Spanien-Reise 2017

Reisezeit: Juni / Juli 2017  |  von Heinz-Jürgen Frank

Santenay - Colmar - Heidelberg

Jetzt sollte es mit Riesenschritten nach Hause bzw. aus familiären Gründen nach Heidelberg gehen, dem Ende unserer Reise. Bis zu diesem Ziel hatten wir aufgrund der Entfernung natürlich Zwischenübernachtungen eingeplant. In Colmar wollten wir sogar einen Tag länger bleiben. Wir wollten uns die schöne Stadt, in der wir vor langer Zeit schon einmal waren, noch einmal ansehen, insbesondere wollten wir die heimische Küche genießen.

Von unserem Platz in der Nähe von Avignon bis zu ersten Übernachtung

Camping des Sources Santenay
avenue des Sources
21590 / Santenay
N 46°54'25"
E 4°41'7"

hatten wir 383 Km zu fahren. Obwohl es Freitag war, entsprechend viel Verkehr, kamen wir relativ gut durch. Kurz vor Lyon hatten wir Glück, gerade noch rechtzeitig bemerkten wir auf einer Laufbandanzeige über der Autobahn einen Stauhinweis und einen Hinweis auf eine Umgehungsautobahn, die A 46. Dort lief der Verkehr sehr gut. Später hörten wir von anderen Reisenden, daß sie 2 Stunden in Lyon verbracht hatten. Schon gegen 16.00 Uhr erreichten wir unseren Zielcampingplatz, ein Camp Municipal. Diese Wahl war nicht so glücklich. Eigentlich war es ein schön gelegener Platz, aber völlig ungepflegt, der Mann an der Rezeption völlig desinteressiert, kein Verkauf von Brötchen oder Brot, die Sanitäranlagen so naja. Aber gut, für eine Nacht, was soll es. Aber eigentlich ist der Platz nicht zu empfehlen. Wir haben noch lange draußen im Schatten gesessen, aber es hat sich nicht abgekühlt, es ging kein Wind. Im Wohnwagen haben wir den Ventilator aufgebaut, dann ging es.
Am Morgen ging es gleich weiter, nächstes Ziel Colmar

Camping de l'Ill - Colmar
1 allée du Camping
68180 / Colmar
N 48°4'51"
E 7°23'11"

Wir mußten 268 Km fahren, schon morgens war es mehr als 30 Grad, es hatte sich in der Nacht überhaupt nicht abgekühlt. Entsprechend schlecht hatten wir auch geschlafen. Die Fahrt verlief ohne Probleme, das Thermometer zeigte 37 Grad an.

Der Platz in Colmar liegt an einem kleinen Fluß, ein kleines Schwimmbad ist vorhanden, sowie ein Kiosk und ein Imbiß. Es gibt 3 Sanitärgebäude, eines davon ist neu und modern.
Wir sind an einem Samstag angekommen, entsprechend gut besucht war der Platz. Ohne Schwierigkeiten bekamen wir aber noch einen Stellplatz. Wir hatten uns gerade aufgebaut und zum Abkühlen das Schwimmbad aufgesucht, als ein Regenschauer niederging. Das war aber schnell vorbei, richtig abgekühlt hat es sich nicht. Zum Essen waren wir abends im Imbiß auf dem Platz. Da wir in der letzten Nacht nicht so gut geschlafen hatten, war der Tag schnell vorbei, Schlaf mußte nachgeholt werden. Aber auch in dieser Nacht wurden wir mehrfach aus dem Schlaf geholt, Unwetter über Colmar, Regen, Blitz und Donner. Am nächsten Morgen war aber wieder alles trocken, das Wetter war heiter bis wolkig, es hatte sich etwas abgekühlt.

Mit den Rädern sind wir die 4 Km bis in die Altstadt gefahren, alles genau so schön, wie wir es in Erinnerung hatten. Die Stadt bei dem schönen Wetter, es war auch Sonntag, voller Menschen. Zugleich fand auch noch ein Weinfest statt, so daß wir die Möglichkeit Wein zu kosten gerne wahrgenommen haben. Auf unserem Bummel durch die Altstadt haben wir uns auch schon nach einem geeigneten Lokal für unser „Reise-Abschluß-Essen“ umgesehen.

Colmar

Colmar

Colmar

Colmar

Zunächst ging es aber noch einmal zurück zum Wohnwagen und abends nach einem Regenschauer, den wir abgewartet hatten, noch einmal in die Altstadt. Hier hatten wir uns in einer kleinen Gasse die „Winstub Flory“ ausgesucht. Wir konnten noch draußen sitzen. Während des Essens (gut und sehr lecker, empfehlenswert die Sauerkraut-Platte!) konnten wir unsere Reise Revue passieren lassen.

Wir waren jetzt 6 Wochen unterwegs und sind etwa 6.500 Km gefahren. Das haben wir aber nicht als Streß empfunden, da ja nicht jeden Tag gefahren wurde. Es ging immer nur in relativ kleinen Etappen weiter, so daß wir in der Regel schon um die Mittagszeit am nächsten Ziel waren.

Wir waren und sind beide der Meinung, daß diese Reise sehr schön war, wir hatten viel gesehen und erlebt. So hatten wir Spanien bisher nicht kennengelernt. Schade nur, daß sich Kontakte zu den freundlichen und entgegenkommenden Einheimischen in Grenzen hielten durch mangelnde Sprachkenntnisse auf beiden Seiten.

Es war für uns auch sehr interessant immer wieder den Jakobs-Weg zu kreuzen, obwohl das zu Beginn unserer Reiseplanung, wie bereits eingangs erwähnt, nicht unser Ziel war. Auf jeden Fall haben wir jetzt als Gespann-Fahrer über Teile des Jakobs-Weges eine Postkarte mit einem Poststempel aus Santiago de Compostela. Das hat auch nicht jeder!!

Damit war also unsere große „Frankreich-Spanien-Andorra-Frankreich-Deutschland-Rundreise“ zu Ende, Mensch und Material hatten alles gut überstanden. Allerdings sehnen sich Auto und Wohnwagen nach einer Pflegeeinheit.
Von hier aus ging es für ein paar Tage noch zu Kindern und Enkelkindern, die sich offensichtlich freuten uns wohlbehalten wiederzusehen, nach Heidelberg und dann schließlich nach Hause. Insgesamt haben wir 6804 Km zurückgelegt.

Heidelberger Schloß

Heidelberger Schloß

Blick auf die Altstadt mit Alter Brücke in Heidelberg

Blick auf die Altstadt mit Alter Brücke in Heidelberg

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Die Reise
 
Worum geht's?:
An der spanischen Atlantikküste entlang über San Sebastian, Bilbao, Santander bis nach Santiago de Compostela. Rückreise durch Landesinnere über Ponferrada, Léon, Burgos und Borja nach Andorra. Wir sind immer wieder auf den Jakobs-Weg getroffen.
Details:
Aufbruch: 01.06.2017
Dauer: 7 Wochen
Heimkehr: 16.07.2017
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Heinz-Jürgen Frank berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.