Renate's Weltreise

Reisezeit: November 2003 - Dezember 2005  |  von Renate Enghauser

Tibet: Die Zeit in Lhasa

Obwohl ich doch die meiste Zeit meines Tibetaufenthaltes in Lhasa verbracht habe, bin ich es nicht muede geworden. Auch wenn sehr viele Chinesen dort ansaessig sind und einen Grossteil des Geschaeftslebens innehaben, gibt es doch auch viele "Tibeter". Welche die hier wohnen und andere, die hierher pilgern.

Natuerlich praegt das Stadtleben die Leute und auch bei den Pilgern die betteln gibt es einige "Dauerbettler" die mit einem Cent von einem Touristen nicht mehr zufrieden sind. Doch ich wurde ueberwiegend mit den anderen konfrontiert oder wie ein Bekannter sagte: "Du siehst halt nur die Guten" - Vielleicht zieht er die anderen aber auch an

Blick auf den Potala

Blick auf den Potala

Etliche Male ging ich zu dem Potala und ein paarmal den Kora drumrum. Ich wurde die Bilder dort nicht leid, wenn das nicht ein Teil von Tibet ist...

Pilgerin bringt alles wieder auf Hochglanz

Pilgerin bringt alles wieder auf Hochglanz

In einem anderen Hauptziel der Pilger dem Jokhlar hatte ich jedoch einen "Tempelschock" Als ich fruehmorgens mit allen anderen reingelassen wurde rannte mich von hinten ein Pilger um, der waehrend er "Om ma ne be me hung" predigte mich mit seinen Ellbogen zur Seite stiess.

Auch nachmittags waren Massen von Leuten dort, die ruecksichtslos alte Leute umrempelten um in den begehrten Hauptraum zuerst zu kommen, der nur manchmal geoeffnet wird.

Als mich dann wiederholt ein anderer Pilger zur Seite stiess und mir auch noch mit voller Kraft auf den Fuss stand knuffte ich ihn empoert von hinten. Er hatte ploetzlich Zeit, drehte sich aergerlich um, um zu sehen wer das war. Ich konnte ihn aber nur boese ansehen, da ich ja der Sprache nicht maechtig bin. Zu seinem Glueck

Blick aus dem Jokhlar

Blick aus dem Jokhlar

Jokhlar von innen

Jokhlar von innen

Die Bettler spielen schon eine praegende Rolle hier. Hier wollte mir ein Junge seine Spielkuenste vorfuehren zum Stolz seiner Mutter im Hintergrund:

Pilger in Lhasa

Pilger in Lhasa

Pilgerin in Lhasa

Pilgerin in Lhasa

Seit ich in Asien bin, ueberrascht mich immer wieder wie viele Bauarbeiterinnen es gibt. An manchen Baustellen sieht man ueberhaupt keine Maenner:

Froehliche Bauarbeiterinnen

Froehliche Bauarbeiterinnen

Einmal "verlief" ich mich und kam in die Handwerkergegend. Als ich kurz stehen blieb um zuzusehen wurde mir sofort ein Stuhl angeboten und getan, als kaeme ich hier jeden Tag vorbei.

Kerzenschalen fuer den Tempel werden gefertigt

Kerzenschalen fuer den Tempel werden gefertigt

Maler beim Tempel renovieren

Maler beim Tempel renovieren

Auch im Jokhlar Tempel wurde im Takt zu den gesungenen Liedern alles plangeklopft. Es sieht nicht sehr effektiv aus aber nachdem ich das Endergebnis betastet habe dachte ich, so verkehrt kann es nicht sein, der Stein fuehlte sich an wie Marmor.

