Thailand - wieder einmal

Thailand-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar / Februar 2018  |  von Stefan Böhm

24.01. Es geht nach Chiang Rai: 25.-28.01. Chiang Rai

25.01. Chiang Rai Faulenzertag

Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg und laufe ins Stadtzentrum. Mir wird aber klar, dass ich hier zu Fuß nicht weit komme. Also laufe ich wieder zurück, ein Stück weit am Hotel vorbei und lande vor dem alten Flughafen, der jetzt als Veranstaltungsgelände genutzt wird. Mir sind gestern Abend schon die vielen Lichtinstallationen aufgefallen, die bereits bei mir in der Straße anfangen und sich dann soweit man sehen kann über das Areal verteilen. Würde mich interessieren, was die bedeuten. Nur wenige Meter nach meinem Laluna kommt ein kleines 7 Eleven. Das finde ich praktisch. Hier kann ich mich mit Getränken und Kleinigkeiten versorgen.
Im Hotel frage ich am Reiseschalter nach einer Sightseeing Tour. Es gibt eine Eintägige, die alles abdeckt, was ich gerne anschauen will. Ich frage ob es eine Gruppe gibt, bei der ich mich anschließen kann. Übermorgen, am Samstag gibt es eine. Also buche ich da. Die Tour kostet 1500 B was ich ziemlich teuer finde. Daraufhin meint er, dass da aber auch alles drin sei. Alle Eintritte, Mittagessen etc. Na gut. Zahlen mit Kreditkarte geht leider auch nicht. So schrumpft mein Bargeldbestand schneller als gedacht.
Heute bleibe ich den Rest des Tages am Pool und faulenze. Zum Abendessen gehe ich heute in ein Thailändisches Restaurant, das laut Internet auch Tanzvorführungen zum Essen bietet und nur ein paar Gehminuten von meinem Hotel entfernt ist. Es ist sehr voll. Ich bekomme einen zusätzlich aufgestellten Tisch, weil es heute keine Tanzvorführung gibt. Sonst wäre der Platz wohl frei. Es waren nur Thailändische Gruppen da, meist mit 10 und mehr Personen. Ich habe Shrimps süßsauer genommen, die ganz gut waren und ein Cola dazu, weil mir das Bier mit 120 B hier zu teuer war. Das zahle ich dann lieber danach wieder im 8080. Ich war gegen 19:00 hier. Bis 20:00 war alles vorbei. Außer mir war noch ein Tisch mit einem Paar belegt. Sonst war das Restaurant auf einmal leer.

Im 8080 werde ich wiedererkannt und begrüßt. Nachdem mir gestern schon die umfangreiche Cocktail Karte aufgefallen war, nehme ich heute einen Mai Tai für 200 B. Der ist ganz ausgezeichnet. Es sieht so aus, dass die Musikgruppen immer eine Stunde spielen und dann wechseln. Insgesamt spielen mindestens drei Gruppen jeden Abend, wobei die ersten meist nur aus einer Gitarre und Sänger bestehen. Um 09 und 10:00 kommen dann 5-köpfige Bands. Es ist die gleiche Band wie gestern, bei der meiner Meinung nach leider der Sänger nicht besonders gut ist.

26.01. Chiang Rai Sightseeing

Heute habe ich mir nach dem Frühstück einen Roller geliehen. Das geht hier im Hotel für 300 B am Tag und ist somit am bequemsten. Gerne würde ich mir ja einen besseren Stadtplan kaufen, aber gestern habe ich schon im 7 Eleven gefragt. Heute an der Rezeption schlagen sie mir auch das 7 Eleven vor. Als ich ihnen erkläre, dass ich da schon war meinen Sie, dann höchstens noch im Big C. Da will ich sowieso mal rein schauen. Zuerst fahre ich aber wieder zum Glockenturm. Dann halte ich mich links und bin auf einmal dabei, Chiang Rai zu verlassen. Ein kurzer Blick zeigt, dass die Landschaft hier recht schön ist. Trotzdem kehre ich um. Ich möchte zum Wat Phra Khaeo. Hier ist der Jade Buddha als erstes viele Jahre aufbewahrt worden, bevor er auf Wanderschaft ging und sich heute als Nationalheiligtum im Wat Phra Khaeo in Bangkok befindet. Für seine Bedeutung finde ich den Tempel überraschend schlicht.

