Heidschnucken und Backsteingotik

Reisezeit: September 2012  |  von Herbert S.

Lüneburger Salzmuseum

Die Hansestadt Lüneburg ist reich geworden durch das Salz, das sogenannte weiße Gold, das unter der Lüneburger Altstadt lagert.
Im Jahr 956 wird die Saline erstmalig urkundlich erwähnt. 1980, nach über 1000 Jahren Betrieb, wurde sie geschlossen.

Steinsalzblock von ca. 1,50 Durchmesser

Steinsalzblock von ca. 1,50 Durchmesser

Die alten Salinengelände und Produktionsanlagen bildeten die Grundlage des Deutschen Salzmuseums.

Salzhandelsrouten von Lüneburg

Salzhandelsrouten von Lüneburg

Bis in die Neuzeit hinein war Salz für die Vorratshaltung unentbehrlich. Die aus Lüneburgs Untergrund geförderte Sole wurde in bleiernen Pfannen gesiedet; übrig blieb ein besonders feines und begehrtes Kochsalz: das "weiße Gold" der Hansestadt.

Die Salzsiedung erfolgte in der Oberpfanne. Schon bei Temperaturen ab ca. 70 Grad Celsius begann die Sole zu verdampfen.
An der Sole-Oberfläche bildeten sich SalzkristaUe. Diese vereinigten sich zu größeren Einheiten und sanken auf den Pfannenboden. Motorbetriebene Raker trugen sie am Ende der Siedepfanne auf ein Förderbandsystem aus. Anschließend wurde das Salz getrocknet und auf großen Satzhalden im Salzmagazin gelagert.

Die Salzsiedung erfolgte in der Oberpfanne. Schon bei Temperaturen ab ca. 70 Grad Celsius begann die Sole zu verdampfen.
An der Sole-Oberfläche bildeten sich SalzkristaUe. Diese vereinigten sich zu größeren Einheiten und sanken auf den Pfannenboden. Motorbetriebene Raker trugen sie am Ende der Siedepfanne auf ein Förderbandsystem aus. Anschließend wurde das Salz getrocknet und auf großen Satzhalden im Salzmagazin gelagert.

Man erfährt im Salzmuseum aber nicht nur etwas über die Gewinnung des Lüneburger weißen Goldes, sondern nostalgische Verpackungen aus dem früheren Alltag bilden eine schöne Ergänzung.

Salztöpfe und Verpackungen

Salztöpfe und Verpackungen

Im Außenbereich lassen sich noch weitere Details anschauen.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Salzwasser über offene Wasserleitungen aus Baumstämmen über das Salinengelände geleitet.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde das Salzwasser über offene Wasserleitungen aus Baumstämmen über das Salinengelände geleitet.

Danach wurden geschlossene Rohrleitungen benutzt, um die Sole vom Salzbrunnen zu den Siedehäusern, wo es zu Salz verkocht wurde, zu pumpen. Für die geschlossenen Leitungen wurden Baumstämme mit Löffelbohrern ausgehöhlt.

Danach wurden geschlossene Rohrleitungen benutzt, um die Sole vom Salzbrunnen zu den Siedehäusern, wo es zu Salz verkocht wurde, zu pumpen. Für die geschlossenen Leitungen wurden Baumstämme mit Löffelbohrern ausgehöhlt.

ebenfalls aus Holz wurde über längere Strecken ein Pumpgestänge genutzt.

ebenfalls aus Holz wurde über längere Strecken ein Pumpgestänge genutzt.

Abtransport zuletzt auf Schienen

Abtransport zuletzt auf Schienen

Noch ein weiteres mal kommen wir nach Lüneburg einige Tage später, da wir am Stintmarkt ein kleines Thairestaurant entdeckt haben, das gute Kritiken hatte und wir beuchen wollten.

im Thairestaurant Buddha

im Thairestaurant Buddha

© Herbert S., 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Das schöne Wetter nutzend machen wir uns auf in die Lüneburger Heide zum Wandern und besuchen die Städte Lüneburg und Uelzen
Details:
Aufbruch: 01.09.2012
Dauer: 9 Tage
Heimkehr: 09.09.2012
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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