Spanien-Reise 2017

Reisezeit: Juni / Juli 2017  |  von Heinz-Jürgen Frank

Bilbao - Laredo

Bei sehr schönem Wetter ging es heute weiter in Richtung Bilbao. Wieder auf der Autobahn durch die Ausläufer der Pyrenäen, also bergauf und bergab und über ziemlich hohe Brücken. Schon zur Mittagszeit erreichten wir unseren Zielcampingplatz:

Camping Laredo
Camino el Regaton 2
39770 Laredo
N 43°24´50´´
W 3°26´52´´

Der Platz ist etwa 50 Km von Bilbao entfernt und es gibt, wie wir vorher im Internet festgestellt hatten, eine Busverbindung. Der Campingplatz war nur wenig besucht, machte einen sehr guten Eindruck. Die 2 guten Sanitärgebäude sind erwähnenswert, darüber hinaus befindet sich ein Restaurant auf dem Platz. Da wir noch den ganzen Nachmittag Zeit hatten, sind wir bei dem schönen Wetter noch mit den Rädern los auf Erkundungstour. Der Strand ist gar nicht weit vom Campingplatz entfernt, eine sehr schöne Badebucht. Aber der Weg vom Campingplatz zum Strand und weiter zur wirklich malerischen Altstadt führte durch eine trostlose Siedlung von Hotels und Appartementhäusern. Alles war leer, eine menschenleere Siedlung, jetzt, Mitte Juni. Das war für uns nahezu unglaublich. Solche „Bettenburgen“ hatten wir bisher an der spanischen
Mittelmeerküste gesehen, hier im Norden haben wir das nicht erwartet. Es war auch das einzige Mal, daß wir solche Siedlungen vorfanden. Es soll aber in der Hochsaison bei Spaniern sehr beliebt sein.

Strand von Laredo

Strand von Laredo

Die Altstadt von Laredo, direkt am Strand gelegen, hat uns dagegen gefallen. Hier waren auch Menschen zu sehen, Lokale, Bars, Geschäfte.

Zurück auf dem Campingplatz hatten wir noch Kontakte zu unseren Schweizer und Niederländischen Nachbarn. Die Erfahrungen des Tages wurden ausgetauscht. Wir bekamen auch Hinweise zur Busverbindung nach Bilbao. Die Busfahrt kostet für 2 Personen nach Bilbao und zurück 13 €, allerdings muß die Fahrt einen Tag vorher gebucht werden. Das war jetzt leider zu spät! Da in Bilbao das Guggenheim-Museum unser Ziel sein sollte, bekamen wir auch noch einen Tipp auf ein Parkhaus ganz in der Nähe.

Am nächsten Morgen ging es dann also mit dem Auto 50 Km nach Bilbao, das Wetter war bedeckt, teilweise Nieselregen. Das richtige Wetter für einen Museumsbesuch! Das Guggenheim-Museum haben wir gut gefunden, es ist auch ausgeschildert. Einige hundert Meter weiter fanden wir auch wie beschrieben das Einkaufszentrum „Zubiarte“ mit einer großen Tiefgarage (wir haben jetzt auf das blaue T geachtet!!). Vom Parkhaus aus ist das Guggenheim-Museum am Ufer des Ría de Bilbao fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen.

Die Spinne Maman

Die Spinne Maman

Der Hund Puppy

Der Hund Puppy

Zum Guggenheim-Museum, ein sehr imposantes beeindruckendes Bauwerk, und zu Bilbao erspare ich mir an dieser Stelle weitere Ausführungen, da in jedem Reiseführer ausführlich darüber berichtet wird. Eine Bemerkung muß ich aber doch zu den überragenden Installationen des Künstlers Richard Serra, den man mag oder auch nicht, im Guggenheim-Museum machen: alleine diese Werke zu sehen lohnt den Besuch des Museums, unvorstellbar die Planung, Umsetzung und Ausführung, einfach gigantisch!

Blick auf das Guggenheim-Museum

Blick auf das Guggenheim-Museum

Fahrstuhl im Guggenheim-Museum

Fahrstuhl im Guggenheim-Museum

Nach dem Besuch des Museum gab es erst einmal eine wohlverdiente Pause, natürlich auch mit Pintxos.
An der nahegelegenen Fußgängerbrücke haben wir den Ría de Bilbao überquert und sind zur Seilbahn Zubizuri (ist ausgeschildert) gelaufen, die für 1,90 € pro Person auf den Aussichtsberg Artxanda fährt. Von hier hat man einen schönen Blick auf Bilbao und insbesondere auf das Guggenheim-Museum.
Leider sind wir nicht in den Genuß der glänzenden Fassade des Museums gekommen, die Sonne ließ sich nicht blicken.

Eingang zur Zahnradbahn

Eingang zur Zahnradbahn

Bilbao

Bilbao

Im Parkhaus haben wir unser Auto so wie wir es abgestellt hatten auch wiedergefunden. Für den halben Tag mußten wir 7 € Parkgebühr zahlen. Ein blaues T gab es nicht an diesem Parkhaus.
Zurück auf dem Campingplatz haben wir uns auf unsere Fahrräder geschwungen und besuchten in der Nähe des Platzes (an der nächsten Straßenkreuzung) ein einfaches Restaurant, das wir auf dem Rückweg aus Bilbao gesehen hatten. Hier gab es zu angemessenen Preisen gut etwas zu essen. Das Preisgefälle im Vergleich zu Frankreich war mehr als deutlich. Danach war der Tag mit den Eindrücken aus Bilbao und insbesondere vom Guggenheim-Museum fast schon beendet. Mit unseren Nachbarn aus den Niederlanden und der Schweiz haben wir unsere Erfahrungen noch ausgetauscht.

Eine kleine Anmerkung zu dem schönen Campingplatz in Laredo muß ich noch machen. Heute Morgen hatte meine Frau bemerkt, daß auf dem Anmeldeformular des Campingplatzes für unsere gestrige Ankunft ein falsches Datum vermerkt war, nämlich einen Tag vorher. Sie hat es heute gleich reklamiert, das Datum wurde geändert. Aufgrund der Sprachprobleme war nicht ganz klar ersichtlich, ob es sich um einen „Computerfehler“ handelte.

Morgen geht es dann von hier aus weiter Richtung Santander, zu fahren haben wir etwa 90 Km.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
An der spanischen Atlantikküste entlang über San Sebastian, Bilbao, Santander bis nach Santiago de Compostela. Rückreise durch Landesinnere über Ponferrada, Léon, Burgos und Borja nach Andorra. Wir sind immer wieder auf den Jakobs-Weg getroffen.
Details:
Aufbruch: 01.06.2017
Dauer: 7 Wochen
Heimkehr: 16.07.2017
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Heinz-Jürgen Frank berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.