China und Luzon 2017

Reisezeit: August - Oktober 2017  |  von Stefan Böhm

30./31.08. Anreise

Endlich geht es wieder los. Wie immer beginne ich zeitig mit Packen, die Sachen liegen ja schon weitgehend bereit, und Ende dann doch im Stress. Den Bus um 13:33 erwische ich aber gut um dann nach 8 Minuten schweißgebadet am Bahnhof anzukommen. Wie habe schönstes Hochsommerwetter und offensichtlich keine Klimaanlage im Bus.
Der Zug ist mit 5 Minuten Verspätung fast schon pünktlich und auch den Anschlusszug in Mannheim bekomme ich. Sonst wäre ich bis Frankfurt HBF sitzen geben und mit dem Regionalzug zurück. So bin ich bereits gut 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen. Lufthansa hat bereits kurz nach den Zuggleisen auf dem Weg zum Terminal eine kleine Check-in-Halle. Die steuere ich an und bin der erste Gast der einchecken will. Mir folgen dann noch einige andere. Es dauert kurz weil die Schalter eben erst öffnen. Nur der Business Schalter war schon geöffnet. Während die Dame mich eincheckt schickt der Kollege am Business Schalter die Leute wieder weg, damit sie sich am Automat einchecken und dann bei ihm nur noch das Gepäck aufgeben. Bei mir muss die Visumnummer mit eingegeben werden so dass ich ganz froh bin, dass ich nicht zum Automat muss. Ich wüsste nicht, dass ich da irgendwo eine Visumnummer eingeben könnte.
Dann habe ich Terminal 1 abgeklappert weil ich sehen wollte, wo ich nächstes Jahr bei Royal Jordanien einchecke. Einmal vergeblich durch frage ich eine Flughafenangestellte, die mir erklärt, dass ich dazu mit der Flughafenbahn in das Terminal 2 fahren muss. Dazu solle ich etwa 15 Minuten Zeit einplanen.
In anderen Flughäfen gibt es eine Übersicht, welche Airline, wo zu finden ist. Das vermisse ich hier.

Mein erster Flug mit einer Boeing 747-800. Der obere Gang führt zur First- und Business Klasse, der untere vordere Gang zur Premium Economy und der Hintere zur Economy.

Mein erster Flug mit einer Boeing 747-800. Der obere Gang führt zur First- und Business Klasse, der untere vordere Gang zur Premium Economy und der Hintere zur Economy.

Das Boarding war sehr pünktlich und ich absolut happy, als ich meinen Platz sehe. Volltreffer. Der Platz den ich mir ausgesucht hatte, wir im Internet etwas zwiespältig bewertet, weil er sich in der ersten Reihe vor der Treppe nach oben befindet. Wie sich zeigt, ist die Treppe aber nur so breit, wie die beiden mittleren Sitze. Die Plätze links und rechts außen haben endlos Bein Freiheit und die Sitzbreite ist sehr angenehm. Dazu doppelte Armlehnen, ein stabiles und größeres Tafelbrett, einen Kiwi Saft zur Begrüßung bevor wir noch zum Rollfeld fahren. Das Essen ist sehr schmackhaft (Rindergeschnetzeltes mit Erbsen und Gelbe Rübe, dazu Kartoffelpüree) auf Porzellangeschirr Salat davor und Aprikosenkuchen als Nachtisch. Nach dem Essen läuft die Chefstewardess mit Gästeliste durch, spricht jeden persönlich mit Namen an und fragt ob alles in Ordnung ist. Ja, die Premium Economy darf sich da tatsächlich so nennen denke ich. Für mich hat sich die Mehrausgabe, das Flugticket hat 1.070 € von Frankfurt nach Peking und von Hongkong zurück gekostet, absolut gelohnt.

Ich sitze auf meinem Platz und schaue gerade aus.

Ich sitze auf meinem Platz und schaue gerade aus.

