4 im 4 x 4

Reisezeit: August - November 2011  |  von Christa Schwyter

Rotes Zentrum Teil 2

29. September bis 1. Oktober

Die Nacht ist mit 5 Grad saukalt . Sogar Bruno und Fredi haben gefroren . Das heist doch einiges . In der Ferne hört man die Dingos heulen . Ob das wohl auch wegen der Kälte war ? Tagwach ist um 4 Uhr 45 .
Wir fahren zurück nach Alice Spring . Der Sonnenaufgang entschädigt uns fürs frühe aufstehen . Bei einem Aussichtshügel frühstücken wir genüsslich . Den Blick zum Mt. Conner und zu einem Salzsee gerichtet .

Salzsee

Salzsee

Der Kings Canyon ist leider immer noch geschlossen . Die Brand -Alarmstufe der Infotafeln am Strassenrand steht auf : Sehr hoch .
Wir durchqueren Alice Spring und begeben uns auf den Ross Highway bis zum Trephina Gorge NP . Eine Schlucht mit vielen Farben der Gesteinsschichten und einer herrlichen Aussicht . Der Weg ist recht steinig , gut das wir immer die Wanderschuhe anziehen . Das halb ausgetrocknete Flussbett zeigt uns eine wunderschöne Algenstrucktur .
Eine Naturkunst vom Feinsten .Die Farbvormationen der Steine lassen der Fantasie freien Lauf .

Zurück über Alice Spring begeben wir uns auf den Namatjira Drive zum nächsten Camp mit einer Outback Dusche der besonderen Art . Sicher ein nachkriegs Model . Wegen Brandgefahr ist es uns leider nicht möglich sie zu testen da sie ja mit Holz betrieben wird .

Freitag 30. September
Heute bleiben wir etwas länger im warmen Schlafsack . Nehmen die kalten Kleider auch hinein , denn es ist um 7 Uhr noch saukalt .
Unsere Reise führt uns durch den West Mac Donnell NP . Eine Gegend mit vielen Bergen und Hügeln . In der Ferne ist immer noch ein breiter Rauchstreiffen sichtbar .

Die Ormiston Gorge ist einen Abstecher wert . Der Aufstieg belohnt uns mit einer herrlichen Aussicht hinunter zur Gorge und über die Hügellandschaft . Hier sind die Badeteiche noch recht voll, aber eine Tafel warnt uns , dass das Wasser sehr kalt ist . Dunkelrote sowie rosaweisse Gesteinsarten sind hier spetziell .

Seit der Ormiston Gorge ist die Teerstrasse zu ende . Die Gravelroad ist hier die absolute Katastrophe . Jeder Knochen ist spührbar oder eben nicht meh . Der ganze Drive ist ein fürchterliches Flussbett .

Vom rechten Weg abgekommen

Vom rechten Weg abgekommen

Wie es den Name schon sagt , das Palm Valley ist eine Schlucht voller Palmen , vielen Wasserstellen , Schilfgürteln und wunderschönen roten Felsen .

Unser Nachtlager ist nahe beim Palm Valley im Fink Gorge NP .

Samstag 1. Oktober
Die Nacht ist wieder angenehm . Ein paar Dingos schleichen durch unser Lager . Schon gestern Abend haben sie uns besucht . Der Duft vom Fleisch hat sie wohl angelockt .
Der extrem holprige Hermannsweg ( 50 km ) Führt uns zum nächsten Highway . Unterwegs an einem Roadhous müssen wieder alle Glieder sortiert werden . Dazu werden wir von einem singenden und klavierspielenden Dingo begleitet . Er steht auf den Tasten , drückt sie und heult dazu . Wir haben uns köstlich amüsiert .

Als Abschluss vom roten Zentrum fahren wir zum Rainbow Valley .
Der Rancher Ricky , ein Halbaborigine , führt uns ins für Weisse verbotene Land der Ureinwohner . Durch ihn erfahren wir über die Stammesverbindungen dieser Menschen .
Ein durch Ricky ausgeführtes Ritual ( Anrufung seiner Ahnen ) erlaubt uns das Betreten dieses Gebietes .

Hier zeigt er uns diverse jahrhundertealte Felszeichnungen und versteinerte Tierspuhren . Und noch vieles mehr . Am Schluss setzen wir uns für eine Weile hin und fühlen die mystische Atmosphäre .
Danke Ricky , wir haben viel über diese Menschen gelernt .

Rainbow Valley

Rainbow Valley

Heute ist unsere interessante Reise durchs rote Zentrum zu ende .
Morgen fliegen wir nach Adelaide .

© Christa Schwyter, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Kinder sind erwachsen. Jetzt gehts los, wir erfüllen uns einen lang ersehnten Traum: Australien wir kommen! Start in Perth, erstes Zwischenziel Darwin, dann Alice Springs und Adelaide. Von dort weiter nach Sydney und zum Endziel Brisbane.
Details:
Aufbruch: 23.08.2011
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 22.11.2011
Reiseziele: Australien
Der Autor
 
Christa Schwyter berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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