Unterwegs komme ich noch an einem weiteren hübschen Tempel vorbei.

Auf gut Glück fahre ich weiter und komme zum Denkmal für einen alten Lanna König, der Chiang Rai und auch Chiang Mai vor etlichen Jahrhunderten regiert hat. Er wird hier heute noch verehrt. Ich befinde mich gerade ziemlich im Norden von Chiang Rai.

Der Big C ist ganz im Süden, schon fast außerhalb der Stadt. Mal sehen wie ich da am besten hinkomme. Mit etwas Zick Zack fahren finde ich ihn an der Bundesstraße, die durch Chiang Rai führt. Ähnlich wie bei uns die Marktkauf sind die großen Big C in riesigen Gebäuden untergebracht in denen sich rund um den eigentlichen Laden herum mehrere kleine Lädchen und Restaurants ansiedeln. Nach Möglichkeit schaue ich hier immer einmal rein. Es gibt auch einen Bücherladen, aber einen Stadtplan von Chiang Rai haben sie nicht. Blöd, dann muss ich mich weiter an der Kopie aus dem Hotel orientieren.

Mit meinen Einkäufen mache ich mich auf den Weg zurück in mein Hotel. Hier verbringe ich die 3 Stunden größte Mittagshitze am Pool. Dann fahre ich zu einem kleinen Kaffee Richtung Zentrum. Die Latte Macchiato die ich dort bekomme ist so dunkel, und entsprechend kräftig, wie ich sie noch selten irgendwo bekommen habe. Und er kostet tatsächlich nur 55 B. Bei Starbucks zahle ich das Doppelte und mehr.
Beim Nachtmarkt bin ich heute angenehm schnell. Es ist bereits gegen 20:00 als ich ankomme und ich muss an einem Tisch fragen, ob ich mich dazusetzen kann, weil alle Tische besetzt sind. Ich gönne mir heute einen gegrillten Fisch in Salz. Diese Fische habe ich schon so oft in Bangkok an den Straßenständen und auch dieses Mal auf dem Nachtmarkt dort gesehen und noch nie gegessen. Nachdem sie hier auch noch ausgesprochen günstig sind, wird es also endlich Zeit. Ich zahle 120 B für einen ganzen Fisch. In Bangkok habe die zwischen 250 und 300 gekostet. Ich muss 20 Minuten auf den Fisch warten, was ich gerne tue. Anders als 3 Stände weiter, wo die Köchin schon vorgegrillte Fische in ihren Grill legt, der von oben und unten grillt, wird hier ein frischer Fisch ganz normal auf einem Holzkohlegrill gegrillt. Das Warten hat sich gelohnt. Er ist gerade so durch gegart aber kein bisschen trocken; Perfekt. Ein Bier gönne ich mir dazu, mehr nicht. Ich muss ja noch wieder ins Hotel fahren.

Auf dem Weg ins Hotel will ich tanken, kann aber keine Tankstelle finden. Ich hatte heute Morgen extra den Typ gefragt, der mir den Roller ausgegeben hat, wo ich eine Tankstelle finde, aber da war nichts. Im Hotel sage ich, dass ich keine Tankstelle finden kann. Das kostet pauschal 100 B obwohl ich wahrscheinlich keinen Liter verfahren habe. Ich frage noch einmal und bekomme eine etwas andere Angabe, wo ich eine finde. Ich frage, ob sie noch auf hat. Er meint „Ja“. Ich finde sie auch tatsächlich, aber sie ist zu. Dann fahre ich noch ein ganzes Stück weiter, frage unterwegs auch noch einmal, leider erfolglos. Auf dem Weg zurück ins Hotel kommt mir die Idee, dass ich es noch ausnutzen könnte und einmal zu dem Platz mit den Lichtinstallationen fahren könnte.