Ich kam gerade rechtzeitig, als die Arbeiterinnen sich eine Pause goennten und eine ihre Kolleginen mit "auskitzeln" strafen wollten:

Beim Arbeiten im Tempel

Beim Arbeiten im Tempel

Um ein Eindruck zu bekommen wie viele Menschen staendig den Kora um den Jokhlar gehen hier zwei Aufnahmen:

Pilger gehen den Kora

Pilger gehen den Kora

Koras werden immer im Uhrzeigersinn gegangen - bei den Menschenmaschen die in Tibet pilgern waere "Gegenverkehr" auch nicht klug

...auch Hunde oder Schafe duerfen schon mal mit

...auch Hunde oder Schafe duerfen schon mal mit

immer in die gleiche Richtung

immer in die gleiche Richtung

Hier versucht sich ein Kind in der Technik sich auf den Boden zu legen wie es alle Pilger praktizieren:

Erste Betversuche

Erste Betversuche

Natuerlich kennt man ausser Beten auch andere Welten: Ein haeufiges Bild ist, dass Menschen auf der Strasse spielen und wenn man am gleichen Platz mehrfach vorbeikommt hat man das Gefuehl, dass sie ohne Unterbrechung spielen:

Spieler

Spieler

Kartenspiele scheint es umsonst zu geben, bzw. ein Bekannter sagte es gibt Lokale, die zu den Getraenken umsonst Karten servieren, so kann man jeden Abend auf den Strassen etliche Karten sehen, die fast noch neu weggeschmissen werden:

"Wertlose" Karten

"Wertlose" Karten

Ich waere gerne mal in so ein Lokal gegangen aber keiner wusste wo es das gibt.

Mal was Sinnvolles

Mal was Sinnvolles

In Tibet herrscht ein Geruch vor: Jakbutter, Jakfleisch, Jakklamotten. Es werden aber auch viele Duftkraeuter verbrannt, Raeucherstaebchen angezuendet somit ist man immer von interessanten und meist wohlriechenden Dueftn umgeben. Der Jakgeruch ist nicht unangenehm nur eben ueberall unterschwellig.

Jakbutter wird fuer ALLES verwendet

Jakbutter wird fuer ALLES verwendet

Die Verkaeuferinnen sitzen den ganzen Tag an ihrem Stand um ihre Ware an den Mann/die Frau zu bringen:

Verkaeuferinnen

Verkaeuferinnen

Geht man so die Strassen entlang, kann einem manches Bild doch schon irritieren:

Zahnarzt in "Aktion"

Zahnarzt in "Aktion"

Ich musste zweimal durchgehen bis ich mich traute ein Bild von dem armen Patientn zu machen.

Was auch kein seltenes Bild ist sind alte, schwerarbeitende Leute. Ehrlich, ich weiss nicht ob ich die Kiste lange tragen koennte:

Schwere Last

Schwere Last

Wer auf Kundschaft wartet kann schon mal muede drueber werden, vielleicht hat er ja auch das Falsche seiner Heilkraeuter eingenommen:

Nur ein Viertelstuendchen

Nur ein Viertelstuendchen

Und der Zwerg scheint sich auch schon auf eine Verkaeuferlaufbahn einzustellen, trotz dass ihm die Knie staendig eingeknickt sind, hat er sich nicht geruehrt:

Ein bequemes Plaetzchen zum Ausruhen

Ein bequemes Plaetzchen zum Ausruhen

Obwohl sonst kein Fruehaufsteher hat es sich doch immer wieder gelohnt die besondere Stimmung vor dem Tempel mitzubekommen:

Morgenstimmung...

Morgenstimmung...

...vor dem Jokhlar

...vor dem Jokhlar

Ein Raum voller Kerzen vor dem Tempel

Ein Raum voller Kerzen vor dem Tempel

Ist es jetzt nachvollziehbar, dass es in Lhasa nicht langweilig wurde?

© Renate Enghauser, 2003
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich starte in Thailand und dann sehen wir weiter...
Details:
Aufbruch: 21.11.2003
Dauer: 25 Monate
Heimkehr: Dezember 2005
Reiseziele: Thailand
Myanmar
Indonesien
Tibet
Indien
Der Autor
 
Renate Enghauser berichtet seit 21 Jahren auf umdiewelt.
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