Ostern im Frankenland

Reisezeit: April 2010  |  von Herbert S.

Marktbreit und die Römer

Das malerische Städtchen Marktbreit liegt am südlichsten Punkt des Maindreiecks.
Das weithin bekannte Foto- und Malmotiv des sog. Malerwinkels mit dem Maintor am Breitbach ist quasi das Wahrzeichen der Stadt. Wir können es wegen der Lichtverhältnisse heute nur von der dem Stadtinneren zugewandten Seite fotografieren.
Dort sieht man die prachtvolle Ostfassade des Renaissance Rathauses von 1579 und das Maintor.
Im Inneren des Rathauses ist die gotische Wendeltreppe und der ganz in Holz getäfelte Trausaal sehenswert.

Ostfassade des Renaissance-Rathauses mit Maintor

Ostfassade des Renaissance-Rathauses mit Maintor

Mainhochwasser der vergangenen Jahrhunderte

Mainhochwasser der vergangenen Jahrhunderte

Lohnenswert ist ein kleiner Rundgang entlang der Stadtmauer mit ihren Türmen und durch die romantischen Winkel und Ecken.

man findet noch alte Firmenbeschriftungen an den Fassaden

man findet noch alte Firmenbeschriftungen an den Fassaden

romantische Winkel am Breitbach

romantische Winkel am Breitbach

Im Stadtinneren liegt das Seinsheimsche Schloss von dem Reichsfreiherrn, kaiserlichen und fürstbischöflichen Rat Georg Ludwig von Seinsheim d. Ä.. Er begründete mit der Verleihung des Marktrechtes im Jahre 1557 den wirtschaftlichen Aufschwung des Städtchens.
Die wappen- und ordensgeschmückte Epitaphien des Rittergeschlechts von Seinsheim befinden sich in der benachbarten evangelischen Pfarrkirche.

Seinsheimsches Schloss

Seinsheimsches Schloss

und evangelische Pfarrkirche

und evangelische Pfarrkirche

Ein seit einigen Jahren eingerichteter Wanderweg von 11 km Länge führt zunächst auf den Kapellenberg, von dem man die schönste Aussicht auf die Stadt genießen kann.

In der Nähe der Kapelle beginnt dann ein archäologisches Feld, das durch den Römer-Rundweg mit Schautafeln erschlossen wird.

Kapelle

Kapelle

Römerbebauung auf dem Areal

Römerbebauung auf dem Areal

Irgendwie wußten die Römer schon, wo sie ihre Lager aufschlugen

Irgendwie wußten die Römer schon, wo sie ihre Lager aufschlugen

Zurück zum Städtchen Marktbreit

Zurück zum Städtchen Marktbreit

fast zurück am Rathaus fallen noch weitere Prachtbauten auf

fast zurück am Rathaus fallen noch weitere Prachtbauten auf

Und fast hätten wir es vergessen - essen müssen wir auch noch etwas!! Schon vor Jahren sind wir häufig in den Gasthof zum Löwen eingekehrt. Auch heute überzeugt dort die gepflegte fränkische Gastronomie mit einem besonderen Erlebnis: - wir haben jeder einen halben Karpfen mit Salatplatte bestellt, dazu natürlich ein Viertele.
Als die Dame uns bediente, schauten Kopf und Schwanz des Karpfens weit über den Tellerrand hinaus, so dass wir mit Müh' und Not den Fisch 'geschafft' haben. Und dann kam die Rechnung: Sie fiel pro Person 3 Euro niedriger aus, da der Küchenchef gemeint hat, der Karpfen wäre heute so klein gewesen!!! Und das im Jahre 2010.

Gasthaus zum Löwen

Gasthaus zum Löwen

Der Stadtprospekt schlägt noch einen Besuch des Museums "Malerwinkelhaus" vor, in dem inzwischen auch die Römer mit Modellen eingezogen sind.

Darüber hinaus sollte man das Geburtshaus des berühmten Arztes Dr. Alois Alzheimer, das ebenfalls in Marktbreit liegt, kurz anschauen.
'Wir hätten es fast vergessen!' - Alzheimer?!

Geburtshaus Alzheimer

Geburtshaus Alzheimer

© Herbert S., 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schon seit fast 30 Jahren sind wir jedes Jahr für ein paar Tage in Sommerhausen, nicht nur um unseren geliebten Frankenwein zu holen. Bisher haben wir meist bei Freunden und Bekannten und Freunden von Freunden gewohnt. Diesmal wollen wir ein ein kleines Häuschen belegen, das ich im Internet gefunden habe.
Details:
Aufbruch: 01.04.2010
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 08.04.2010
Reiseziele: Deutschland
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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