New York - New York

Reisezeit: Juli / August 2009  |  von Herbert S.

Ankommen in New York

Natürlich stehen wir wieder mal mit 4.30 Uhr zu früh auf. Um 6.00 Uhr haben wir gefrühstückt und müssen noch 30 min warten bis Christel uns abholt. In Welkenraedt steht schon ein Zug auf dem Bahnsteig, der es aber nicht sein kann. Kurz vor 7.20 Uhr wird er weggefahren. Der IC ist pünktlich und recht leer, wird aber bis Lüttich fast voll. Gegen 9.00 Uhr erreichen wir Brüssel-Nord und um 9.30 Uhr den Airport. Das Einchecken bei Delta erfolgt schon fast wie bei El Al: Paß- und Sicherheitscheck mit Befragung vor dem eigentlichen einchecken. Ulrike ist im System und erhält ihre Bordkarte sofort. Ich nicht, was immer das heißen mag, aber eine Kollegin findet mich doch noch. Der Abflug erfolgt recht pünktlich um 11.30 Uhr. Wie immer gibt es chicken oder pasta als Mittagstisch und kurz vor der Landung (es ist ja wieder Mittag) ein Stück Pizza aus dem Karton (fast food wie in jeder soap). Statt an Terminal 3 werden wir an Terminal 2 abgefertigt und mit Transferbus - der hat eine hebbare Personenplattform - zum Terminal 3 gebracht. Da wir als letzte in der Bus gekommen sind, können wir ihn als erste verlassen und sind demnach auch die ersten an der Einwanderungstelle, um Fingerabdrücke - inzwischen von allen fünf Fingern beider Hände - Fotos zu hinterlassen. Die AirTrain-Station Jamaica ist für uns besser, da die anschließende Metro (Linie E) nur zwei Blocks von unserem Hotel entfernt hält und wir nicht umsteigen müssen. Außerdem dauert die Fahrt nach Manhattan nur 60 min statt 75 min über Howard Beach mit Metro (Linie A). Die Tickets (5$ pro Person) für den AirTrain zieht man erst beim Aussteigen, da die Fahrt innerhalb des Flughafengeländes frei ist. Die anschließende Metrofahrt bezahlen wir noch mit Einzelticket (2,25$ pro Person, da die 'unlimited-ride-metro-card' zwar 7 Tage gilt, aber hier ist die Regelung so, dass sie bis 24.00 Uhr des 7. Tages gilt (und nicht 7 mal 24 Stunden).

Als wir dann gegen 15.30 Uhr aus der Metro kommen, regnet es und nur Ulrike hat einen Schirm. Ohne Sonnenorientierung geht es auch im Schachbrettmuster von Manhattan etwas schlechter. Doch wir finden das Wellington recht bald und kommen etwas benässt bei 28° C an. Das Einchecken geht völlig unproblematisch, die Buchung ist über HRS bereits komplett erledigt. Ich muß nur noch die Kreditkarte vorlegen und unterschreiben. Wir erhalten als HRS-Kunden ein upgegradetes Zimmer, d.h. größer mit Queensizedbett im 24. Stock mit schönem Ausblick nach Westen und auf die 7th av. Dann ist zunächst Auspacken angesagt. Aber da wir nur wenig Gepäck mithaben, ist das schnell erledigt und da es nicht mehr regnet machen wir einen Orientierungspaziergang um die 4 Ecken. Bei Chase ziehe ich am Automaten erst einmal neue Dollars, denn mit unseren Restbeständen von ca. 50 Dollar kommen wir bestimmt nicht weit. Auch wenn wir bereits 2 mal Mittagsessen hatten und es nach deutscher Zeit bereits nach Mitternacht ist, meldet sich der kleine Hunger. Wir entscheiden uns für Stage Deli (www.stagedeli.com - gibt es nach deren Angaben bereits seit 1929) und finden die Preise schockierend. Ein Bier 8,25 $ (16oz), ein Sandwich 16 $ - aber Ulrike findet das Angebot des Tages: half sandwich with salad für 13.95. Der Kellner empfiehlt Ulrike 'pastrami' - ich nehme 'corned beef'. Das Bier schmeckt trotz des Preises köstlich. Als die 'halben Sandwiches' kommen sind wir erschlagen.

Eine Scheibe Weißbrot - darauf ca. 10 cm pastrami bzw. corned beef - und zum Abschluß noch eine Scheibe Weißbrot. Wer kann dann wann ein ganzes Sandwich essen?!

Eine Scheibe Weißbrot - darauf ca. 10 cm pastrami bzw. corned beef - und zum Abschluß noch eine Scheibe Weißbrot. Wer kann dann wann ein ganzes Sandwich essen?!

Während des Essens fängt es wieder an zu regnen und als wir gehen wollen, schüttet es, so dass wir nicht einmal die 100 m zum Hotel laufen können. Die New Yorker stört das alles nicht, denn die meisten haben kurze Hosen und Flipflops an, so dass ein kleiner Schirm reicht. (Beine und Füße werden so bereits gewaschen!) Nach kurzem Warten wird es besser und wir können uns noch mit Wasser, Bier und Kaffeweißer fürs Zimmer (mit leerem Kühlschrank) versorgen. Auch hier sind die Preise happig: 6 kleine Wasser 9 $, 6 Dosen Bier 12$. Auf dem Zimmer kommt dann der nächste Schock: Wie alle Amerikaner schalten wir bei Betreten des Zimmers den Fernseher ein. im Weather-Channel gibt die 7 Tage-Vorschau an, dass es bis auf Samstag die ganze Zeit Thunderstorms geben soll. Na dann prost.!

© Herbert S., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unser Havanna-Ärger beschert uns nun doch noch eine Freude: Gutscheine von Air France und eine saftige Rückzahlung fürs 'downgraden' lassen uns (fast spontan) nach 18 Jahren wieder einen achttägigen Aufenthalt in Big Apple buchen. Diesmal wollen wir auch alternative Ziele anpeilen.
Details:
Aufbruch: 29.07.2009
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 06.08.2009
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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