Zu Fuss durch die Staaten, entlang der Kueste und durch Nationalparks

Reisezeit: Mai - August 2011  |  von Isabel Maltan

Über die Grenze

Die fünf Tage neigten sich schnell ihrem Ende zu und nochmals muss ich euch Ione, Brad und Wes tausendmal danken für die Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit, die ihr mir erwiesen habt.
Vor allem Craters of the Moon und Yellowstone waren für mich Wunder, etwas das ich nie zuvor gesehen hatte und immer noch hin und weg bin.
Auf meinem Rückweg ging es durch die Minenstadt Butte zu einem weiteren wunderschönen Nationalpark.
Glacier, der mit dem Highway to the Sun, wohl eine der schönsten Fahrten in einem Nationalpark hat und sich bis nach Kanada erstreckt, wo er Waterton genannt wird.

Glacier

Glacier

Eine Nacht verbrachte ich an einem See in Whitefish, bevor ich am elften und einen Tag bevor mein Visa ablief mich per Anhalter auf die restlichen Kilometer machte.
Der erste war schon mal geil, er meinte, es ist mein erster Arbeitstag, aber man sollte die Erwartungen des Chefs nicht zu hoch setzen also wäre er jetzt eh schon mit Verspätung von einer halben Stunde dran und ein bißchen mehr macht auch nichts mehr.
Der Zweite reiste mit seiner Katze, die den Wald liebte und fast aus dem Fenster gesprungen wäre.
Er brachte mich direkt an diese nette, kleine Grenze, wo ich mich zu Fuß mit den Autos einreihte.

Die Grenze

Die Grenze

Probleme gab es gar keine und kurz nach der Grenze stand ich mit meinem Fernie Schild an der Straße und hatte sogar noch mehr Glück, da mich ein Paar aus New York mitnahm, das auf dem Weg nach Calgary war, wo ich KC besuchen wollte.
Perfekt!
Es war als würde ich wieder in die Heimat zurückkommen. Auch wenn ich Kalifornien und die USA mit ihrer Vielfalt liebe und ich diese drei Monate mit zu den besten meiner Reise zähle, ist Kanada das Land wo ich zu Hause bin.

Was für drei Monate!
Wie viel ich gesehen habe, welch Glück ich mit dem Wetter hatte.
Mein Favorit die Lost Coast von der ich immer noch träume oder die wunderbaren Wochen in Santa Cruz.
Allen, die mir auf meinen Wegen begegnet sind, die mein Leben und ich deren, vielleicht auch nur für kurze Momente, geprägt haben, deren Gelächter oder Gesang in meinem Ohr ist, danke ich.
Für all die wunderbaren Begegnungen und besonderen Augenblicke.
Für die Heimat und Freundlichkeit, die immer in meinem Herzen sein werden wie das Geräusch des Windes, das Flattern der Vögel, das Knacken der Äste und von Gerüchen und Tönen oder auch nur einem bestimmten Einfall der Sonne zurückgebracht wird, danke ich euch.
War das schön...

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten...

© Isabel Maltan, 2011
Du bist hier : Startseite Amerika USA Über die Grenze
Die Reise
 
Worum geht's?:
in the blue night frost haze, the sky glows with the moon pine tree tops bend snow-blue, fade into sky, frost, starlight. the creak of boots. rabbit tracks, deer tracks, what do we know. PINE TREE TOPS by Gary Snyder
Details:
Aufbruch: 14.05.2011
Dauer: 13 Wochen
Heimkehr: 12.08.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Isabel Maltan berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors