Thailand - wieder einmal

Thailand-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar / Februar 2018  |  von Stefan Böhm

30.01.-05.02. Eine Woche Chiang Mai: 01.02. Doi Suthep + Zoo

Heute fahre ich zum Doi Suthep, meinem Lieblingstempel in Chiang Mai und zum Zoo. Der liegt auf dem Weg. Der Weg ist relativ einfach zu finden. Vom Hotel die Hauptstraße runter zur Altstadt, dort von der äußeren auf die innere Einbahnstraße um die Altstadt herum wechseln, einmal um die halbe Altstadt, dann wieder auf die äußere Einbahnstraße wechseln bis genau zur Ecke der Stadtmauer und da nach links auf die Ausfallstraße. Und hier bin ich dann prompt in die nächste Verkehrskontrolle geraten. Dieses Mal hat sich der Polizist meinen Führerschein genauer angeschaut. Ich wollte schon meinen normalen deutschen Führerschein herausholen, aber da hat er dann genickt, wieder gedankt und ich konnte wieder weiter fahren. Irgendwann kommt der Zoo, dann ein Tempel bei dem ich dachte, das kann er aber doch noch nicht sein. Allerdings steht da dann auch gleich ein Wegweiser dass es noch 12 Kilometer zum Doi Suthep sind. Und die sind eine reine Serpentinenstrecke. Unterwegs gibt es noch einen Aussichtspunkt.

Am Tempel selbst ist einiges los. Er ist einer der wenigen, die schon seit langem Eintritt verlangen, aber es lohnt sich auch. 50 B kostet der Eintritt, 20 B der Aufzug hoch bzw. 30 Return. Alternativ kann man auch die Treppen hoch laufen. Wenn ich mich recht erinnere, haben sie jetzt eine neue Aussichtsplattform mit einer interessanten Dachkonstruktion gebaut. Was sie bedeuten soll weiß ich nicht, aber es sieht hübsch aus.

Auf den Weg zurück kommt man noch ein einem Wasserfall vorbei. Ich war hier glaube ich vor vielen Jahren schon einmal. Nachdem ich zeitig dran bin, könnte ich ja mal vorbei schauen. Laut Anschlag kostet der Roller 20 B und Eintritt für Ausländer 50 B. Naja. Ich halte an und die Dame meint 120 B. Warum das? Da steht doch 50 B. Das sei für Studenten und ich sei ja Erwachsener. Also 100. Nee danke. So offensichtlich abzocken lasse ich mich auch bei eher kleineren Beträgen ungern. Außerdem war der Wasserfall, wenn ich mich recht erinnere auch nichts Besonderes. Dann lassen wir das und ich fahre direkt zum Zoo. Beim Zoo haben sie wohl ein neues Aquarium gebaut. Davon habe ich noch gar nichts gelesen. Der Eintritt ist mit 520 B ganz schön stolz. Für den Zoo selbst zahle ich 150 B, für die Pandas vor Ort im Panda Haus 100 B separat und dann noch einmal 520 B für Fische gucken? Das ist es mir nicht wert. Ich bin ja in erster Linie wegen den Pandas hier. Wer sich den Zoo ausgiebiger anschauen will, dem empfehle ich einen der Golfkarren für 50 B die Stunde zu leihen mit denen man im Zoo herumfahren kann. Bei den Ausdehnungen und dem häufigen rauf und unter lohnt sich das. Nachdem ich alleine unterwegs bin und ein konkretes Ziel habe, laufe ich das Stück. Es gibt auch eine Monorail Bahn, die ich aber noch nie in Betrieb gesehen habe, und eine Art offenen Bus, der aber glaube ich nicht allzu oft fährt und nur an bestimmten Punkten hält.

Für viele Tierarten kann man an Ständen Futter kaufen.

Für viele Tierarten kann man an Ständen Futter kaufen.

Die beiden Pandas liegen erst einmal enttäuschend bewegungslos in ihren Behausungen herum. Ich entschließe mich, mich auf eine Bank zu setzen und abzuwarten. Das war gut so, denn nach etwa 10 Minuten kamen Wärter und haben die beiden nacheinander erst kurz ins Freigehege gelassen, dann sauber gemacht, Futter hingelegt und die beiden wieder rein gelassen. Die haben sich dann über ihr Futter her gemacht und dadurch für ein paar nette Fotos gesorgt.

