Faszination Peru

Reisezeit: August / September 2016  |  von Beatrice Feldbauer

Machu Picchu

Heute steht der bisherige Höhepunkt auf dem Programm, auch wenn es bisher schon einige Höhepunkt gab. Machu Picchu ist der wichtigste Touristenmagnet Südamerikas, Ziel tausender von Weltenbummlern, Reisenden, Abenteurern. Nach dem Frühstück geht es los. Cesar holt uns ab. Das heisst, ich mache eine persönliche langsamere Tour und freue mich, dass Annemarie mich begleitet. Immerhin ist es mein fünfter Besuch hier und auch wenn ein Guide immer wieder viel Neues erzählt, möchte ich den alten Berg heute in meinem Tempo erobern.

Also starten wir eine Stunde später als die Gruppe und nehmen einen der Busse die hier nonstop die Serpentinenstrasse hinauf zum Eingang fahren.

Nach der Eingangskontrolle steigen wir die Treppe hinauf, die uns zum ersten Aussichtspunkt bringt. Hier, wo die erste Foto entstand, die im National Geografic veröffentlicht wurde und gleich das Interesse der ganzen Welt an dieser Inkastätte weckte.

Im Gegensatz zur Gruppe, die eine Stunde vor uns unterwegs war und die Aussicht noch wolkenverhangen fand, ist bei uns der Ausblick klar und sonnendurchflutet.

Annemarie

Annemarie

Pia - Foto: Bruno

Pia - Foto: Bruno

Der Blick ins tiefe Tal - Foto: Bruno

Der Blick ins tiefe Tal - Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

‘Oh my god, wow, wonderful, spectacular’ hört man rundum. Ich für meinen Teil muss hier erst einmal zünftig durchatmen. Doch dann machen auch wir das obligate Foto mit dem weltbekannten Hintergrund. Und dann spazieren wir durch die ganze Anlage. Durch das Stadttor hinein in die Stadt zum Tempel der drei Fenster und weiter bis ganz hinauf zum Altar, der als Kraftort gilt. Es ist ein grosser geschliffener Stein, der zur Messung und Bestimmung von Himmelsbildern gedient hat.

Der astronomische Stein auf dem höchsten Punkt der Anlage gilt als Kraftort

Der astronomische Stein auf dem höchsten Punkt der Anlage gilt als Kraftort

Später setzen wir uns in den Schatten auf eine der beiden einzigen Sitz-Bänke, die in der ganzen Anlage existieren. Mir fällt auf, dass viele Bereiche nicht mehr zugänglich sind und es vielerorts Einbahnwege gibt. Wenn man in die falsche Richtung läuft, wird man von einem Parkwächter zurückgepfiffen.

Ebenfalls wenn man einen Schritt in einen abgesperrten Bereich setzt, weil man da eine Foto machen möchte. Die Wächter sind mit ihren Augen überall.

Einige sind zwar mit Ausbesserungen beschäftigt, oder sogar mit einer Zahnbürste dabei, die Mauern zu säubern. Was er da genau mache, will ich von einem wissen. Er gibt bereitwillig Auskunft und er erklärt, dass die Steine von Flechten und Pilzen gereinigt werden müssen. Mir scheint, dass das eine endlose Prozedur sein wird.

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Der Tempel des Condors

Der Tempel des Condors

Wir gehen weiter und kommen zwischen den Wohnhäusern zum Tempel des Condors. Für den Bau der Tempel wurden ganz besonders fein bearbeitete Steine verwendet, so kann man sofort erkennen, welches die wichtigen Gebäude sind. Die Mauern sind mit grossen Steinquadern gebaut, deren Oberfläche glatt poliert ist. Auf unserem Gang durch die Anlage kann ich wieder einmal kaum aufhören, zu fotografieren. Jeder Ausblick ist ein Fotosujet, jeder Mauer voller Geschichten, eine Komposition fürs Auge.

Nach dem Tempel werden wir automatisch auf einen neuen Ausgang hingeleitet. Hier stehen ganz viele Parkwächter. Sie scheinen offensichtlich etwas zu feiern, schiessen Fotos, trinken Pisco und ich frage einen, was es denn zu feiern gibt. ‚Der neue Ausgang wurde soeben eröffnet‘, erklärt er mir. ‚Vor fünf Minuten wurde das Band zerschnitten‘. Ja jetzt ist mir klar, was die Fernsehkamera soll, die uns entgegen gekommen ist und die Drohne, die über dem Eingang schwebte, als wir ankamen. ‚Der neue Ausgang soll helfen, das Gedränge beim Eingang zu bewältigen. Mit 4000 Besuchern am Tag braucht es einfach mehr Organisation‘, erklärt er mir weiter.

