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Laos-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2018 - Juli 2019  |  von Sara, Lola, Sonja, Michael Schegg

Laos: Im Eilzugstempo durch ein Land

Es gibt ein Sprichwort, das lautet: Die Vietnamesen pflanzen den Reis, die Cambodschaner schauen zu wie er wächst, und die Laoten hören zu wie er wächst.
Dieses Sprichwort hat sich sehr oft bewahrheitet. Die Laoten lieben Spässe, ab und zu ein Bierchen, Hauptsache, man muss nicht viel arbeiten.

Zurück zu unserer Reise.
Nach den Flügen von Indonesien nach Bangkok, sind wir am nächsten Abend mit dem Nachtzug an die Grenze zu Laos gefahren.
Dieser Nachtzug ist ein sehr angenehmes Fortbewegungsmittel, zum Glück haben wir diesen schon im Vorfeld gebucht, denn die Billette sind schnell ausverkauft.
Morgens früh sind wir an der Grenze angekommen und haben ein Gratisvisum für 14 Tage bekommen. Mit diesem in der Tasche sind wir die letzten Kilometer nach Vientianne gefahren. Leider lagen wir hier einige Tage flach. Die hustenden Indonesier und der saukalte Flug nach Bangkok haben uns den Rest gegeben.

Die "vertikale Startbahn" in Vientianne gebaut aus amerikanischem Beton

Die "vertikale Startbahn" in Vientianne gebaut aus amerikanischem Beton

Nach einigen Tagen haben wir Fahrräder gemietet und haben die Stadt erkundet.
Wir haben den laotischen Triumpfbogen besichtigt. Der Beton für diesen, wurde von den Amerikanern gesponsort, um einen neuen Flughafen zu bauen. Die laotische Behörde hat aber lieber einen Triumpfbogen als Andenken an die Soldaten, die im Krieg gegen die Amerikaner gestorben sind, gebaut.
Man nennt diesen Triumpfbogen auch vertikale Landebahn.

Im Nachtbus nach Pakse

Im Nachtbus nach Pakse

Wo hin fahren wir? In den Norden zu den riesigen Tontöpfen oder in den Süden? Wir entscheiden uns für den Süden und fahren mit einem Nachtbus nach Pakse. Zu zweit liegen wir auf einem Bett und schauen durch das riesige Busfenster die Gegend an, bis wir eingeschlafen sind. Wir freuen uns über die Pariserbrote und Gipfeli zum Frühstück und fahren nach Champassak.
Hier besichtigen wir einen alten Khmertempel und schleppen uns bei über 35 Grad die wackeligen Treppen hoch. Es ist sauheiss, aber die Aussicht von oben lohnt sich und wir erfreuen uns über jeden Luftzug.

Am nächsten Tag möchten wir auf den Dickhäuter reiten. Doch da es kaum Touristen in der Nebensaison hat ist vieles geschlossen oder komplizierter. Unangemeldet fahren wir über 30 km mit unseren gemieteten Mopeds zum Elefantendorf. Dort angekommen, spricht niemand englisch. Mit Händen und Füssen machen wir mehreren Einheimischen klar, dass wir mit einem Elefanten reiten möchten. Nach 2 Stunden warten, ohne zu wissen ob sie es verstanden haben oder nicht, geben wir schon fast auf. Doch da, plötzlich spaziert einer gemütlich mit seinem Elefanten vor uns vorbei. Juhui obwohl wir noch eine halbe Stunde warten müssen, freuen wir uns riesig.

Der Mahut hat seinen Elefanten an einem dünnen Strick an der Leine und schlendert gemütlich dem Weg entlang. Natürlich sitzen wir oben auf dem Rücken. Immer wieder darf der Dickhäuter Äste abbrechen und fressen. Nur durch die Rufe des Mahuts, weiss der Riese, dass es weiter geht. Auch eine Abkühlung in der Pfütze gibt es und auch wir bekommen einiges ab.

Was macht ein Elefant, wenn er heiss hat? Er sabbert in den Rüssel und spritzt sich ab - nur wir sitzen da oben und werden auch (ungewollt) angesabbert .
In der Hälfte gibt es eine Pause und der Elefant steht als Fotomodel zur Verfügung. Dann schlendern wir wieder gemächlich zurück. Der Dickhäuter darf sich oft ein Ast nehmen, wie ein Hund kaut er darauf herum und hat eine Beschäftigung nebenbei.

Einige von euch denken jetzt wohl, Elefantenreiten, was für eine Tierquälerei! Wer allerdings schon einmal in einem asiatischen Zoo war, weiss, dass dort die Tiere an kurze Ketten angebunden sind und den ganzen Tag kaum eine Beschäftigung haben. Da ist uns der gemütliche Ausritt doch um einiges lieber. Und wenn man den Dickhäuter, mit seinen mehreren Tonnen an Gewicht, mit uns Backpackern vergleicht, schleppt dieser, relativ gesehen, weniger auf dem Rücken herum als wir.
Fazit, uns hat es Spass gemacht und der Elefant machte überhaupt keinen gestressten oder geplagten Eindruck.

Wir fahren die 35 km wieder zurück und Lola und Sara sind überglücklich.

Die letzten Tage in Laos verbringen wir in Tad Lo. Dort, auf dem Bolaven P!ateau ist es etwas kühler und wir können uns im Fluss abkühlen.

Wir haben alle Bungalows für uns, denn es ist tiefste Nebensaison

Wir haben alle Bungalows für uns, denn es ist tiefste Nebensaison

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser Reisehunger ist noch nicht gestillt. In der Zwischenzeit hat sich unsere Reisegruppe jedoch um zwei Kinder vergrössert
Details:
Aufbruch: 02.08.2018
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 09.07.2019
Reiseziele: Thailand
Indonesien
Australien
Malaysia
Laos
Der Autor