Dort zahle ich 10 B Parkgebühr für den Roller und 20 B Eintritt. Es scheint sich um eine Art Messe zu handeln, mit vielen Ausstellern, Tanz- und Showeinlagen und kleinen Essenbuden. Wieder einmal werde ich von jungen Thais gefragt, ob sie ein Foto mit mir machen dürfen. Als dann weiter hinten große Hallen mit Autoausstellungen kommen, drehe ich wieder um. Ich gebe meinen Roller ab, zahle die 100 B für Sprit und gehe ins 8080. „Mein“ Platz ist heute leider belegt. Ich setzte mich weiter hinten auf einen nicht ganz so bequemen Platz und bestelle einen Singapore Sling, der genauso gut ist wie der Mai Tai gestern. Nachdem ich heute später dran bin, bekomme ich auch die dritte Gruppe zu hören. Die macht zwar einen besseren Eindruck, aber auch hier ist der Sänger nicht so das wahre. Sie haben auch eine Sängerin dabei, die interessant aussieht, aber beim Singen leider ebenfalls enttäuscht oder besser gesagt gar nicht wahrzunehmen ist.

27.01. Sightseeing Tag am Goldenen Dreieck

Heute gibt es ausnahmsweise einen etwas anstrengenderen Sightseeing Tag. Das beginnt schon damit, dass ich bereits um 08:00 abgeholt werde, bis dahin also auch schon gefrühstückt haben sollte.
Hier aus dem Hotel bin ich der einzige Teilnehmer. Als der Minibus ankommt, sitzen aber schon 5 Personen drin. Nach mir werden noch zwei Weitere eingeladen, die aber bei der ersten Sehenswürdigkeit (leider) in einen anderen Minibus umgeladen werden weil das Unternehmen heute wegen der großen Gruppe zwei Wagen und zwei Guides einsetzt. Es handelt sich um eine Koreanerin und eine New Yorkerin, die zusammen unterwegs sind. Meine Gruppe ist auch international. Es sind ein französisches Pärchen, zwei Taiwanesische Brüder, ein Slowene und ich.
Als erstes halten wir am weißen Tempel. Da ist zwar auch gleich vorweg das absolute Highlight des Tages, aber er liegt als einziges Ziel im Süden von Chiang Rai. Außerdem ist das Licht um diese Zeit schön zum Fotografieren. Leider dürfen wir im Tempel selbst nicht fotografieren. Die Bilder innen zeigen, dass es sich eben doch um einen Künstler handelt, der den „Tempel“ gestaltet. Da tauchen nämlich sehr weltliche Comic Helden an der Rückwand, also eigentlich rechts vom Eingang auf.
Attraktion ist auch das „Toilettenhäuschen“, eigentlich wohl eher die Verwaltung bei der sich auch die Besuchertoiletten befinden. Das ist nämlich ganz vergoldet.
Der Tempel ist noch nicht fertig. Wenn es nach dem Willen des Meisters geht soll wohl noch mindestens 70 Jahre an ihm gebaut werden. Ein neues Gebäude, das offensichtlich Ganesha gewidmet ist, wird vermutlich bald fertig gestellt. Die große Ganesha Statue thront auf jeden Fall schon einmal in seiner Mitte.

"Toilettenhäuschen"

"Toilettenhäuschen"

Neuer Tempel

Neuer Tempel

Dann geht es nach Norden. Gleich nach dem Fluss geht es links weg zum blauen Tempel. Hierbei handelt es sich um einen älteren Tempel, der jetzt nach den Vorstellungen eines Schülers von dem Meister, der den weißen Tempel baut neu gestaltet wird. Dabei hat das namensgebende Blau eine ganz entscheidende Bedeutung. Schon die Wächterfiguren, die ungewöhnlich genug auch Brunnen sind, leuchten einem in Blau entgegen. Die Haupthalle ist ebenfalls in kräftigen Blautönen gehalten. Für mich die zweite Attraktion hier.