Im kleinen Restaurant beim Eingang entdecken wir unsere Gruppe und erfahren, dass Susann, Victor und René mit zu den ersten gehörten, die durch den neuen Ausgang kamen. Ja Cesar hat sogar einen kleinen Teil des Bandes eingesteckt und sich zum Feiern mit Pisco angestellt.

Auch das Restaurant ist neu organisiert und die Tische und Stühle sind bequemer. Nach einem kleinen Imbiss will ich noch einmal hinein, noch einmal die spezielle Atmosphäre der Anlage aufnehmen. Auch andere gehen noch einmal hinein, während andere den nächsten Bus zurück nach Aguas Calientes nehmen. Bruno und Silvana sind noch nicht zurück, sie sind nach der Tour auf den Weg zum Sonnentor gestartet.

auf dem Weg zum Sonnentor - Foto: Bruno

auf dem Weg zum Sonnentor - Foto: Bruno

Beim Sonnentor - Foto: Bruno

Beim Sonnentor - Foto: Bruno

Blick auf die Serpentinenstrasse über die die Anlage von Aguas Calientes aus erreicht wird. - Foto: Bruno

Blick auf die Serpentinenstrasse über die die Anlage von Aguas Calientes aus erreicht wird. - Foto: Bruno

eine eindrückliche Vegetation - Foto: Bruno

eine eindrückliche Vegetation - Foto: Bruno

Die Inkabrücke - Foto: Bruno

Die Inkabrücke - Foto: Bruno

Ganz oben beim Wärterhäuschen setze ich mich hin und richte meine Kamera auf Reihenbilder ein. Fotografieren für Faule. Die Kamera schiesst innerhalb von einer guten Stunde 200 Fotos während ich nur daneben bleiben muss, damit sie nicht wegkommt. Annamarie geniesst unterdessen ein Sonnenbad, denn die Sonne scheint heiss vom Himmel.

Der Tag gehört ganz Machu Picchu. Zurück ins Dorf kommt jeder individuell mit einem der Busse, die den ganzen Tag auf und ab fahren.

Fotografieren für Faule

Fotografieren für Faule

Annemarie

Annemarie

Foto: Bruno

Foto: Bruno

Den späteren Nachmittag verbringe ich in einem Restaurant ganz in der Nähe des Hotels. Ich nutze das WiFi, weil es im Hotel nur schlecht funktioniert. Vor dem Eingang fährt gelegentlich mit lauten Getöse ein Zug vorbei. Was für ein pittoresker Ort, dieses Aguas Calientes. Es liegt auf 2000 m und eigentlich ist es nur eine Ansammlung von Hotels, Restaurants und Shops, die planlos und völlig stillos in- und aufeinander gebaut wurden. Mittendurch fährt gelegentlich ein Zug. Und der Bach, der mit lautem Rauschen hinter dem Hotel durchfliesst heisst Orobambu, wird später zum Ucayali und bildet zusammen mit dem Maranon in der Nähe der Dschungellode der ersten Tage, den Amazonas. Auf dem Hauptplatz gibt es eine Statue mit einem Inkaherrscher und abends erstrahlt die Stadt im Licht von tausend farbigen Lämpchen die die Besucher in die Restaurants locken sollen. Und davor stehen Animateure und versuchen das gleiche.

Beim Nachtessen, schwärmt die ganze Gruppe vom fantastischen Tag, vom tollen Wetter, der einmaligen Atmosphäre dieses speziellen Tages. Wir schliessen ihn ab, im Indio Feliz, dem glücklichen Indianer.

Aguas Calientes, ein sehr spezieller Ort, der sich laufend verändert

Aguas Calientes, ein sehr spezieller Ort, der sich laufend verändert

Direkt vor dem Restaurant, in das ich mich zurück gezogen habe, fährt der Zug vorbei mit lautem Gekreische...

Direkt vor dem Restaurant, in das ich mich zurück gezogen habe, fährt der Zug vorbei mit lautem Gekreische...

... dann ist es wieder ruhig

... dann ist es wieder ruhig

Der Inkaherrscher auf dem Hauptplatz

Der Inkaherrscher auf dem Hauptplatz

Im Indio Feliz

Im Indio Feliz

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Noch einmal durch dieses fantastische Land reisen. Für mich wird es die letzte Reise durch dieses farbige Land sein, für meine Begleiter die erste Reise. Im Moment sind wir in den letzten Vorbereitungen, Koffer packen, Geld und Pass bereit legen, Reisefieber kühlen. Bald geht's los...
Details:
Aufbruch: 22.08.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 10.09.2016
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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