Unterwegs bekommen wir die Einreisekarte aufgeteilt und auch gleich erklärt, dass wir sie genau ausfüllen und uns nicht verschreiben dürfen, weil sie automatisch eingelesen wird und wenn das nicht funktioniert, muss man neu ausfüllen, also wieder hinten anstellen. Mein Problem ist, dass man im Ausreiseabschnitt angeben muss wie man wieder ausreist. In unserem Fall wäre das mit dem Schiff, aber da weiß ich weder Name noch Nummer. Also lasse ich das offen und will am Zollschalter fragen, was ich eingeben soll. Den interessiert das aber gar nicht. Er reist den Abschnitt ab und gibt ihn mir wieder ohne ihn anzuschauen. Auch den Einreiseabschnitt legt er einfach nur neben auf einen Stapel. Es passiert also gar nix.
Ich hatte ursprünglich angenommen, dass ich selbst schauen muss, wie ich vom Flughafen ins Hotel komme. Dann war am letzten Freitag als ich meine Unterlagen abholte ein Schreiben dabei, in dem unter anderem der Name unserer Reiseleiterin mit Handynummer und der Info, dass ich am Flughafen abgeholt werde, stand. Das freut mich, nachdem ich es auf der einen Seite nicht gewohnt bin, abgeholt zu werden, auf der andren Seite genau das hier in Peking nicht so ohne ist. Also schaue ich in der Ankunftshalle genau auf jedes Schild, das mir entgegengehalten wird oder auch nicht und bin am Ende ziemlich enttäuscht, weder meinen Namen, noch DER Tour entdecken zu können. Dann versuche ich doch einmal, unsere Reiseleiterin anzurufen. Tatsächlich geht sie auch ran. Sie spricht deutsch aber am Telefon verstehe ich sie schlecht. Immerhin so viel, dass ich zur Info gehen soll, Die befindet sich 20 Meter entfernt und kommt mir recht klein vor, Zwei Damen sind anwesend und die eine ruft wieder bei unserer Reiseleiterin, Frau Zhang an, Ich soll ein Taxi zum Hotel nehmen. Die Kosten übernimmt die Reiseagentur. Jetzt ist es doch gut, dass ich zu Hause wenigstens einmal 500 Yuan getauscht habe. Auch wenn der Kurs da mit 1 € zu 6,45 Yuan wohl ausgesprochen schlecht ist. Im Internet habe ich gelesen, dass das Taxi in die Stadt etwa 125 Y kosten sollte, man als Tourist aber gerne übers Ohr gehauen wird. Aber siehe da, am Hotel zahle ich 110 Y plus 20 für Maut. Das ist ok.
Mein Zimmer im Dong Fang ist ganz nett, In der Toilette steht zwar das Wasser aus der Dusche, aber naja. Da kenne ich schlimmeres.

Während ich auspacke, kommt ein Anruf. Frau Zhang erkundigt sich, ob ich gut angekommen bin, erklärt, dass sie morgen gegen 16:00 wohl ins Hotel kommt und ob wir zusammen Abend essen gehen. Das nehme ich doch gerne an.
Ich gehe wieder runter an die Rezeption und lasse mir die Adresse von Air Aisa, die ich im Internet gefunden habe, auf Chinesisch aufschreiben. Es ist jetzt etwa 12:00 und ich will als erstes versuchen ob die mir dort mein Flugticket nach Manila ausdrucken können, ich habe es nämlich prompt zu Hause vergessen. Außerdem muss ich versuchen, den Rückflug nach Hongkong zu stornieren weil ich kurzfristig jetzt ab Angeles mit Cebu Air direkt nach Hongkong fliege, also nicht über Manila. Das ist viel geschickter.
Wir sind wieder eine ganze Weile unterwegs. Einiges erkenne ich von der Fahrt von Flughafen wieder. Am Ende setzt mich mein Taxifahrer an einem sehr modernen Block ab. Das „Soho“. Hier sind jede Menge jung Chinesen unterwegs. Es gibt Kneipen, Shops etc. und auch Air Asia finde ich. Allerdings sitzen da nur drei junge Chinesinnen, die am Essen sind, kaum Englisch sprechen und auch in keiner Weise bemüht wären mir zu helfen. Ticket ausdrucken geht nicht, Flug stornieren geht angeblich bei Air Asia grundsätzlich nicht. Die Fahrt hier her hätte ich mir also sparen können. Auch wenn das Taxi nur 34 Y gekostet hat. Das gleiche habe ich dann auch nach einem Spaziergang durch das Viertel für den Rückweg gezahlt.

