Als Imker in Neuseeland

Reisezeit: September 2011 - März 2012  |  von Annette Panic

Wir verbringen ein halbes Jahr in Neuseeland als Imker und lernen dieses wunderschöne Land durch Reisen, aber auch durch Kontakt mit den Menschen (und Tieren) kennen.

Ankunft in Auckland

Die Visa zu besorgen ist keine so einfache Sache und wir müssen wirklich lange darauf warten. Erst zwei Wochen vorher sind sie endlich da, wir packen unsere Sachen und los geht's, diesmal mit Singapore Airlines.

Neuseeland liegt von uns aus gesehen fast genau auf der anderen Seite der Erdkugel und die Reise dorthin dauert auch entsprechend lang. Wenn man alles zusammenrechnet, die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen, zweimal umsteigen in Frankfurt und Singapur, dann weiter mit dem Bus und Auto, also von Tür zu Tür sind es ganze zwei Tage, die wir unterwegs sind. Der Zwischenstop in Singapur ist ein Erlebnis: der Flughafen ist riesengroß und gleicht einem botanischen Garten, in dem man sich verlaufen kann.

Flughafen in Singapur

Flughafen in Singapur


Als wir in Auckland ankommen, ist es elf Uhr vormittags und so können wir uns erstmal in aller Ruhe ein Hotel suchen. Die Stadt ist gerade im Ausnahmezustand, wegen der Rugby-Weltmeisterschaft und so gelingt es uns nur mit viel Glück noch ein günstiges Hotel für 60,- Dollar die Nacht zu bekommen. Es heißt Oakwood Manor, ist gleich in der Nähe des Flughafens und wir werden auch kostenlos abgeholt. Dann gilt es erstmal mit der Zeitumstellung klarzukommen, meist schlafen wir in den folgenden Tagen tagsüber, während wir Nachts hellwach sind.

Unsere Imkerei befindet sich auf der Nordinsel, in der Hawkes Bay, einer riesigen halbkreisförmigen Bucht, die besonders für ihre Obstplantagen berühmt ist. John und Judy, denen der Imkereibetrieb mit Königinnenzucht gehört, sind echt nett und genau solche Naturfreaks wie wir. Sie haben ein echtes Ökohaus, gebaut aus Ziegeln, die zum Teil aus Sägespänen bestehen. Geheizt wird hier mit Erdwärme und auch zusätzlich mit einem Holzofen. Vor dem Haus gibt es auch einen Badeteich und wir freuen uns jetzt schon auf die Abkühlung im Sommer nach der Arbeit.

Die Gegend um uns herum ist so, wie man sich Neuseeland vorstellt: Natur pur, Berge am Horizont und überall Schafe. Da wir etwa 50 km im Inland wohnen, erkunden wir erstmal die Berge und Täler um uns herum. Besonders die Flusstäler gefallen uns auf Anhieb, denn sie sind noch genauso ursprünglich, wie Neuseeland früher einmal war. Hier wachsen noch all die ungewöhnlichen Bäume und Sträucher, von denen ich die meisten noch nie gesehen habe. Die Pflanzenwelt hier ist für jeden Botaniker ein Paradies.

In der Imkerei arbeiten wir meistens mit Daniel und Angelika zusammen. Wir sind beeindruckt, wie viel professioneller hier geimkert wird und wir können eine Menge dazulernen, besonders was auch die Königinnenzucht betrifft.

ich, Vainateya, Angelika und Daniel - das Bee-Team

ich, Vainateya, Angelika und Daniel - das Bee-Team

John ist ein richtig netter Boss. Gleich vom ersten Tag an integriert er uns in die Familie, so als würden wir dazugehören und das macht alles viel einfacher. Sowieso wird Familie hier ganz groß geschrieben und fast jedes Wochenende gibt es irgendeine andere Feier, es wird gekocht, gelacht, wir schauen uns Filme zusammen an und natürlich die Rugby-WM, ein Sport, dessen Regeln ich bis jetzt noch nicht ganz verstanden habe. Aber wir jubeln mit, wenn alle anderen jubeln und dazu gibt es auch allen Grund, denn Neuseeland wird in diesem Jahr Weltmeister!

Vainateya, John, Judy und Angelika

Vainateya, John, Judy und Angelika

© Annette Panic, 2013
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: September 2011
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: März 2012
Reiseziele: Neuseeland
Der Autor
 
Annette Panic berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.
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