Zwei Asien-Neulinge auf Reisen: Singapur - Malaysia - Thailand

Reisezeit: Februar / März 2009  |  von Kat Ma

Thailand: Krabi

Wir landeten schliesslich auf einem Ausflugsboot, das Touristen aus Koh Lanta auf einer "4-Island-Tour" herumshipperte und eben auch auf Kadran einen Halt einlegte. Da Insel Nr. 4 danach noch ausstand, kamen auch wir in den unerwarteten Genuss des ersten Schnorchelganges unseres Urlaubs . Allerdings brauchte es natuerlich auch den ganzen Nachmittag, bis wir tatsaechlich auf Koh Lanta anlegten. Das und der Umstand, dass der Fuss auch am Tag 3 noch erhebliche Probleme machte, fuehrte dazu, dass wir uns von einem kanadischen Paar "anwerben" liessen, in ihrem Resort abzusteigen. So kamen wir in einer typischen Pauschaltouristenunterkunft (Sauberkeit allerdings wirklich auch europaeischer Standard!) unter. Und so aehnlich war auch Lanta selber - sehr steril im Vergleich zu dem, was wir bisher gesehen hatten, nicht zuletzt auch, was die Gastronomie anbelangt, die eindeutig auf westliche Gaumen abgestimmt war. Und was den Strand anbelang, haben wir natuerlich am falschen Ende angefangen - so schnell konnte uns nach Kradan nichts mehr vom Hocker reissen . Zugegebenermassen kamen wir aber auch nicht dazu, mehr von Lanta zu sehen als den auessersten Norden - der Sueden soll ja sehr viel schoener sein.

Mit dem Minivan ging's dann weiter nach Krabi, wo wir uns - obowhl uns viele davon abgeraten hatten ("Strand ist doch viel schoener!") - auch direkt in der Stadt einquartierten.

Krabi Town

Krabi Town

Zwar war es zunaechst ein kleiner Kulturschock - vom Strand in die Stadt ist, auch wenn man sich nichts anderes erwartet hat, dann doch ein ziemlicher Unterschied. Aber die Entscheidung Stadt erwies sich am naechsten Tag als goldrichtig. An dem Tag machten wir naemlich einen Tagesausflug zu den vorgelagerten Inseln. Dieser startete, wie uebrigens alle Ausfluege, die man in Krabi buchen kann, vom Ao Nang Beach. Der stellte sich fuer uns schon mal als quasi nicht existent heraus: Wo bitte ist da ein ordentlicher Strand? Wie um alles in der Welt kann sich so ein Ort zu einem der Pauschaltouristenorte schlechthin entwickeln?! Dann ging's weiter zum vielgeruehmten Railay-Beach, der die Alternative zu Krabi Town gewesen waere. Dieser Strand ist zwar recht schoen (immer noch kein Vergleich zu Kradan ), aber derart ueberfuellt - von Menschen an Land und von unzaehligen Longtailbooten im Wasser (Ausnahme: ein winziger, abgegrenzter Schwimmbereich) -, dass man froh war, wieder weg zu kommen. Da ist uns Krabi Town schon lieber, zumal man hier tatsaechlich auch etwas vom Leben der Einheimischen mitbekommt, untouristische Nachtmaerkte hat und die Zimmer gerade mal ein Viertel kosten. Da kann man sich abends schon mal ein Bierchen mehr goennen... Das dachten sich auch zwei Australier, die wir in einer recht amuesanten Bar (Jam Club) bei einer ganz neuen Form des Tequilagenusses beobachten konnten: Das Salz wie Schnupftabak durch die Nase, den Schnaps auf Ex, und als kroenenden Abschluss die Zitrone in die Augen gepresst (zur Nachahmung nicht empfohlen )... In diesem Lokal hatten wir uebrigens auch unsere erste (gesichtere) Begegnung mit einem Ladyboy, der/die als Kellner/in dort arbeitete und einen auch gern mal im Vorbeigehen betaetschelte. Wirklich ein sehr amuesanter Abend.

Chicken Island

Chicken Island

Der Blick von einer Insel zur naechsten

Der Blick von einer Insel zur naechsten

Am Tag danach entschieden wir uns fuer die Phi-Phi-Tour, um noch mehr von der Inselwelt um Krabi zu sehen. Dieser Ausflug erwies sich als sehr lohnenswert, vor allem wegen zweier wirklich guter Schnorchelgaenge, die wir auch beide (wirklich beide ) genossen. Obwohl die (nicht ernstgemeinte?) Warnung unseres Guides vor Haien (!) einen von uns doch immer wieder etwas mulmig um die Ecke schauen liess (man kann ja nie wissen, und die neuentdeckte Liebe zu Fischen soll ja nicht gleich wieder zerstoert werden).
Eine Erfahrung etwas anderer Art war hingegen der Halt auf dem "The Beach"-Beach (Maya-Bay). Das wirklich Interessante hier ist nicht der traumhafte Sandstrand, sondern wie viele Touristen auf diesen passen. Gut auch, dass es wiederum den obligatorischen eingezaeunten SChwimmbereich (es geht noch kleiner als beim Railay Beach!) gibt, man haette ansonsten gar nichts vom Wasser gesehen... eine Armada von Speedbooten, Longtailbooten und Booten jeglicher anderer Art setzen eine mehr als riesige Portion Phantasie voraus, um die wahre Schoenheit dieser Bucht auch nur zu erahnen...

Monkey Bay: Auch Affen moegen Cola...

Monkey Bay: Auch Affen moegen Cola...

Mit der letzten Dusche in Krabi wuschen wir uns dann auch schon das letzte Salzwasser dieses Urlaubs von der Haut... Von nun an geht's landeinwaerts. Naechste Station: der Khao Sok-Nationalpark.

© Kat Ma, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die Reise führt uns zuerst nach Singapur, dann nach Kuala Lumpur, und anschließend wollen wir uns die Westküste Malaysias und die Südwestküste Thailands ansehen, bevor es auch schon wieder zurück nach Bangkok geht, wo unser Flieger zurück in die Heimat wartet.
Details:
Aufbruch: 06.02.2009
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 01.03.2009
Reiseziele: Singapur
Malaysia
Thailand
Der Autor
 
Kat Ma berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.