Allein mit dem Fahrrad von Saigon durchs Mekong Delta nach Ankor Wat (2008)

Reisezeit: Januar / Februar 2008  |  von Heinz Thomann

Cambodia (Takeo - Ankor Wat): Battambang - Siem Reap (Boot)

Oberhalb der Spean Thmei-Brücke befindet sich die Bootsanlegestelle. Am 12.2.2008 warteten 2 Boote auf ihre Gäste. Für 15$ für mich und 5$ fürs Fahrrad wurde eine 8 1/2 Std.- Fahrt geboten. Fahrrad und Gepäck aufs Dach. Abfahrt um 7 Uhr. Fahrt mit endlosen Schlangenlinien bei tiefem Wasserstand den Sankar hinunter. Je weiter sich das Boot vorwärts kämpfte, desto einfacher und ärmer wirkten die Fischerhütten entlang des Flusses. Nach der Hälfte der Zeit wird der Fluss breiter und mündet für die letzte Stunde in den Tonle Sap. Eine anstrengende aber lohnende Fahrt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass gegen Ende der Trokenzeit (März/April) der Bootsverkehr still steht (sicher bin ich nicht).

Mein Velo hat seinen Platz schon gefunden.

Mein Velo hat seinen Platz schon gefunden.

Komfort mit WC auf dem Boot!

Komfort mit WC auf dem Boot!

Ankunft 16 km südlich Siem Reap. Schlepper nehmen Dich in Empfang. Zum Glück hatte ich mein Fahrrad dabei und konnte mich ohne lange Diskussionen davonschleichen. Ich freute mich aufs mir wärmst empfohlene "Green Garden Home GH" mit Pool! Spät, d.h. um ca. 16:30 Uhr fuhr ich vor ... und welche Enttäuschung. Mir blieb ein "Loch" eines Zimmers, im Bad kein Licht, dunkel wie in einer S.. ! Am Schluss einer Supertour nun dies. Ich wurde etwas laut, 'checkte out', vergass den Pool und wechselte ins European-GH. Auf dem Weg dortin übersah ich eine Schwelle, das Velo machte einen Riesensatz, der Inhalt der Lenkertasche überall auf der Strasse verstreut und so hatte ich den einzigen Verlust zu melden: der Km-Zähler war weg - (ich brauchte ihn wirklich nicht mehr). - Dann ein sehr netter Empfang im "European", unkompliziert, einfache saubere Zimmer mit A/C aber eben ohne Wasserbecken. 17$ mit Morgnessen.

Einfachstes kambodschanisches Leben am Fluss.

Einfachstes kambodschanisches Leben am Fluss.

Siem Reap ist eine Oase für sich. Jedes zweite Haus ein Guesthouse - super moderne Hotels - neben dem alten Markt pickfeine Restaurant zu normalen Preisen à 5$, 1 Glas Chardonnay für 3$. Aber trotz 'Ankor Watt' mit tausenden von Gästen jeden Tag x 20$ Eintritt, sind nur die Ausfall-strassen unterhalten. Aber ich fühlte mich wohl, gewöhnte mich wieder an etwas Luxus, genoss das Essen in einer hübschen Umgebung.

Anlegestelle Siem Reap: der erste Km .. ein Schüttelbecher!

Anlegestelle Siem Reap: der erste Km .. ein Schüttelbecher!

Ein Glas Chardonnay zum Abschluss.

Ein Glas Chardonnay zum Abschluss.

Mitten in Siem Reap: Le Grand Café. Ein Muss!

Mitten in Siem Reap: Le Grand Café. Ein Muss!

Im "European-GH" trafen sich Traveller, "Ceux qui sont en voyage" wie ein Franzose seine Reise umschrieb. Siem Reap lebt aber auch von Beat Richner's neuem Kinderspital. Behandlung für alle gratis. 2x in der Woche ein Cellokonzert von "Beatocello", um seine Kinderspitäler zu finanzieren. Nicht umsonst wurde Beat Richner "Schweizer des Jahres".

Einladung zum Konzert mit Beatocello.

Einladung zum Konzert mit Beatocello.

© Heinz Thomann, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Fahrrradtour sollte mich zurück zu den Reisfeldern von 1986 in Cambodia bringen, einem NGO-Bewässerungsprojekt, kurz nach der Schreckensherrschaft Pol Pots. Zudem ein Blick auf Hängebrücken von 'Toni el Suizo' aus Recyclingmaterial.
Details:
Aufbruch: 18.01.2008
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 18.02.2008
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Der Autor
 
Heinz Thomann berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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