhr aufzustehen, und auf gut Glück zum Hafen zu fahren.
4 Jungs lümmeln sich die ganze Zeit im vorderen Bereich rum. Sie haben alle mindestens 100 Fotos von uns gemacht und sie wollen uns helfen.
Sie telefonieren auch, aber natürlich ist keiner mehr zu erreichen.
Inzwischen werden wir hier von den Mücken aufgefressen.
Bin gespannt was morgen passiert. Wenn wir es schaffen zu den Inseln, haben wir ein paar Tage kein Netz und melden uns erst wieder danach.

Du bist hier : Startseite Asien Indonesien Indonesien-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Ja, Indonesien muss es wieder sein, aber diesmal verschlägt es uns in den Norden. Auf dem Plan stehen Borneo, Sulawesi und die Molukken, dort heißt es Natur und Kultur pur! Als Großstadt wird es diesmal Bangkok sein, anschließend ein Abstecher auf die Vulkaninsel Java, sofern es die "Aktiven" erlauben. Das Highlight dieser Reise soll die Totenzeremonie der Tadoories von Sulawesi sein. Dann die letzten freilebenden Orang Utans auf Borneo, vielleicht noch die Molukken...wer weiß...
Details:
Aufbruch: 04.08.2014
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 08.09.2014
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Brunei Darussalam
Indonesien
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors