Extremadura - unbekanntes Spanien

Reisezeit: Mai 2015  |  von Wolfgang Dreesbach

Die Extremadura ist eine relativ unbekannte, aber historisch und landschaftlich interessante Gegend im Südwesten Spaniens - und daher im Frühjahr ein lockendes und lohnendes Ziel....

1.-2. Tag: von Madrid bis Hervas

04.05.2015

Fahrt nach Düsseldorf/Ratingen. Dort Übernachtung wir im Relaxa Hotel City, wo wir während des Urlaubs unser Auto in der Tiefgarage lassen können. Praktisch! Kosten incl. Übernachtung, Flughafentransfer per Taxi und 14 Tage Parken: 119,00 €


Unsere Route:
Von Madrid aus erst nach Westen über Avila nach Plasencia, dann südlich über Trujillo, Cáceres, Mérida und bis fast an die portugisische Grenze nach Badajoz. Weiter über Zafra bis Cordoba, dann wieder nach Norden über Guadalupe und Toledo zurück nach Madrid.

05.05.2015
Ganz entspanntes Einchecken, Flug mit Air Berlin (viel Beinfreiheit), Übernahme des vorbestellten PKW bei Avis (dauert ein wenig), raus aus der Tiefgarage und Einstellen des Navis auf unser erstes Ziel: Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial (Schloss- und Klosteranlage aus dem 16. Jhdt.).
Über eine gut ausgebaute Straße mit wenig Verkehr gelangen wir problemlos dorthin und beginnen schon zwei Stunden nach der Landung unsere Besichtigung.
Auf dem Großen Hof vor dem Gebäude tobte eine Menge Kinder. Es war Pause in der Schule, die in einem Teil des El Escorial untergebracht ist. Besonders beeindruckt bei unserem Rundgang haben uns die Bibliothek und der Treppenabgang zum Mausoleum. Dunkel, fast mystisch gehalten in schwarzem und braunem Marmor geht es steil in die Tiefe.
Von den Gartenanlagen aus hat man einen tollen Blick auf die umliegenden Berge mit den letzten Schneeflecken.

Weiter geht es nach Avila (1100 m ü NN) mit seiner beeindruckenden Stadtmauer. Uns fallen die schönen alten Kirchen aus leuchtendem Sandstein (Basilika de San Vicente u. Eglesia de San Pedro) besonders ins Auge.
Unser Quartier in einem alten Palacio liegt direkt neben der Kathedrale – mit einem brütenden Storch oben auf.

06.05.2015
Zum Frühstück in einer Bar: Tostada, Frischkäse, Olivenöl, Tomate, O-Saft, Kaffee – und das alles für 4,20 €.
Unser heutiges Ziel: Hervás
In Béjar kurzer Besuch im Supermarkt fürs Mittagessen und dann geht es in die Berge, vorbei an extrem blühenden Hängen. Ginster, Schopflavendel und teilweise auch Mohn überbieten sich gegenseitig. Bis nach La Alberca (180 km) mit seiner ganz besonderen Architektur. Eng stehen die alten, inzwischen wieder gepflegten, Fachwerkhäuser beieinander. Der schöne Ort lädt uns zu einer Mittagpause bei einem alten Obstgarten ein. Es gibt Brot, leckeren Schinken und einen herzhaften Käse. 22°C
Zurück Richtung Sotoserrano (Der Name verrät – Schinken aller Orten), südlich nach La Pesga und entlang einem weitverzweigten Stausee. Die Berghänge stehen voller alter Olivenbäume. Ein schönes Bild. Weiter nach Hervás, wo noch ein Rundgang angeschlossen wird. Zum Abendessen entscheiden wir uns für eine kleine Bar, in der ein offenes Feuer brennt. Hier laufen schon zwei TV-Geräte an gegenüberliegenden Wänden. Heute ist Fußballspiel Real Madrid-Bayern München. Alle (wenige) Gäste können also das Spiel verfolgen. Darunter auch eine Gruppe älterer Herren, die bei Bier und Wein lautstarke Kommentare abgeben. Eine herrliche Athmosphäre. Vor dem Feuer wird dann unser 750g-Rinderkotelett gegrillt. Vorher gibt es ein kühles Bier, Tappas, Salat, eine gebratene Chorizo, danach einen Weinbrand und Kaffee. Ein schöner Abend.
Unser Hotel ist sehr gemütlich, vor dem Zimmer eine große Terrasse mit Blick über den Garten auf die Berge.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 05.05.2015
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 19.05.2015
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Wolfgang Dreesbach berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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