Süd- u Zentralamerika bis Washington DC

Reisezeit: November 2009 - April 2010  |  von Arno und Margit Darnhofer

Unsere Reiseroute führt uns von Argentinien, einen ganz kleinen Teil von Brasilien nach Uruguay, wieder zurück nach Argentinien um dann vom Ende der Welt (Ushuaia) über die Anden Chile, Peru, Ecuador, Columbien, Panama, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Mexiko bis Washington DC

Buenos Aires - Iguazu

Reisebericht 2 - BA nach Iguazu

Buenos Aires - Rio Barana 2009_11_03 122 km
Zarate - El Palmer Nationalpark 2009_11_04 275 km
El Palmar - Santo Tome 2009_11_05 512 km
Santo Tome - Iguazu 2009_11_06 468 km
Gesamt: 1377 km
Arnos erster Weg am Dienstag führte ihn zu Herrn Weber um gemeinsam zum Hafen zu fahren. Dort begann wieder einmal das große Warten. Als er um 13.00 Uhr in unser Appartement zurück kam befürchtete ich schon, was ich dann hörte - noch kein Motorrad.
Arno konnte jedoch am Vormittag das Motorrad aus dem Container fahren und war beruhigt, dass Bike und Anhänger unbeschädigt waren. Um 14.00 Uhr wieder zum Hafen - das Bike abholen!!!!! Also packten wir die Tasche, alle Lebensmittel und machten uns um 14.00 Uhr - Herr Weber holte uns ab - wieder auf zum Hafen. Nach kurzem Warten begann der Spießroutenlauf von Neuem, aber es sollte nach 2 Std. so weit sein. Arno durfte in die Zollhalle um das Motorrad herauszufahren. Auf dem Parkplatz luden wir alles in den Anhänger ein und um 16.30 Uhr konnten wir ENDLICH Buenos Aires verlassen.

Während der Wartezeit im Hafen lernte Arno 2 Schweizer Paare (Jeannine und Stephan, Kerstin und Roman) kennen - sie haben ihre Autos per Container geschickt - welche das gleiche Schicksal wie wir hatten - ausharren, ausharren, ausharren - auch sie konnten jedoch am Dienstag den Hafen verlassen.

Wir (bzw. Arno) quälten uns am Dienstag während der Stoßzeit durch die Stadt, und fuhren noch 122 km auf einen Campingplatz am Rio Barana. 2 Hunde begrüßten uns sehr erfreut, da wir die einzigen Gäste waren. Arno ließ es sich nicht nehmen ein erfrischendes Bad im Rio Barana zu genießen (trotz meiner Bedenken) - ich hatte aufgrund der etwas bräunlichen Färbung die Dusche vorgezogen (obwohl es nur kaltes Wasser gab!!!!). Was für eine herrliche Nacht am Fluss, mit Millionen Gelsen, aber glücklich endlich unterwegs zu sein.

Mittwoch früh sortierten wir den Anhänger, da ja gestern am Hafen alles ohne System hineingeschmissen wurde - und eines habe ich in dieser kurzen Zeit schon gelernt, System ist ALLES!!! Am späten Vormittag begann unsere Reise gegen Norden auf der Routa 14 Richtung Colon mit dem Endziel Parka National El Palmar. Nach nur 5 km hatten wir die erste Polizeikontrolle - die 2 Schweizer Paare standen auch schon da!!!!! Wie wir am Abend erfuhren wurden Sie eine Stunde festgehalten und die Polizei wollte unbedingt 700 Pesos pro Paar kassieren. Da sich diese jedoch weigerten und mit der Touristenpolizei drohten, durften sie weiterfahren. Uns hat der Polizist nach Kontrolle unserer Papiere - welche er sowieso nicht verstand - weitergewunken. Nachdem sich die Tankuhr dem Ende zuneigte stellte mich Arno auf die erste Geduldsprobe. Er fuhr an 3 Tankstellen vorbei und machte keinerlei Anstalten zu tanken (der Reservekanister war zu diesem Zeitpunkt auch noch leer!!!!!!!) Auf meine etwas nervoises Fragen meinte er nur lapidar "kommt eh wieder eine" - mittlerweile war der Tank laut Anzeige trocken und außer einer Baustelle nach der anderen nichts in Sicht. Ich mittlerweile auf 500 (hab jedoch fast kein Wort gesagt) sah endlich die Erlösung kommen - eine Tankstelle - wir hatten noch ca. 5 km Sprit im Tank!!!!! Ich durfte mir danach eine Aufklärung von wegen gutem Kartenmaterial, Navi mit Aufzeichnung aller Tankstellen, Erfahrung, Moped kennen usw. anhören - gut, ich ging in den Tankstellenshop auf einen Cafe!!!!

