Elefanten, Tiger & Heilige Kühe ...

Reisezeit: Januar - März 2008  |  von Kerstin und Holger

Indien: McLeod Ganj

Tag 1 oder Fortsetzung Tag 2 Chandigarh

Angekommen in Mcleod Ganj gefaellt es uns gleich auf Anhieb extrem gut. Und es ist gar nicht soo kalt wie wir angenommen haben. Wir machen uns auf die Suche nach einem Zimmer, was gar nicht so einfach ist. Alles voll!

Nachdem wir schon den ganzen Ort abgegrast haben und es schon langsam dunkel wird, finden wir ein nettes Guesthouse: Seven Hills - Zimmer mit Bad und grosser Dachterrasse um nur 300 Rs.

Zum Abendessen gehts zu Nicks Italien Kitchen, wo wir die besten hausgemachten Ravioli mit Kuerbisfuellung der Welt essen. Mmmmmmh!

Idyllisches Mcleod Ganj

Idyllisches Mcleod Ganj

Tag 2

Nach einer eiskalten Nacht bei nur 5 Grad (die Fenster gehen leider nicht ganz zu) gehen wir erstmal was Warmes zum Anziehen kaufen.

Auf unserem Weg durch den Ort begegnen wir ganz vielen tibetischen Moenchen und bis auf gelegentlich durch den Ort brausende Autos und Motorraeder ist es sehr friedlich und ruhig hier. Es gibt viele nette kleine Shops, tibetische Lokale mit ausgezeichneten Potato-Cheese Momos und ausserdem haben die Tibeter hier fast immer ein stilles Laecheln auf den Lippen.

Untertags sind die Temperaturen mit 15 - 20 Grad auch sehr angenehm.

Main Square und Bushaltestelle

Main Square und Bushaltestelle

Buntes Treiben in den steilen Gassen von Mcleod Ganj

Buntes Treiben in den steilen Gassen von Mcleod Ganj

Tag 3

Die Nacht war trotz neuer warmer Fleece-Jacken wieder sehr kalt und wir investieren in kuschelige Schlafsaecke (die tun nun ihre Wirkung !)

Mcleod Ganj bzw. Dharamshala ist seit 1959 der Sitz der tibetischen Exilregierung und des Dalai Lama. Dementsprechend tibetisch und weniger indisch ist der Ort gepraegt und das gefaellt uns auch sehr gut so. Irgendwie haben wir gerade genug von den aufdringlichen Indern

Der Tsuglaghang Komplex ist das wichtigste Gebaeude von Mcleod Ganj, hier ist der buddhistische Tempel. Allerdings ist das Gebaeude wie auch der Tempel ziemlich unspektakulaer. Um den Komplex gibt es dafuer einen wunderschoenen Rundweg, den man nach buddhistischer Tradition im Uhrzeigersinn bewandert. Der Weg ist geschmueckt mit vielen Gebetsfahnen und -steinen, einfach schoen.

Tag 4-7

Rund um Mcleod Ganj kann man wundervolle kurze Wanderungen machen, wie etwa zum 5 km entfernten Wasserfall in Bhagsu. Auf dem Weg trifft man jede Menge Inder, die hier Urlaub machen. Diese sind alle ganz heiss drauf, ein Foto mit uns zu machen - warum auch immer.

Kleiderwaesche am Wasserfall

Kleiderwaesche am Wasserfall

Bhagsu Wasserfall

Bhagsu Wasserfall

Foto, Foto!

Foto, Foto!

Eine weitere Wanderung fuehrt uns hinauf nach Dharamkot, unserem Nachbarort, und von dort ueber einen idyllischen Waldweg und durch bluehende Wiesen zum heiligen Dal-See. Diesen konnten wir leider nicht so gut fotografieren, dass er heilig gewirkt haette; es ist mehr ein dreckiger Baggersee, wo ein paar Baeume rundherum stehen und mit Elektro-Schwanbooten. Nix heilig.

Entweder zu Fuss oder alternativ wie wir mit dem Taxi *g* gelangt man von Mcleod Ganj zu einem 7 km entfernten und 2100m hoch gelegenen Einstiegspunkt fuer Trekking-Touren. Ueber einen schmalen Wanderpfad mit moderatem Anstieg kann man von hier eine 3stuendige Wanderung nach Triund zur Schneegrenze (auf 2900m) machen. Der Blick ins Tal ist an schoenen Tagen grossartig, aber heute haben wir Pech und es ist ziemlich neblig. Vom Schnee ist auch fast nix mehr zu sehen, dafuer gibts ein super Almhuetten-Feeling hier oben.

Tagsueber gibt es in Mcleod Ganj nun aufgrund der von China blutig niedergeschlagenen Demonstrationen in Lhasa auch hier friedliche Protestmaersche und Hungerstreiks vor dem Tempel (siehe Extraseite) Dies hat leider den Nachteil, dass unsere Lieblingslokale, die von Tibetern gefuehrt werden, ebenso wie einige Shops, zugesperrt halten.

Tag 8 - 10

Anscheinend bleibt von der Reisekrankheit keiner verschont und so erwischt es auch uns eine Woche vor der Heimreise noch mit Durchfall und Erbrechen. Schuld daran waren eindeutig die Demonstrationen, die unsere tibetischen Lieblingslokale geschlossen halten und uns ins Ashoka Restaurant ausweichen liessen. Ein Fehler, den man besser vermeiden sollte!

Tag 11 - 14

Es geht uns wieder besser! Wie ueblich gehts zum Fruehstuecken in Nicks Italian Kitchen mit Sonnenterrasse, untertags ein bisschen wandern und am Abend durch die Gassen bummeln um ein nettes Lokal zum Abendessen zu finden.

Tag 15
Unsere Abreise steht bevor! Heute geht es mit dem Nachtbus um 18 Uhr zurueck nach Delhi, 12 Stunden Busfahrt stehen uns bevor. Wir verbringen den Tag mit Packen, Shoppen, einer letzten Rundwanderung um den Tempel und Pizza-Essen.

Um halb sechs machen wir uns mit unseren vollgepackten Rucksaecken auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir haben normale Sitzplaetze im Sleeper-Bus gebucht, da diese bis jetzt immer sehr grosszuegig bemessen waren. Leider nicht in diesem Bus Wenigstens starten wir fast puenktlich. Waehrend es in rasanter Fahrt wieder Richtung Tal geht, bekommen wir leider wenig Schlaf ab.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 9. Jänner gehts für 4 Wochen nach Thailand - dann via Sri Lanka bis 24. März nach Nord-Indien. Baba Wiener Schnitzerl!
Details:
Aufbruch: 09.01.2008
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 24.03.2008
Reiseziele: Thailand
Sri Lanka
Indien
Der Autor
 
Kerstin und Holger berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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