Ostpreußen 2012 - Reise in die Vergangenheit und Gegenwart

Reisezeit: Mai 2012  |  von Elgin und Roland ME

20.05.2012 Große Stadtbesichtigung

* 20.05.2012
Heute wird eine große Stadtbesichtigung durch geführt. Zuerst geht es hinunter zum Bahnhof.
Nachdem wir diesen überquert haben, gelangen wir in die ehemalige Victoriastraße. Hier hat sich der frühere Victoriastift befunden. Heute scheint dieses Gebäude eine Außenstation des Krankenhauses zu sein.

Der Bahnhof von Insterburg

Der Bahnhof von Insterburg

ehemaliger Victoriastift in der ehemaligen Victoriastraße

ehemaliger Victoriastift in der ehemaligen Victoriastraße

Wir finden einen Weg, Trampelpfad, in die ehemalige Augustastraße und stehen vor einem großen heruntergekommenem Gebäude. Dieses können wir als die frühere Hebammenlehranstalt und spätere Geburtsklinik erkennen. Jetzt ist das gesamte Gelände um diese Klinik herum mit einem Zaun aus Stahlbeton vor ungewollten Einsichten umschlossen und dient den Luftstreitkräften als Kaserne. Das war ein ganz emotionaler Moment, da hier Mutti geboren wurde. Wir durften auch ein Foto vom Eingangsbereich machen, was uns der Wachsoldat genehmigte.

Eingangsbereich der Geburtsklinik

Eingangsbereich der Geburtsklinik

Blick über den Zaun

Blick über den Zaun

Das Gebäude zerfällt langsam

Das Gebäude zerfällt langsam

Danach sich wir wieder in Richtung Stadt gegangen, vorbei am alten Stadtpark, wo einem das Herz blutet, wenn man sieht, wie schlecht dieser in Ordnung gehalten wird. Das schlägt sich auch in der Erhaltung der beiden Teiche, dem Gawehnscher und Schloss Teich nieder. Hier schwimmt sehr viel Unrat an der Oberfläche, geschweige von dem Dreck unter Wasser und dem Unkraut an den Wegen.

Gawehnscher Teich im Stadtpark

Gawehnscher Teich im Stadtpark

Schlossteich nahe der Ruine der Ordensburg

Schlossteich nahe der Ruine der Ordensburg

Weiter ging der Fußmarsch in Richtung Georgenburg. Dabei konnten wir uns die Schlossruine ansehen. Es ist schon erstaunlich, wie sehr dort alles zerstört wurde. Danach konnten wir den ehemaligen Schlachthof sehen, heute eine Molkerei. Nun ging es noch 2,5 km entlang der Straße zur Georgenburg. Diese wurde während der Kämpfe um Insterburg schwer zerstört. Es stehen im eigentlichen nur noch die Außenmauern. An das Aufbauen hat bis heute noch keiner gedacht.

Ruine der Ordensburg von Insterburg

Ruine der Ordensburg von Insterburg

Gebäude vom ehemaligen Schlachthof an der Chaussee nach Georgenburg

Gebäude vom ehemaligen Schlachthof an der Chaussee nach Georgenburg

Brücke aus dem Jahr 1924

Brücke aus dem Jahr 1924

Ruine der Georgenburg. Das Dach wurde inzwischen neu eingedeckt.

Ruine der Georgenburg. Das Dach wurde inzwischen neu eingedeckt.

Um 05:45 Uhr sind die Zeiger der Uhr stehen geblieben.

Um 05:45 Uhr sind die Zeiger der Uhr stehen geblieben.

Wehrturm der Georgenburg als Ruine

Wehrturm der Georgenburg als Ruine

Genau neben der Georgenburg wurde in den letzten Jahren ein neues Gestüt erbaut. Dies wurde auch gleich mit einer hohen Mauer umzäunt, damit man keine Einsicht in das Innere bekommt.

Gestüt Georgenburg

Gestüt Georgenburg

Einblick in den Parkur

Einblick in den Parkur

Am Nachmittag haben wir noch ein paar Straßenzüge der Stadt besichtigt. Dabei kamen wir auch in die ehemalige Kasernenstraße, heute Uliza Gagarina. Dort stehen noch fast alle Gebäude. Diese sind von der Baltischen Flotte besetzt und in einem erstaunlich guten Zustand.
Damit ging für uns auch die Zeit in Insterburg zu Ende.

Haus der Wasserwirtschaft

Haus der Wasserwirtschaft

ehemaliges Kaserenengebäude

ehemaliges Kaserenengebäude

Kanaldeckel der "Stadtentwässerung Insterburg"

Kanaldeckel der "Stadtentwässerung Insterburg"

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine lange geplante Reise wurde endlich Wirklichkeit. Wir haben uns auf die Spuren der Vorfahren begeben und noch einige Relikte gefunden, obwohl wir keine erwartet hatten.
Details:
Aufbruch: 14.05.2012
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 24.05.2012
Reiseziele: Litauen
Russland / Russische Föderation
Polen
Der Autor
 
Elgin und Roland ME berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.