Radl-Ferntour von Hamburg nach Feldolling

Deutschland-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni / Juli 2014  |  von Andreas Rohbogner

4.7.2014: von Augsburg nach Feldolling

Nach der Verabschiedung von Christoph gegen 7:45 Uhr verlief die Strecke zuerst entlang der B2 und B300 bis Friedberg und von dort über Ottmaring, Bachern, Asbach und Holzburg nach Eismannsberg. Kurz nach Ortsende eine Kleinod-Kapelle, an der ich schon während meiner Tour in 1990 eine Rast einlegte. Von dort weiter über Baindlkirch, Egenhofen, Unterschweinbach, Pischertshofen und Frauenberg nach Maisach.

Interessante Architektur: Bebauung über einen Bachlauf in der ausgedehnten Wohnanlage in der Nähe meiner privaten Unterkunft beim Neffen Christoph.

Interessante Architektur: Bebauung über einen Bachlauf in der ausgedehnten Wohnanlage in der Nähe meiner privaten Unterkunft beim Neffen Christoph.

Die schmucke Fassade vom "Hasen-Bräu" in Augsburg

Die schmucke Fassade vom "Hasen-Bräu" in Augsburg

Rückblick von Friedberg in Richtung Augsburg am Horizont.

Rückblick von Friedberg in Richtung Augsburg am Horizont.

Die Kapelle bei Eismannsberg lädt zur Rast ein.

Die Kapelle bei Eismannsberg lädt zur Rast ein.

Brotzeithalt mit dem Fahrrad wie vor 24 Jahren.

Brotzeithalt mit dem Fahrrad wie vor 24 Jahren.

Das mit Gittertüre versperrte Innere der Kapelle.

Das mit Gittertüre versperrte Innere der Kapelle.

Bei Frauenberg war der einzige Fernblick auf ein Stück "dunstiger Skyline" von München möglich, da es anschließend von dieser Anhöhe abwärts zur Münchner Schotterebene ging. Vom gleichen Standort in Richtung Süden die Gebirgskette, allerdings zu sehr im Dunst, so daß nur mit dem Auge die Umrisse zu erkennen waren. Ein Foto gibt es deshalb leider nicht.

Bei Frauenberg war der einzige Fernblick auf ein Stück "dunstiger Skyline" von München möglich, da es anschließend von dieser Anhöhe abwärts zur Münchner Schotterebene ging. Vom gleichen Standort in Richtung Süden die Gebirgskette, allerdings zu sehr im Dunst, so daß nur mit dem Auge die Umrisse zu erkennen waren. Ein Foto gibt es deshalb leider nicht.

Von Maisach ging's dann recht flott über Olching, Gröbenzell und Lochhausen zum Bahnhofsvorplatz von München-Pasing, wo ich mich mit Rosa, der Frau meines verstorbenen Firmpaten Theo, nach telefonischer Vorplanung traf. Da sie auf dem Weg zu einem Ausflug war, wäre die Zeit zu einem Besuch in ihrer Wohnung zu knapp gewesen - deshalb dieser spezielle Kurztreff. Vor sechs Jahren war ich ja mit dem Rad auf Heimreise von Paris am frühen Abend nach Pasing gekommen und hatte bei Rosa ein Quartier für die letzte Nacht nehmen können, das Radl auf dem Balkon "genächtigt".
Aber jetzt am frühen Nachmittag ging es wie damals weiter in Richtung Westen nach Schwabing zur Leopoldstraße etwas unterhalb der Münchner Freiheit.
Von dort rollte ich nach Süden und konnte mein spezielles Fotoziel schon früh genug anvisieren:

