Frage an Radio Eriwan: Wie schön ist Armenien?

Reisezeit: Juli / August 2018  |  von Peter Belina

Odsun

Auf den ersten Blick gibt es im Dendro-Park nichts Besonderes zu sehen. Wie gesagt, auf den ersten Blick... Weitere Reisereportagen auf meiner Homepage

Auf den ersten Blick gibt es im Dendro-Park nichts Besonderes zu sehen. Wie gesagt, auf den ersten Blick... Weitere Reisereportagen auf meiner Homepage

Frage an Radio Eriwan:
"Wo sitzt eigentlich der, der immer die Witze über Radio Eriwan erfindet?"

Antwort:
"Das wissen wir leider auch nicht, aber er sitzt ganz bestimmt!"

Bei den Urchristen

Nach dem Frühstück bringt uns der geländegängige Kleinbus weder ins Tal runter. Wir fahren zu den Urchristen, auch Molokanen genannt, ins Dorf Fioletovo. In der Sowietära wurden die Molokanen nach Armenien zwangsumgesiedelt. Trotzdem empfanden sie diese Zeit nicht als allzu schlimm, Probleme bereitete ihnen vor allem, dass sie in der Sowchose oft Sonntags arbeiten mussten, was den Vorgaben ihrer Religion vollkommen widersprach.

In Armenien von heute fühlen sie sich gut aufgehoben, die Molokanen sind sowohl in Armenien, als auch in Russland gefragte Arbeitskräfte, da sie als arbeitsam und fleißig gelten und keinen Alkohol trinken. Sie sehen aber ihre Gemeinschaft in Gefahr, da die eher kleinen Höfe nicht mehr genug Ertrag bringen, um eine große Familie zu ernähren. Die drei Kinder unserer Gastgeber z.B. arbeiten weit entfernt in anderen Teilen Armeniens oder Garni Russland.

Bei unserem Gespräch mit dem Ehepaar bekommen wir Blini und Kartoffeltaschen serviert, der Samovar läuft ohne Unterlass, der Tee auch..

Mammuts in the park

Mach einer kurzen Mittagspause an einer Tankstelle, an der das CCCP-Eis nicht fehlen darf, steigen wir wieder in einen geländegängigen Kleinbus um und fahren zum Dendro-Park, der als einer der schönsten des Landes gilt. Hmm. Für einen Nichtbiologen schaut der auch nicht viel anders aus als der Kulmbacher Stadtpark.

Tatsächlich wird hier geprüft, ob Pflanzen aus anderen Teilen der Welt auch in Armenien gedeihen. Von bisher 2500 getesteten Arten gedeihen rund 500 gut in Armenien. Dass es nicht mehr sind, liegt daran, dass sie den kalten Winter aushalten müssen. Auch ein paar Mammutbäume wachsen dort. Muss mal in 500 bis 1.000 Jahren vorbeischauen und schauen, was aus ihnen geworden ist

Einen großen Unterschied gibt es zum Stadtpark in Kulmbach. Schmetterlinge. Schmetterline ohne Ende.

Bevor wir unser Gästehaus erreichen, machen wir noch kurz Station bei der großen Dorfkirche von Odsun, architektonisch interessant, weil anders.

Bleib mir weg mit Haute Cuisine

Sergey und seine Frau erwarten uns schon mit einem gigantischen Abendessen: Gemüse in allen Formen, Geschmäcker und Formaten – mehr hätte ich gar nicht mehr gebraucht – dazu gegrilltes Fleisch vom Schwein und Schaf, tollen Kuchen, Himbeerlimonade, Melonen und einen Selbstgebrannten… (Genauer gesagt zwei Selbstgebrannte). Anschließend machen wir Party, unser Pfeffer-Zitronen-Wodka muss schließlich weg. Den ersten Musikwunsch hat die Tochter des Hauses frei. Sie wünscht sich einen Song von Ramstein.

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© Peter Belina, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wie schön Armenien ist, werde ich bei meiner gut zweiwöchigen Rundreise durch Armenien feststellen: Ein facettenreiches Eriwan, der große Servansee, die Berge und Täler des Kaukasus, alte Festungen und Klöster warten ebenso auf mich wie die Armeenier, ein freundlicher Menschenschlag, wie man so hört...
Details:
Aufbruch: 16.07.2018
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 01.08.2018
Reiseziele: Armenien
Argentinien
Der Autor
 
Peter Belina berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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