Als nächstes steuern wir den „schwarzen Tempel“ an, von dem unser Guide aber gleich sagt, dass das kein Tempel ist, sondern ein Museum. Hier sind unter anderem viele Tierhäute und Knochen ausgestellt und zwar eben in sehr dunklen Holzhäusern. Ich habe unseren Guide nicht so richtig verstanden, aber er meinte irgendetwas, dass der Künstler in Amsterdam studiert hat und deshalb die Ausnahmegenehmigung erhalten hat all diese Tiere zum Teil auch zu importieren. Beim weißen Tempel hat unser Guide die Eintrittskarten für alle geholt. Danach hieß es dann, die weiteren Eintritte sind selbst zu zahlen. Ich sage, dass es bei mir geheißen hat, dass in meinem Preis alle Eintritte enthalten sind. Das bestätigt er auch. Jetzt gibt es etwas Konfusion, als er mir mein Ticket holt und alle anderen auffordert, sich ihre Eintrittskarten selbst zu holen. Einer meint ich sei wohl etwas Besonderes, aber ich sage nur, dass ich einfach ziemlich viel für den Ausflug gezahlt habe. Danach ist Ruhe und es wird im Laufe des Tages ein Running Gag daraus.

Weiter geht es zu den Long Nek Frauen, die zum Stamm der Karen gehören, einem Bergvolk an der Grenze zu Burma. Eine Legende besagt, dass die Männer auf der Jagd waren und ein wilder Tiger über ein Dorf hergefallen ist und mehrere Frauen und Kinder durch Bisse ins Genick getötet hat. Daraufhin kam dem König die Idee, eine Bronzespirale zu entwerfen, die den Mädchen während ihrem Wachstum um den Hals gewickelt werden um sie künftig vor einer weiteren Attacke zu schützen. Heute ist das eine gute Einnahmequelle. Mit 300 B ist der Eintritt in dieses „Dorf“ das eigentlich nur aus einer Allee von Souvenierständen besteht soweit ich das weiß mit Abstand die teuerste „Sehenswürdigkeit“ Nordthailands. Dementsprechend bin ich jetzt auch der einzige, der einmal durch das Gelände läuft und ein paar Fotos macht.

Der nächste Stopp ist eine recht schöne und große Teeplantage, die von einer Hongkonger Familie betrieben wird. Es gibt die üblichen Teeproben, ein paar nette Fotomotive und natürlich Tee zu kaufen. Eine Gelegenheit für ein Mitbringsel für meine Eltern.

Wir warten alle darauf, dass es langsam Mittagessen gibt. Es ist immerhin schon 13:00. Aber nein, erst geht es noch zum „Affentempel“. Leider gehen wir nicht in den Tempel selbst, weil dort die Affen angeblich zu aggressiv sind. Aber am Eingangsbereich werden sie jeden Tag gefüttert und sind hier sehr zutraulich. Das sorgt für weiter ganz nette Fotos.

Unser Reiseleiter

Unser Reiseleiter

Jetzt geht es zum Essen – in einen Juwelierladen mit angeschlossenem Restaurant sozusagen. Nur für Touristen. Und so schmeckt es auch. Es gibt ein zentrales Buffet mit dem langweiligsten Essen, das man sich vorstellen kann, von dem sich alle bedienen. An der Seite steht ein kleines Buffet mit Überschrift „Scharf“, das von allen Ignoriert wird. Ich will mir hier eine Suppe holen, als auch schon unser Guide da ist, und mir eine Nudelsuppe zurecht macht, die durchaus lecker ist. Nach einem kleinen Test am Hauptbuffet zieht es mich wieder in die scharfe Ecke. Es gibt noch eine Tom Yum Suppe und ein eher kleines Töpfchen an dem steht „Fischsuppe“. Die will ich probieren. Unser Guide steht schon wieder neben mir, zeigt auf die Tom Yum und meint „very hot“. Dann zeigt er auf die Fischsuppe „very very very hot“ „Very Hot“, „Very very very hot“. Ich grinse und meine „ich versuche“. Er zeigt auf eine große und eine kleine Schale. Die kleine Genügt. Dort tut er erst wieder Reisnudeln rein, dann mit einem Suppenlöffel, ein Löffel drauf. Ich „Mehr“ er schaut mich an, und macht noch zwei Töffel drauf. Das sieht jetzt mehr wie Nudeln mit Tomatensoße aus als nach Suppe“. Dann kommt noch Grünzeug dazu, das sich als hilfreich erweisen soll. Das Ganze ist nämlich tatsächlich sehr sehr sehr scharf. Dafür war es wenigstens interessant.
Das gleiche gilt für das Nachtischbuffet. Den Klebreis mit Mango haben die meisten stehen lassen. Dabei war das mit Abstand das Beste beim Nachtisch.

Von hier sind wir weiter nach Mae Sai gefahren, dem Grenzort nach Burma. Der Slowene hat ja gehofft, dass wir Art Kurzausflug nach Burma unternehmen, aber daraus wird nix. Selbst für eine Stunde bräuchte man eine Art Kurzzeitvisum. Krass fanden wir es, als unser Guide direkt vor der Grenze plötzlich abbiegt und mitten durch einen Markt eine steile Gasse hochfährt. Wir hätten nie gedacht, dass es hier erlaubt ist überhaupt mit irgendeinem Gefährt durch zu fahren. Geschweige denn mit einem Minibus. Es geht eine heftig steile Straße hoch, bis wir am Scorpiontempel ankommen. Der Namensgeber ist an den vier Ecken der Stupa als kleiner Statue und dann noch einmal ein Stück weiter als etwa 4-5 Meter große Statue zu bewundern. Von hier oben hat man einen guten Blick auf Mae Sai, sowohl den Thailändischen, also den Burmesischen Teil.

Auf der anderen Seite geht es wieder den Berg runter und das kurze Stück zum Goldenen Dreieck. Hier stoßen Burma, Laos und Thailand an einer Flussgabelung von Mekong und Mae Nam Ruak zusammen. Wir halten als erstes am Opiummuseum. Dann kommt es zu einem kleinen Missverständnis. Unser Guide erklärt uns, dass wir hier etwa 20 Minuten Zeit haben und dann noch einmal etwa 15 Minuten um zum Big Buddha zu laufen. Ich frage ihn, ob wir uns dann dort treffen. Er bestätigt das. Nachdem der Slowenen bei der Ansage nicht dabei war, wiederhole ich noch einmal in dessen Beisein, dass wir erst hier Zeit haben, dann zum Big Buddha gehen und dort wieder einsteigen.

Als es dann so weit ist, und ich weit und breit niemanden aus unserer Gruppe finden kann, mache ich mir langsam Gedanken. Dann tauchen die beiden Taiwanesen auf. Wir warten etwa eine viertel Stunde, dann geht der eine den beiden Brüder zum Tempel zurück, während wir hier warten. Siehe da, am Museum warten sie auf uns. Dadurch kommen wir jetzt etwas zu spät zu unserem letzten Stopp, eine kleinen Tempel auf einem Hügel, von dem aus es einen schönen Sonnenuntergang geben soll.