Es ist inzwischen 14:00 und ich habe Hunger. Soll ich hier im Zoo etwas essen oder in der Stadt? Ich entscheide mich, in die Stadt zu fahren. Es ist ja nicht mehr weit. Da fällt mir ein, dass ich gleich an einer schon äußerlich interessanten Mall vorbei komme, in die ich bei meinem letzten Aufenthalt eigentlich schon einmal rein wollte und dann doch nicht drin war. Da kam sie auch schon in Sicht. Im Untergeschoss befindet sich wie immer in solchen Malls ein riesiger Rollerparkplatz. Von hier kommt man als erstes zum Food Center. Einen weiteren scheint es im 4. OG zu geben. Ich laufe zwei drei Mal unentschlossen an den Ständen vorbei und nehme dann eine recht dicke Suppe mit Nudeln, verquirltem Ei und Meeresfrüchten. Sie sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, schmeckt aber lecker.

Dann nehme ich den Aufzug ganz nach oben in den 6. Stock. Da werde ich aber gleich wieder zurück geschickt, weil der erst ab 16:00 öffnet. Hier befinden sich auch Lokale und anscheinend, was man vom Aufzug aus erkennen kann, eine schöne Terrasse zum draußen sitzen. Im 5ten Stock sind Kinos und in Fitness Studio. Im 4. dann wieder ein ganzes Stockwerk mit Restaurant. Hier wäre ich auch fündig geworden. Immerhin ruft mich ein Swensons zum Erdbeereisbecher. In den unteren Stockwerken dann eine Mischung aus Läden, überwiegend natürlich Mode. Einen Bücherladen finde ich allerdings auch, in dem ich einen neuen Stadtplan von Chiang Mai erstehe, nachdem meiner doch schon ein paar Jahre alt ist.
Bevor ich zum Abendessen aufgebrochen bin, habe ich an der Rezeption Bescheid gegeben, dass ich meine Pläne geändert habe und morgen bereits auschecke, anstatt wie geplant erst am Montag. Die Dame schaut in ihren Computer, meint „oh“, morgen schon, ok.“ Mal sehen, was ich berechnet bekomme. Unschlüssig, was ich heute zu Abend essen sollte, bin ich erst über den Nachtmarkt geschlendert, der mir früher größer vorkam. Irgendwie war nichts rechtes dabei. Dann bin ich in ein Thai Seafood Restaurant, das quasi zum Nachtmarkt dazu gehört, aber nicht zum Food Center. Hier habe ich mir ein ganz klassisch einfaches Thaisessen ausgesucht. Gebratener Reis mit Krebs. Wie die meisten Essen gibt es drei Größen hier im Lokal. Ich habe die mittlere Größe gewählt und war danach gut satt. Außerdem hat es lecker geschmeckt und war mit 129 B preislich so wie es sein sollte. Das große Chang war mit 80 B auch ok. Gestern bei Dukes wollten sie 130 B dafür.

Zum Abschluss dann wieder in die Bus Bar. Vermutlich das letzte Mal. Nach dem ersten Bier wollte ich gehen. Die Kellnerin, die mich meistens bedient hat, brachte schon die Rechnung, nachdem relativ lange nichts passiert und keine neue Band auf der Bühne aufgetaucht war, da kam prompt meine „Lieblingsband“ aus der Bus Bar. Also schickte ich sie weg um mir doch noch ein neues Bier zu holen. Dieses Mal habe ich gleich nach ein paar Songs 100 B für die fünfköpfige Band in die Tipp Box geworfen. Das ist mehr als üblich, aber ich denke, gute Musik sollte entsprechend honoriert werden und nachdem die Getränke hier so günstig sind, erfolgt das wohl tatsächlich in erster Linie über die Tipps. Wieder sind sie nach ihrem Auftritt ziemlich schnell verschwunden. Ich zahle auch und als ich um den Bus herum komme, sitzt die gesamte Truppe an einem Tisch und ist am Essen. Das ist die Gelegenheit, zu fragen ob sie noch wo anders spielen. Wie erwartet, spielen sie auch noch in der Boys Blues Bar und im Hard Rock Cafe. Leider spielen sie aber gar keine Thai Lieder sondern nur englische Musik.

© Stefan Böhm, 2020
Du bist hier : Startseite Asien Thailand Thailand-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach der anstrengenden Chinarundreise bin ich gute drei Monate später schon wieder unterwegs. Es geht wieder einmal nach Thailand, einem meiner Lieblingsländer. Ich werde mir zwar auch dieses Mal den einen oder anderen Tempel anschauen, aber der Schwerpunkt liegt auf der Erholung. 4 Wochen mit nicht all zu vielen Wechseln.
Details:
Aufbruch: 20.01.2018
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 18.02.2018
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Stefan Böhm berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors