Wieder auf großer Tour

Reisezeit: Dezember 2011 - Januar 2012  |  von Jürgen Pastor

Ostkueste

kommt die Welle bis zu mir?

kommt die Welle bis zu mir?

mit Triabunna haben wir jetzt die Ostkueste erreicht.
nun ist es nicht mehr ganz so bergig, obwohl wir immer noch fast 1000 hoehenmeter jeden Tag haben, aber der Gegenwind ist dafuer um so schlimmer. in Triabunna gab es nichts weiter, wir haben uns gar nicht weiter aufgehalten. Hier geht eigentlich die Faehre nach Maria Island ab. Wir haben die Insel am anderen Ufer schon einige km lang gesehen und entschieden, sie nicht zu besuchen. das Wetter sah auch nicht so besonders aus. Es ging gleich weiter nach Swansea. Hier, es war Heiligabend, der in Australien nicht gefeiert wird, lenten wir eine radfahrende Spanierin kennen. Mit ihr haben wir dann mit unserer Campingpyramide Heilig Abend gefeiert.
Swansea war wieder ein recht unbedeutender Ort. Viele Touristen, viele grosse Boote und Caravans, aber nichts fuer uns reizvolles. Straende gibt es hier an der Ostkueste ueberall. Oft sehr schoene und versteckte. Aber das Wasser ist kalt und es ist obendrein sehr windig. Was es nicht gibt, sind Strandkoerbe. Es gibt auch kaum mal Leute am Strand.
Der naechste Anlaufpunkt war Bicheno. Das war nicht so einfach, am 1. Weihnachtstag ruht in Australien jegliches Leben. So war es nicht so einfach in Bicheno einen Zeltplatz zu bekommen. Es ist uns aber dann doch gelungen. Den Tip fuer den Platz haben wir von einem deutschen Tasmanienwanderer bekommen. Es gibt ja vielleicht kaputte Typen. Er ging einfach querfeldein durchs Land. Schlangen aengstigen ihn nicht, auf eine ist er schon getreten. Aber er hat es ueberlebt.
Auf dem Zeltplatz haben wir dann ein nettes australisches Paar mit Tandem und Anhaenger fuer den Hund kennengelernt. Sie haben uns dann auch gezeigt, wie sie alle drei das Tandem den Berg hochziehen und schieben. Recht lustig! Aber sie haben uns am Abend, in stroemendem Regen die kleinen Pinguine gezeigt, die sich in den Duenen verstecken und auf ihre Muetter zur Fuetterung warten. Die haetten wir allein nie gefunden. Hinterher mussten die Sachen alle in den Trockner, aber das war es wert.

Am naechsten Morgen schien wieder die Sonne, also fuhren wir ohne Gepaech 40 Km zurueck nach Freycinet, wir wollten die Wineglassbay sehen. dort angekommen sahen wir schon die ersten Wolken, aber wir mussten uns erst staerken. Zur unterhaltung hatten wir einen deutschen Radfahrer getroffen, dessen Rest der Familie paddelte.
Also wurden erst mal wieder Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht. Das ist immer wieder erstaunlich, trotz der z. T. grossen Entfernungen ist man doch nie ganz allein.
Am Ausgangspunkt der Wanderung angekommen, ging dann der Regen los. Das war sehr schade, denn deise Halbinsel ist wirklich so wunderschoen. Wir haben dann den Weg zum Lookout auf die Wieglassbay mit mehreren Unterstaenden unter riesigen Fesbrocken noch gemacht, waren aber sehr traurig, dass uns gerade hier das schlechte Wetter erwischt hat. Dort ist es einfach traumhaft schoen, wenn die Sonne scheint.
Die 40 Km zurueck sind wir dann in stroemendem Regen gefahren, unsere Sachen mussten wieder in den Trockner! Schade
Am morgen ging es dann weiter nach St. Helens. Es war wieder Sonnenschein. Eigentlich haette es eine schoene Fahrt werden koennen, aber der Wind hat wieder genervt. 80 Km bergauf und ab, und das bei staendigem Gegenwind macht keinen Spass. Inzwischen bin ich ( Sigrid ) auch schon ganz schoen fertig. So habe ich das erste Mal die Weiterfahrt verweigert. Aber dann habe ich mich doch ueberreden lassen und wurde dann fuerstlich verwoehnt. Ich wurde gleich gut von dem aelteren Ehepaar der Fruchtfarm empfangen. Damit ich wieder zu Kraeften kam, bekam ich ein leckeres Stueckchen Baiser mit Schlagsahne und Schokosausse, dazu frische Beeren und eine Kugel Eis. Nicht zu vergessen ein Cappuccino. Dann ging es die naechsten 20 km auch wieder. Nun sitzen wir hier in St. Helens und machen einen Tag Ruhe.
Morgen geht es dann wieder weiter in Richtung Launceston, in mehreren Etappen.
da wir jetzt vor unserem grossen Start in die 2 schweren Etappen noch ein schoenes Internet gefunden haben, ganz kurz noch ein Bericht von gestern:
Auf der faulen Haut herumliegen, war uns dann doch zu langweilig. Also machten wir uns am Nachmittag auf an die Kueste. Oberhalb von St Helens sollten wunderbare Straende liegen. Also los! the way is flat. Wir fuhren bis ans Ende der Welt (Strasse) ca 20 km. und fanden einen wunderschoenen Strand. Weisser Sand, riesige Wellen und Sonnenschein. Natuerlich auch Wind. Aber es war wunderschoen und wir waren sehr froh, dass wir diesen Ausflug noch gemacht haben.

Bay of Fires- nun aber schnell weg

Bay of Fires- nun aber schnell weg

auf zur naechsten Bucht

auf zur naechsten Bucht

© Jürgen Pastor, 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wieder mit den Fahrrädern, aber diesmal in Tasmanien. Alle, die was von Tasmanien wissen, versprechen uns eine fantastische Natur, tolles Klima, Abenteuer und freundliche Menschen. Wir werden es sehen und erleben!
Details:
Aufbruch: 03.12.2011
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 15.01.2012
Reiseziele: Australien
Vietnam
Der Autor
 
Jürgen Pastor berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.