SOHO, Block A, B, C und D. Air Asia befindet sich in Block C.

SOHO, Block A, B, C und D. Air Asia befindet sich in Block C.

Diese Gebäude gehört auch zu dem neuen Viertel.

Diese Gebäude gehört auch zu dem neuen Viertel.

Gegen 13:30 bin ich wieder im Hotel und so k.o., dass ich erst einmal schlafen muss. Jetzt merke ich, dass mein Wecker kaputt ist. Also muss ich mir irgendwo einen neuen kaufen. Behelfsweise stelle ich mein Handy auf Timer weil die Uhrzeit nicht auf die Lokale umstellen will und mir die Rechnerei gerade zu viel ist. Nach 3,5 Stunden werde ich aus dem Tiefschlaft geweckt. Um richtig aufzuwachen, gönne ich mir eine Latte Macchiato in der schicken Coffee Bar des Hotels für sage und schreibe 55 Yuan (incl. 10 % Bedienung). Die Latte Macchiato ist zwar sehr hübsch gemacht und gut, aber völlig überteuert. Das sind bei dem schlechten Wechselkurs mal eben 8-9 Euro für eine Tasse Kaffee.

Netter Coffee Shop im Innenhof des alten Teils vom Hongfang Hotel

Netter Coffee Shop im Innenhof des alten Teils vom Hongfang Hotel

Ich bin losgezogen und habe unterwegs in der Bank of China noch einmal 2500 Yuan mit meiner Postbankkarte geholt. Auf der Quittung steht mal nix von Gebühren. Bin gespannt wie es bei der Postbank dann aussieht, bzw. wieviel ich abgebucht bekomme dafür. Eine kleine Mall, in der ich nach dem Wecker schauen wollte, hat leider schon geschlossen. So dehne ich den Spaziergang aus, laufe diese Fußgängerzone Richtung Tian Men Platz und biege vorher links ab durch die Gassen Richtung Hotel, Hunger habe ich irgendwie keinen. Also hole ich mir in dem Hutong um mein Hotel aus einer Minigarküche in einem Hauseingang eine Art Pfannkuchen mit Spinat und Zwiebeln oder so und ein gebackenes Küchlein mit Sesam drum herum. Beides sehr lecker. Um die Ecke noch eine Art Dumplin, fast so etwas wie unsere Dampfnudeln. Noch ein Tsing Tao aufs Zimmer und gut es für heute.

Diese große Straße trennt "unseren Hutong" vom Viertel vor dem Tian'anmen Platz. Gar nicht so arg viel los gegen 18:30.

Diese große Straße trennt "unseren Hutong" vom Viertel vor dem Tian'anmen Platz. Gar nicht so arg viel los gegen 18:30.

Immer gerade aus zum Tian'anmen Platz.

Immer gerade aus zum Tian'anmen Platz.

© Stefan Böhm, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich werde dieses Jahr meine letzte Große Lücke in Asien schließen und eine Rundreise durch China starten. Da es nach ganz überwiegenden Informationen äußerst aufwendig ist, dies auf eigene Faust durchzuführen habe ich mich nach über 10 Jahren schweren Hezens entschieden, die Reise nicht auf eigene Faust durchzuführen und habe bei DER-Tour gebucht.
Details:
Aufbruch: 30.08.2017
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 01.10.2017
Reiseziele: China
Philippinen
Der Autor
 
Stefan Böhm berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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