Schon geht sie los- die Wunderreise...

Reisezeit: September 2006 - Juli 2007  |  von Karolin Wurlitzer

Einen schönen Tag,
noch befinde ich mich im wohlbehüteten Haus meiner Eltern...morgen um die Zeit schwebe ich über Ghana Richtung Kapstadt. Dort werde ich die nächsten 10 Monate meines Lebens verbringen. An der Eros Skool (www.eros.wcape.school.) für Kinder mit cerebral palsy- eine Krankheit die von Geburt an Lähmungen verursacht, welche mittels motorischer Förderung teilweise behoben werden können.Ich hoffe, ich kann einen Teil dazu beitragen. Ich freu mich drauf!

EROS SKOOL

1. Schule

Seit 4 Tagen bin ich an dieser Schule- und langsam stellt sich das Gefuehl von angekommen sein ein. Ein nettes Team von Fysio-, Arbeits-, Sprach-, und Psychotherapeuten habt mich hier gut aufgenommen. Montag habe ich einen Rundgang durch die Schule mit Fysiotherapeutin Heidi gemacht- trotzdem habe ich noch Orientierungsprobleme. Gestern habe ich mit der Psychologin Heather einen Plan gemacht fuer die naechtsen 3 Monate gemacht. Ich bekomme 35 Kinder von der Schule in Therapie. Ich habe zwei Wochen um mich auf die ersten Stunden vorzubereiten. Naechste Woche sind erstmal Ferien und die Woche danach schau ich den Arbeitstherapeuten ueber die Schulter, dann beginnt meine Zeit als unfertiger Therapeut.
2. Hostel
Die Kinder im Hostel klagen ueber langeweile, schauen zu viel Fern und bewegen sich zu wenig. Sicherlich sind sie koerperlich behindert und bewegungstechnisch eingeschrankt, das hindert sie jedoch nicht eine daran eine Schnipseljagd (Schatzsuche) zu machen- wie ich gestern festgestellt habe. Auf einmal konnten alle schnell rennen oder ihren Rolli anschieben das die Reifen fast zu qualem anfingen- ein schoenes Bild.
Wir(Daniel, Stacy, Rebecca und Ich) waren bis halb acht mit den Kindern draussen und haben noch andere Spiele gespielt.
Die Kinder waren begeistert. Morgen ist der letzte Schultag und ich will einen Zaubernachmittag machen. (Dank Harm(?) kenne ich genug Tricks!)
3. Lifestyle
Die Menschen hier sind fast zu nett- ich weiss manchmal gar nicht mehr wohin vor lauter Nettigkeit. Jeder fragt mich ob es mir hut geht und egal ob ich gerdae 5 min. bevor ich das Bett verlassen habe bevor ich meine Gefilde verlasse, oder mich eine Stunde vorher mit Joga usw. auf meinen Tag vorbereitet habe-ich hoere komplimente...ich werd mich darn gewoehnen.
Gestern Abend nach der Schatzsuche kam ich in meine Wohnung und hatte keinen Strom- im Gegensatz zu allen anderen um mich herum. Eine halbe Stunde spaeter habe ich herausgefunden das man den Strom hier einkaufen muss. Jeder hat einen kleinen Apparat in der Wohnung mit einer Chipkarte. Mit dieser Karte muss man zu einer Art Supermarkt oder Spaetishop fahren und bekommt eine Aufladenummer. Diese im Apparat eingetippt- schon ist der Strom wieder da.
4.Persoenlich
Ich versuche es mir hier so schoen wie moeglich zu machen, denn eine Weile muss ich's hier schon aushalten.
Mittlerweile mache ich mir jeden Morgen ein gutes Fruehstueck (wobei nichts gegen das Porridge einzuwenden ist- aber jeden Morgen...), zwischendurch lekkere Fruechte...und Abends esse ich wieder mit den Kids.
Es folgt eine Runde quatschen und/ oder spielen, tanzen, musik hoeren...die meisten sind leider vorm Fernseher. Bevor's ins Bett geht goenne ich mir ein Bad und kann wunderbar schlafen.
Ich bin froh das die Australier hier sind. Mit Ihnen kann ich ab und zu das Schulgelaende verlassen. Heute zeigen sie mir Kapstadtcity!

Eine Klasse der Schule.

Eine Klasse der Schule.

Die Jungs im Fruehstuecksraum.

Die Jungs im Fruehstuecksraum.

Beim spielen im Hof.

Beim spielen im Hof.

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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 16.09.2006
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 05.07.2007
Reiseziele: Südafrika
Der Autor
 
Karolin Wurlitzer berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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