Die Anfahrt vom Eingang des Nationalparks bis zum Campingplatz - ca. 12 km - war etwas heikel, da die Straße aus nassem feinen Sand bestand und eine sehr aufgeweichte Piste war. Dort um 15.30 Uhr angekommen konnten wir gerade noch unsere Plane aufspannen, bevor ein starker Regenschauer einsetzte. Dieser ist zwar nach ca. 1 Std. wieder vorbei, aber dafür hat er umso mehr Gatsch und Schlamm hinterlassen.

Das Lager wurde neben den 2 Schweizer Paaren aufgeschlagen - welche kurz vor uns angekommen waren. Wir verbrachten einen sehr lustigen Grillabend mit vielen Gästen - Wasserschweinen, Vögeln jeglicher Farbe und Art (so was Wunderschönes habe ich noch nie gesehen), und als es dann dunkel wurde gesellten sich auch noch Chinchillas - welche ihre unterirdischen Bauten am Campingplatz haben - dazu. Diese haben übrigens in der Nacht die Reste vom Grillen aus den ca. 1m hohen Mülleimern sehr lautstark - es dürfte sich dabei um freudengequieke gehandelt haben - herausgeholt.

Am Morgen packten wir alles zusammen und machten uns weiter auf den Weg in Richtung Iguazu. Nach nur ca. 30 km setzte Regen ein, welcher uns die nächsten 300 km begleitete. Das einzig vorteilhafte an der Situation - es war sehr warm dabei. Als der Regen endlich vorbei war, blies uns dafür der Wind fast von der Fahrbahn. Nach ca. 500 km unendlicher Weite, Orangenplantagen welche gerade abgeerntet werden, vielen vielen Kuh-, Schaf- und Pferdeherden - es ist einfach traumhaft - ich empfinde eine unsagbare Ruhe und Zufriedenheit wie ich sie schon lange nicht mehr so intensiv gespürt habe - haben wir beschlossen uns auf einer Tankstelle bei San Tome nach einem Campingplatz zu erkundigen. Da die Information negativ war, blieb uns nur der große Parkplatz hinter der Tankstelle zum Übernachte, welcher uns vom Pächter angeboten wurde. Den Abend haben wir im Tankstellen Cafe verbracht, wo ich die Fotos, das Haushaltsbuch und den Bericht der letzten Tage auf aktuellen Stand bringe. Die Temperatur am heutigen Tag ist von 15 Grad am Morgen auf 27 Grad am Abend gestiegen.

Nach einer Nacht mit Geräuschkulisse (LKW Motoren) beschlossen wir um 7.00 Uhr unser Zelt abzubrechen um bei herrlichem Sonnenschein und 25° in Richtung Iguazu aufzubrechen. Die Landschaft wird etwas hügeliger (von 5 m bis 520 m über dem Meeresspiegel) und sehr grün. Der Straßenverlauf geht bergauf und -ab auf einer sehr gut ausgebauten Bundesstraße. Bei unserem ersten Tankstopp werden auch Moped und Anhänger gewaschen, da der gestrige Regen ganz ordentliche Spuren hinterlassen hatte - unsere Goldwing sah aus wie ein "Gatschhupfer", da uns unser Weg auch durch sehr viele Straßenbaustellen führte. Nach ca. 450 km kommen wir gegen 15.30 Uhr auf dem Campingplatz in Iguazu an. In Windeseile wurde die Plane aufgestellt, da sich ein Regenschauer ansagte. Danach ging´s in den Ort Iguazu um die Wäsche zum Waschen zu bringen und ein paar Einkäufe zu erledigen. Bei einem guten Steak und einem Glas Rotwein ließen wir diesen Tag ausklingen.

Heute Samstag haben wir einen Ruhetag eingeplant - dieser wird durch tropische Gewittergüsse begleitet. Im Moment - es ist bei uns 13.00 Uhr - bahnt sich gerade die Sonne den Weg durch die Wolken und wir werden nun einen Spaziergang durch die Anlage zum Pool machen. In der Anlage gibt es so viele Bäume von denen ich noch nie gehört habe, unzählige Vogelarten zB. Wellensittiche, Nymphensittiche, usw. Wir haben seit der Früh so schöne Konzerte gehört, wie ich es mir niemals hätte vorstellen können.
Morgen ist der Besuch der Wasserfälle geplant.

Da der PC in diesem Internetcafe sehr schwach ist, werden beim naechsten Bericht mehr Fotos nachgereicht - sorry!!!

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 03.11.2009
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 23.04.2010
Reiseziele: Argentinien
Brasilien
Uruguay
Chile
Peru
Ecuador
Kolumbien
Panama
Mexiko
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Arno und Margit Darnhofer berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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