Kleine Europareise (CH, F, B)

Reisezeit: August 2009  |  von Freya S.

13. Tag Aqua Rondo und Adler

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt

Nun ging's also zum Aqua Rondo. Auf nach unten noch schnell Einkaufen (super leckrere Sauce als Grundlage für Fischsuppe), tanken und dann auf zum Treffpunkt. Wir wurden freundlich von zwei "Guids" empfangen, sonnengebräunt, gut gebaut und immer mit einem Lächeln auf den Lippen. Oh ja das sah doch schon mal gar nicht so schlecht aus. Auch die Neopren Anzüge passten besser. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt. Zum einen tauchte urplötzlich noch ein dritter Guide auf, etwas älter, dünn und wirkte als wäre er auf Drogen. Er sprang herum führte Selbstgespräche und wirkte relativ unzurechnungsfähig. Wir überlegten ob die Idee wirklich so gut gewesen war. Egal, wir mussten den dreien eine "kleine Ecke" hinterherfahren. Haben Sie jemals Einheimische in bergigen Gefilden fahren sehen??? Wenn ja können Sie sich vorstellen was für eine Mühe es mir bzw. uns (den anderen ging es auch nicht besser) bereitete dem Wagen zu folgen. War ich immer vorsichtig mit höchsten 50km/h die Serpentinen gefahren, schossen unsere Guids mit 70 km/h die Straße hoch, vor den Kurven wurde einmal kräftig gebremst und weiter ging's. Nach relativ kurzer Zeit (wir waren fast bei unserem Campingplatz) waren wir endlich angekommen. Wenigstens mussten wir nicht noch lange klettern. Die Gruppen wurden nun eingeteilt und raten Sie mal wen wir bekamen - richtig, den komischen ausgeflippten Typen.

Anscheinend waren nicht nur die Pferde hier merkwürdig...

Anscheinend waren nicht nur die Pferde hier merkwürdig...

Aqua Rondo

Er stellte sich als echter Glücksgriff heraus. Nicht nur das er gutes Englisch sprach, nein, er erzählte auch allerhand über die Tierwelt und die Geschichte des Verdons. Außer das er mir einen anderen Namen verpasste (Brigitte), da er meinen nicht aussprechen konnte verhielt er sich auch normal. Aber nun zum Aqua Rondo. Schon beim Canyoning hatten wir Respekt vor dem Fluss entwickelt, dass sollte sich nun aber noch steigern. Kaum in der Mitte des Flusses angekommen, riss es uns die Beine weg und wir rasten den fluss hinab, ohne Schwimmweste hätten wir Probleme bekommen (trotz langjähriger Schwimmpraxis im DLRG). Wir erklommen Felsen (ohne Seil und Sicherung), rutschten wieder Felsen hinab und tauchten (mit Weste!!!) unter einem durch. Zwischen durch rutschten wir kleinere Stromschnellen hinab. In den ruhigerenPhasen des Flusses sahen wir hoch über uns Adler kreisen. Nach gut 1 ½ h waren wir am Ende. Als wir aus dem Wasser stiegen merkten wir wie Kräfte zerrend die Tour gewesen war. Doch damit nicht genug wir mussten noch zurück laufen. Wir liefen durch den Trescaïre-Tunnel, bzw. durch sein Ende. Der Tunnel ist unbeleuchtet, feucht und 700m lang. Eigentlich hat jeder Guide eine Lampe mit, unser nicht. Wir taperten also durch einen Stockfinsteren Tunnel, während unser Betreuer uns munter erzählte, das der Tunnel ab und zu geflutet wird - wie überaus beruhigend. Natürlich kamen wir glücklich an.

Mein "erster" Adler

Mein "erster" Adler

Adler

Abends wollte ich noch mit meinem Rad etwas höher hinausfahren, meine Freundin blieb bei Bulli. Ich fuhr zu einer nahe gelegenen Plattform und sah den Adlern in der Abendsonne zu. Majestätisch flogen sie vor den Felsenwänden entlang und warfen lange Schatten an deren Wände. Ab und zu erklang ein Rufen von Ihnen. Ich stand bestimmt 1 h und sah den Tieren beim Fliegen zu.

Ganz schön Tief

Ganz schön Tief

© Freya S., 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine 1 Monatsreise mit einem VW Bus durch die Schweiz, Frankreich und Belgien. Mit vielen (kleinen) Katastrophen und ganz ganz viel Spaß und tollen Erlebnissen durch Regionen die ich nur jedem empfehlen kann
Details:
Aufbruch: 02.08.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 23.08.2009
Reiseziele: Schweiz
Frankreich
Der Autor
 
Freya S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.