Kurzreise an die Mosel

Reisezeit: April 2026  |  von Ralf Eber

Wanderung zur Burg Eltz

Zu Beginn der Wanderstrecke geht es relativ bequem am Elz-Bach entlang.

Zu Beginn der Wanderstrecke geht es relativ bequem am Elz-Bach entlang.

Der vorangegangene Regentag war vergessen. Nahe der Ringelsteiner Mühle ist das Tal noch weit.

Der vorangegangene Regentag war vergessen. Nahe der Ringelsteiner Mühle ist das Tal noch weit.

Im Unterlauf ist der Elz-Bach recht breit und mündet bei Moselkern, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, in die Mosel.

Im Unterlauf ist der Elz-Bach recht breit und mündet bei Moselkern, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, in die Mosel.

Für den nächsten Tag haben wir uns eine Wanderung zur Burg Eltz vorgenommen. Von Beginn der Sechzigerjahre bis 1995 wurde das Abbild der Burg auf dem Fünfhundertmark-Schein verwendet. Wir starten im kleinen Ort Moselkern an einem kleinen Café direkt an der Mosel und biegen bald ins Tal des Elz-Baches ein. Zuerst geht es relativ flach flußaufwärts, immer am Wasser entlang. Da haben wir unsere Wanderstöcke noch nicht vermisst, auf die wir optimistisch verzichtet hatten. Nachdem wir auf dem insgesamt rund fünf Kilometer langen Weg die Ringelsteiner Mühle passiert hatten wurde das Tal enger, der Weg steiler. Durch den Regen vom Vortag und durch kleinere Wasserläufe gestaltete sich der Weg an einigen Stellen doch sehr glatt und glitschig.

Bald lag der Bach weit unter uns, und noch immer war nichts von der Burg zu sehen. Bis dahin war die Beschilderung sehr ausführlich gewesen, aber etwa nach zwei Dritteln des Weges, an einer Wegkreuzung, fehlte jeder Hinweis. Die Wanderkarte lag da, wo auch die Stöcke waren, und so gab schließlich unsere Bequemlichkeit den Ausschlag, um den Pfad nach links bergab zu wählen. Goldrichtig, nach vielleicht zwanzig Minuten öffnete sich der Wald und gab den Blick frei auf die Burg, die vom Bach umflossen wurde. Zum Eingangstor gelangt man jedoch erst, wenn man zunächst dem Pfad hinab zum Bach folgt, um dann recht steil, auch über Treppen, nach oben zu gehen.

Die ganze Pracht der Anlage lässt sich von einem Fußweg aus bestaunen, wo wir, auf einem Felsen sitzend, unser Vesper genossen. Im Hinterkopf hatten wir doch schon den Gedanken an den Rückweg, über glatte Steine und durch schlammige Passagen. Einen bequemen Rückweg versprachen wir uns von einem Kleinbus, der in kurzen Abständen Besucher aufnahm, und von dem wir hofften, er bringe uns zurück zum Startpunkt in Moselkern. Der freundliche Fahrer aber wies uns darauf hin, dass er nur die Strecke bis zum unteren Burgparkplatz fährt. Nach Moselkern zurück gebe es keine Busverbindung. Am Endpunkt der Shuttleverbindung sei allerdings eine Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs, vielleicht kämen wir von dort ja weiter.

Also nahmen wir den Shuttle, und tatsächlich hatte die Buslinie 365 ihren Endhalt an diesem großen Autoparkplatz. Wie wir erfahren konnten, führte diese Linie über einige hübsche Eifeldörfer hinab ins Moseltal zum Bahnhof Hatzenport, nur eine Station von Moselkern entfernt. So kamen wir noch in den Genuss einer kleinen Eifelrundfahrt und erreichten den Bahnhof Hatzenport pünktlich zur Abfahrt der Bahn nach Moselkern. Bis auf den Shuttlebus waren alle Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dank der Gratis-Gästekarte kostenlos.

© Ralf Eber, 2026
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Moselgegend zwischen Zell und Cochem war das Ziel einer weiteren Kurzreise in die deutschen Weinanbaugebiete. In den vergangenen Jahren hatten wir die Anbaugebiete Baden, Franken und Mittelrhein besucht. Wein und Genuss standen natürlich im Vordergrund. Selbstverständlich sind alle Aussagen über Geschmack und Qualität völlig subjektiv.
Details:
Aufbruch: 11.04.2026
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 16.04.2026
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Ralf Eber berichtet seit 12 Wochen auf umdiewelt.
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