Lofoten 2013

Reisezeit: Juni / Juli 2013  |  von Claudia Kokkot-Würthele

Vierter Tag Richtung Lofoten/Laksfossen

Früh aufgestanden, der Grund wie schon beschrieben, das ich noch nicht zur Ruhe komme, aber auch es scheint die schöneste Sonne..! mit dem Hund gegangen... versucht die Zeit rauszuschieben, damit mein Mann noch schlafen kann, fange ich aber dann doch an herumzuwurschteln und Frühstück zu machen.. ich habe Hunger!!!!
Also raus aus der Koje heißt es dann auch für Michael, der gähnend am Frühstückstisch sitzt, die ständige Fahrerei strengt schon an, leider bin ich seit 10 Jahren keine Gangschaltung mehr gefahren, so dass ich mich noch nicht traue, aber Lust hätte ich schon auch mal zu fahren.
Nach dem Frühstück nochmal schnell Bilder gemacht damit wir das Nord-Norge Tor nochmal in Sonne haben. Dann geht es los. Nach dem wir jetzt drei Tage an unspektakulärer Landschaft vorbei gefahren sind, ändert sich das nach dem Nord Norge Tor schlagartig. Jetzt kommt wieder die Landschaft, die wir letztes Jahr so geliebt haben und die wir in den letzten Tagen vermisst haben.
Wunderschöne Fjorde und Berge, herrliches Wetter, tja und die Strasse geht auch schön breit, so dass ich mich entschließe mal zu probieren, ob es so mit dem Fahren klappt. Auf einem Parkplatz übe ich und dann fahre ich los... ganze 45 KM!!!! dann wird die Strasse so eng, dass ich mich nicht mehr weiter traue, ich will ja hier kein Unfall bauen..mitten in der Pampa! Also der Wille hat gezählt! Es waren die einzigen Km im Urlaub, so viel sei vorweg gesagt
Mein Mann fährt dann doch das Womo sicherer, aber auf Autobahn und breiten Strassen werde ich in Zukunft auch mal fahren.
Dann ging es Richtung Laksfossen. Angekommen, hören wir schon das donnernde Geräusch des Wassers. Hammer! was da für Wassermassen runterkommen. Grandios und absolut beeindruckt stehen wir da und schauen nur zu..

Viele Touristenbusse halten und wir machen uns weiter Richtung Svartiesen Gletscher. Ehe wir den gefunden haben dauerte es ein bisschen eine schmale Strasse führt zu einem See. Dort fährt alle zwei Stunden ein Boot zum Gletscher. Wir sind um ein Uhr da und erfahren das um zwei noch ein Boot fährt. Dann haben wir 1 1/2 Stunden Zeit und das letzte Boot fährt um vier Uhr zurück. Ansonsten gibt es einen 11 km lagen Weg zu Fuss zurück. Leute ich kann euch sagen... bitte macht niemals diese Tour in dieser verrückt kurzen Zeit! Wir haben uns noch verlaufen, der Weg zum Gletscher ist eher ein Klettersteig, und das mit Hund und in einem Eiltempo, weil wir ja das letzte Boot zurück nehmen müssen!!! Zwischendrin gebe ich auf, ich kann nicht mehr, ich habe die Nase gestrichen voll, aber mein Mann ermutigt mich die letzten Meter noch zu gehen ach was sage ich gehen... klettern! also wir kommen an machen in 5 Minuten die Bilder und kehren schnurstracks wieder um. Ich bin das nicht geübt uns überholt ein Pärchen.. ich denke wie machen die das??? die waren noch bis zum Eis gelaufen! das war noch ein Stück weiter! Ich verzweifel immer mehr. Mein Mann verläuft sich, wir sehen das Boot weit unten am Fjord, aber wir finden den Weg nicht!!! Dann kommt uns ein Mann entgegen, er kommt vom Boot und hat gesehen das wir uns verlaufen haben. Er holt uns ab und GOTT SEI DANK! schaffen wir das Boot! Bzw die Leute im Boot warten auf uns! Ich weiß nicht was ich gemacht hätte, ich hätte nicht mehr 11 km geschafft.. ich hätte mich heulend hingesetzt, ich war fix und alle. Diese Tour muss man morgens machen und sich auf jeden Fall Proviant einstecken. Wasser in jedem Falle und dann in Ruhe diese Tour starten und geniessen! Das war nicht lustig. Im Boot auf dem Weg zurück unterhalten wir uns mit dem netten Pärchen, die uns geholfen haben, sie waren Deutsche, das heißt sie war Polin und er Deutscher, die nach Schweden ausgewandert sind. Total nette Leute. Schade das sie auf dem Rückweg waren. Mit denen hätten wir abends mal gern zusammen gesessen. Sie nennen uns noch einen schönen Campingplatz auf den Lofoten. Dann fahren wir weiter und wollen uns irgendwo ein Platz suchen. Wir fahren noch ein ganzes Stück bis wir so 150 km vor dem Polarkreis. Dann finden wir einen Campingplatz.. ich weiß leider nicht mehr wie er hieß, hätte ihn aber auch nicht empfohlen sehr unfreundlich. Und ein riesen Platz, total unpersönlich.
Michael ist so fertig, das er nicht mal was zum Abendbrot isst. Er ist nur alle und will ins Bett. also den Tag vergesse ich nie.. so ein Stress und das im Urlaub! Wir sind beide echt alle und auch genervt. Jetzt hilft nur noch schlafen. Ich lese noch bin völlig überdreht und dann schlafe auch ich ein.

Kein Mensch auf der Strasse.. so schönes Wetter!

Kein Mensch auf der Strasse.. so schönes Wetter!

jetzt beginnt die schöne Landschaft, ein irre Grün!

jetzt beginnt die schöne Landschaft, ein irre Grün!

Laksfossen

Laksfossen

Da muss man inne halten...

Da muss man inne halten...

und immer wieder schöne Landschaften...

und immer wieder schöne Landschaften...

Auf dem Rückweg wollen wir hier halt machen... leider kommen wir hier nicht mehr hin..

Auf dem Rückweg wollen wir hier halt machen... leider kommen wir hier nicht mehr hin..

mit dem Boot zum Gletscher

mit dem Boot zum Gletscher

Ist schon gewaltig, aber genießen konnten wir den Anblick nicht

Ist schon gewaltig, aber genießen konnten wir den Anblick nicht

Das Eis ist schon toll anzusehen

Das Eis ist schon toll anzusehen

Das Lächeln etwas gequält)

Das Lächeln etwas gequält)

Auch der Hund war alle...

Auch der Hund war alle...

Michael ist im Sitzen abends eingeschlafen.. wir beschließen es ab morgen ruhiger angehen zu lassen...

Michael ist im Sitzen abends eingeschlafen.. wir beschließen es ab morgen ruhiger angehen zu lassen...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Da uns Norwegen 2012 so gut gefallen hat, wollen wir es nun bis zu den Lofoten wagen. Reisedauer 23 Tage. Ich hatte viele Reiseberichte über die Lofoten gelesen und nun waren wir an der Reihe! Eines sei vorweg gesagt: Erholung war es diesmal nicht, aber sehr eindrucksvoll! Die Lofoten sind doch sehr weit, man unterschätzt das gerne, da man auch nur ca 80 km/h fahren kann, eher weniger... Aber ich muss irgendwann noch einmal in Ruhe dorthin. 4 Wochen sollte man dann aber schon einplanen.
Details:
Aufbruch: 13.06.2013
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 05.07.2013
Reiseziele: Norwegen
Der Autor
 
Claudia Kokkot-Würthele berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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