Das Siegestor

Ein in der Nähe stehender, nicht eiliger Passant wurde auch gleich als Fotograf dieses besonderen Moments engagiert, so daß die Weiterfahrt zügig vonstatten gehen konnte. Es waren ja noch ca. 40 km zu absolvieren, aber zeitlich, da es erst 15:00 war, keine besondere Eile geboten. Nur der Wetterlage vom Westen her wollte ich schon seit Pasing kein uneingeschränktes Vertrauen mehr schenken.
So ging es vor der Feldherrnhalle nach links durch den Hofgarten und anschließend über den Altstadtring, den Gasteig, Ramersdorf, Perlach und Neubiberg nach Ottobrunn, wo ich noch "bleifreien" Sekt für das später stattfindende Bergfest käuflich erwerben wollte. Aber Fehlanzeige, sowohl bei Getränkemärkten, Einzelhandelsgeschäften und einem großen Discounter war das gewünschte Getränk nicht erhältlich. Zu allem Überfluß wurde mir auch noch ein falscher Weg zum Discounter mit zusätzlich ca. zwei "gewonnenen" Umweg-Kilometern aufgehalst. Schließlich gab ich mich mit alkoholfreien Weißbier aus der Plastikflasche für später zufrieden Für ein andermal würde ich mir den "Stoff" vor der Abreise von zu Hause besorgen und in der Nähe des Bergfest-Ortes deponieren...
Ab Ottobrunn lief es dann recht locker an der St 2078 entlang, die trotz Freitag nachmittags relativ leergefegt war - aber sicherlich hatte das anstehende WM-Viertelfinale gegen Frankreich seinen Anteil daran. Mir war's recht !

Kurz vor Aying dann, nach tagelanger Heimatabstinenz, der Blick auf die heimische Bergkette mit Wendelstein, Breitenstein & Co. Da kommt schon so etwas wie ein gewisses "Rückenwindgefühl" auf !

Kurz vor Aying dann, nach tagelanger Heimatabstinenz, der Blick auf die heimische Bergkette mit Wendelstein, Breitenstein & Co. Da kommt schon so etwas wie ein gewisses "Rückenwindgefühl" auf !

Die Notlösung

Die Notlösung

"Bergfest" an der St 2078 zwischen Göggenhofen und Großhelfendorf. Im Hintergrund der höchste Punkt zwischen Feldolling und München, der als Grundlage für den Punkt des "Bergfests zwischen Tourstart und Dahoam" diente.

"Bergfest" an der St 2078 zwischen Göggenhofen und Großhelfendorf. Im Hintergrund der höchste Punkt zwischen Feldolling und München, der als Grundlage für den Punkt des "Bergfests zwischen Tourstart und Dahoam" diente.

So ging es von kleinen Gegenanstiegen mal abgesehen, abwärts zum Heimatort Feldolling, wo nach Ehrenrunde über den "Altstadtring", Rückmeldung bei der Familie des Bruders und Entgegennahme der begehrten sechs Weißwürste gegen 19:40 Uhr die eigene Haustüre wieder erreicht war. Die Weißwürste mussten sich ihres heißen Wasserbades allerdings noch kurz gedulden, da ich gleich noch im Feuerwehrhaus die spannenden letzten Minuten des erfolgreichen WM-Viertelfinales gegen Frankreich mitverfolgte. An dieser Stelle ein großer Dank des heimgekehrten Fernradlers an die anwesenden Fußball-Fans, daß sie mich trotz der spannenden Endphase gleich bemerkten und mit viel Beifall bedachten !

Das sechste und letzte "Opfer"

Das sechste und letzte "Opfer"

Letzter Fahrtag am 4.7. 2014: Augsburg - Feldolling

Der gesamte Streckenverlauf vom 26.6. - 4.7.2014:
In Grau bepunktete Orte dienen der Orientierung, die orangen sind die einzelnen Übernachtungsorte und in der blau geschriebenen Ortschaft mit grünen Stern bleib ich ganz einfach mal länger - da hab ich ein Abo...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach 24 Jahren mal wieder vom hohen Norden in die oberbayrische Heimat zurückgeradelt.
Details:
Aufbruch: 25.06.2014
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 04.07.2014
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Andreas Rohbogner berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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