Um 19:30 sind wir wieder in Chiang Rai und unser Guide frägt uns, wer am Nachtmarkt und wer im Hotel rausgelassen werden will. Außer mir wollen nur noch die Taiwanesen am Nachtmarkt raus. Ich frage die beiden, ob wir zusammen essen gehen, aber entweder wollen sie mich nicht verstehen, oder sie verstehen es tatsächlich nicht. Sie meinen etwas von ein Restaurant suchen, verabschieden sich und sind weg.
Bei der Frage ist mir die Idee gekommen, dass ich zumindest versuchen kann, ob vielleicht das Verkaufshäuschen für die Fahrkarten noch geöffnet hat. Der Busbahnhof 2 am Nachtmarkt wird zurzeit umgebaut bzw. renoviert. Er hat zwar wieder eröffnet, aber die Fahrkarten werden aktuell an einem kleinen grünen Holzhäuschen am Rand verkauft und die machen spätestens um 20:00 zu.
Ich habe Glück, und bekomme eine Fahrkarte für einen VIP Bus um 12:45. für 258 B. Für die etwa 180 Kilometer nach Chaing Mai soll er 2,50 Stunden brauchen. Das wäre recht flott.
Dann bin ich über den Nachtmarkt geschlendert, hatte aber irgendwie nicht so richtig Lust, bis mir eingefallen ist, dass ich ja einmal in das offene Thai Restaurant auf dem Weg zum Hotel gehen wollte. Tatsächlich ist es wohl kein Thai sondern ein chinesisches Restaurant, die sich hier aber sehr ähneln. Während ich noch auf einen Kellner warte, damit ich einen Platz in dem recht vollen Lokal bekomme, spricht mich ein Mann an, ob ich auch einen Platz suche, und ob ich mich ihnen anschließen möchte. Er ist Indonesier, der mit seiner Frau auf Reisen ist und spricht sehr gutes Englisch. Wir unterhalten uns während wir auf das Essen warten. Ob wohl alle Indonesier so unduldsam sind mit dem Personal wie dieser? Ihm geht alles zu langsam. Er meint auch, dass es inzwischen viele schöne Plätze in Indonesien für Touristen gibt. Ich plane ja sowieso unbedingt einen Besuch dorthin nach der langen Zeit seit ich das erste Mal da war. Ich habe gebratene Nudeln mit Shrimps und Brokkoli bestellt die echt lecker waren. Sie haben auch ihn so angelacht, dass er sie sich nachträglich auch noch bestellt hat. Dann hat es ihm wieder zu lange gedauert und er hat 4 Mal nachgefragt, dass sie auch nicht vergessen worden sind. Dazu habe ich ein großes Chang Bier getrunken für sagenhafte 60 B. Das nenne ich ein Schnäppchen. Hier komme ich morgen noch einmal her. Jetzt wäre ich ja gerne noch auf ein Bier ins 8080, aber da ist es heute so voll, dass ich daran vorbei laufe, ins 7 Eleven gehe und mir da zwei Dosen Bier hole und aufs Zimmer gehe.

28.01. Chiang Rai Faulenzertag

Ich hatte eigentlich geplant, für heute noch einmal einen Roller zu leihen, lasse es jetzt aber und verbringe lieber wieder einen faulen Tag am Pool. Am Abend dann wieder in das chinesische Restaurant. Heute habe ich Shrimps mit Spargeln und Reis dazu gegessen. Auch das war wieder lecker. Auf dem Heimweg dann noch im 8080 vorbei geschaut. Sie wollten mir erst nur die Cocktailkarte hinlegen nachdem ich die letzten beiden Male Cocktails getrunken hatte. Das finde ich doch recht aufmerksam. Heute aber wollte ich dann doch ein Bier – oder zwei. Es war wieder eine der Bands da, die in den vergangenen Tagen schon einmal war und von denen ich den Sänger nicht besonders fand. Dieses Mal war aber ein anderer Sänger dabei. Die Band hat sofort komplett anders und sehr viel besser geklungen. Rechtzeitig vor dem Auftritt der nächsten Band, wieder die mit der nicht zu hörenden Sängerin, bin ich dann gegangen.

© Stefan Böhm, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach der anstrengenden Chinarundreise bin ich gute drei Monate später schon wieder unterwegs. Es geht wieder einmal nach Thailand, einem meiner Lieblingsländer. Ich werde mir zwar auch dieses Mal den einen oder anderen Tempel anschauen, aber der Schwerpunkt liegt auf der Erholung. 4 Wochen mit nicht all zu vielen Wechseln.
Details:
Aufbruch: 20.01.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 18.02.2018
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Stefan Böhm berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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