Motorradreise Chile, Argentinien, Bolivien und Peru.

Argentinien-Reisebericht  |  Reisezeit: Januar - April 2019  |  von Daniel Trebess

Argentinien: Von Bolivien bis nach Salte

Argentinien, die letzte Station

Die Fahrt von Uyuni bis zur argentinischen Grenze verlief auf einer gut ausgebauten Straße und ohne Komplikationen. Die letzte Nacht in Bolivien verbrachte ich 60 Km vor der Grenze im Zelt. Während meiner Zeit in Peru und Bolivien hatte sich zuvor nie die Gelegenheit zum Campen geboten. Ich war froh, dass ich nach Wochen mein Zelt wieder aufschlagen konnte. Der Zugewinn an Komfort und Privatsphäre verglichen mit meinem letzten Hotel war deutlich spürbar. Die Einreise nach Argentinien am nächsten morgen verlief reibungslos und dauerte ca. 1,5 Stunden. Mein Gepäck wurde durchleuchtet bzw in Augenschein genommen und zum ersten mal an einer Grenze interessierte man sich dafür, ob mein Motorrad auch versichert ist....
Die ersten Kilometer auf argentinischen Straßen fühlten sich großartig an! Es war plötzlich nicht mehr so vermüllt wie im Norden Chiles, in Peru und Bolivien. Die Fahrweise war eine andere und die Leute waren wesentlich freundlicher und aufgeschlossener. Plötzlich begegneten mir auch wieder andere Motorradreisende, was ich als positives Indiz für ein gutes Reiseland deute. Mit der Einreise nach Argentinien kam es mir ein bisschen so vor, als wäre ich der deutschen Heimat ein gutes Stück näher gekommen. Mit den hisiegen Landschaften kann Es Deutschland bei weitem nicht aufnehmen. Ich befand mich zunächst auf der Ruta 9 Richtung Salta und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Obwohl ich nun knapp 10000 Km durch Südamerika gefahren bin, hat mich der Norden Argentiniens auf Anhieb schwer beeindruckt. Als ich am darauffolgenden Tag auf die legendäre Ruta 40 abbiege, bekomme ich ein Feuerwerk an Schönheit und weite geboten. Die Einsamkeit und die menschenleeren Gegenden sind wirklich enorm. Wenn ich an das überfüllte und staugeplagte NRW denke, könnte der Kontrast kaum größer sein...
die Wirtschaftkrise

Die Wirtschaftskrise in der Argentinien mal wieder steckt, macht sich für mich in langen Schlangen vor den Geldautomaten sichtbar. An vielen Geldautomaten kann man maximal 4000 Pesos abheben. Zum Vergleich: als ich vorhin knapp 10 Liter Benzin getankt habe, Betrug meine Rechnung über 600 Pesos! Da viele Bankunden drei, vier oder fünf mal Geld abheben sobald an der Reihe sind, muss ich mich zwangsläufig in Geduld üben und darauf hoffen, dass für mich noch etwas Bargeld im Automaten übrig bleibt. Zum Glück habe ich ja mittlerweile ein dickes Fell bekommen...

Ausblick

Von Salta aus werde ich mich südwärts in Richtung Fiambala auf machen um die dortigen heißen Quellen zu besuchen. Da es in Argentinien viele günstige Campingplätze gibt, werde ich ab jetzt wieder überwiegend im Zelt schlafen können....

P.S
Hier in der Provinz kann ich aufgrund der langsamen Internetverbindung keine Bilder hochladen. Beim nächsten Bericht hole ich das dann nach....

© Daniel Trebess, 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
10 Wochen lang werde ich als Alleinreisender mit meinem eigenen Motorrad durch Südamerika touren. Ich werde so manches Tophighlight anfahren aber auch abseits der großen Sehenswürdigkeiten die Vorteile eines eigenes Fahrzeugs nutzen. Ich nehme mir vor über Land und Leute, den Alltag auf reisen und die Besonderheiten einer Motorradreise zu berichten... Ich habe keinerlei Erfahrung im schreiben aber ich werde mir Mühe geben..
Details:
Aufbruch: 14.01.2019
Dauer: 11 Wochen
Heimkehr: 02.04.2019
Reiseziele: Chile
Peru
Bolivien
Argentinien
Der Autor
 
Daniel Trebess berichtet seit 7 Monaten auf umdiewelt.
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