Japan und Südkorea 2013

Reisezeit: Juli / August 2013  |  von Sabine H.

Nara und Fushimi Inari

10.08.2013: Ausflugstag, yeah !!! Meine Stimmung ist so lala. Die ewige Hitze haut mir auf den Hirnkasten, könnte es nicht bitte mal regnen oder am Besten: Schneien ??? Also zum Bahnhof, Lokalzug-Gleis nach Nara suchen, innerhalb von 60 Sekunden fündig werden, einsteigen und los geht´s !

Mit so einem Regionalzug, der an jeder japanischen Milchkanne stoppt, kommt man mal runter aus der hektischen Großstadtwelt. Die Fahrt dauert fast 1,5 Stunden bis Nara und ich stelle bereits auf dem Weg vom Bahnhof zum Nara Park fest, dass es sich hierbei um ein recht weitläufiges Terrain handelt. Es gibt jedoch auch einen Bus, der einen herumfährt, den will ich allerdings nicht benutzen. Sollte doch auch zu Fuß gehen.

Erster Anlaufpunkt im Nara-Park: Man bekommt definitiv mal wieder Lust auf Rehbraten.

Erster Anlaufpunkt im Nara-Park: Man bekommt definitiv mal wieder Lust auf Rehbraten.

die obligatorische 5-stöckige Pagode am Kofukuji Tempel

die obligatorische 5-stöckige Pagode am Kofukuji Tempel

Beginn der endlosen Allee zum Kasuga-Taisha Schrein

Beginn der endlosen Allee zum Kasuga-Taisha Schrein

der Weg scheint kein Ende zu nehmen...

der Weg scheint kein Ende zu nehmen...

Ah, ein Torii ! Ich muss endlich angekommen sein ! Nein, um die Ecke und noch mal weiter. Im Nara-Park stehen auf allen Hinweisschildern auch die jeweiligen Entfernungen bis zum Ziel aufgedruckt, angegeben im metrischen System. 1,6 KM sind mir jedoch nie so endlos weit vorgekommen, wie hier.

Ah, ein Torii ! Ich muss endlich angekommen sein ! Nein, um die Ecke und noch mal weiter. Im Nara-Park stehen auf allen Hinweisschildern auch die jeweiligen Entfernungen bis zum Ziel aufgedruckt, angegeben im metrischen System. 1,6 KM sind mir jedoch nie so endlos weit vorgekommen, wie hier.

Und der Schrein haut mich nicht vom Hocker...

Und der Schrein haut mich nicht vom Hocker...

Die Laternenfülle ist allerdings beeindruckend...

Die Laternenfülle ist allerdings beeindruckend...

Laternenallee

Laternenallee

Sollte ich mal ´ne Rikscha mieten ? Nö, gehbehindert bin ich nicht, es ist einfach nur so heiß !

Sollte ich mal ´ne Rikscha mieten ? Nö, gehbehindert bin ich nicht, es ist einfach nur so heiß !

Die Gasse, die zum Todaji-Tempel führt, ist gut bestückt mit Ständen, an denen man Souvenirs und Erfrischungen kaufen kann

Die Gasse, die zum Todaji-Tempel führt, ist gut bestückt mit Ständen, an denen man Souvenirs und Erfrischungen kaufen kann

Das Torii ist schon gewaltig

Das Torii ist schon gewaltig

Fiese Wächterfiguren in den Seiten des Tores

Fiese Wächterfiguren in den Seiten des Tores

Todaji, wow !!! Das größte hölzerne Bauwerk der Welt !

Todaji, wow !!! Das größte hölzerne Bauwerk der Welt !

Gebaut aus dem Holz von 26.000 Bäumen, im 8. Jahrhundert von Tenno Shomu gegründet. Der Tempel brannte mehrfach nieder und das heutige Gebäude stammt aus der Edo-Zeit (1692). Im Inneren befindet sich die 16,2 m hohe Buddhastatue aus Bronze, die ca. 25 t schwer ist. Absolut gewaltig und atemberaubend. Es gibt noch mehr Buddhastatuen in der Haupthalle, alle wesentlich kleiner. Es herrscht ein unglaublicher Trubel und für die optimale Foto-Position muss man echt ein wenig drängeln, aber es ist toll, das gesehen zu haben.

riesiger sitzender Buddha

riesiger sitzender Buddha

Wächterfigur

Wächterfigur

Dieses Teil sitzt draußen, hm. Godzilla im Rotkäppchenkostüm ???

Dieses Teil sitzt draußen, hm. Godzilla im Rotkäppchenkostüm ???

Und soviele Rehbraten ! Im Ernst: Es sind soviele Rehe und Hirsche, die gut genährt sind, weil sie von den vielen Touristen fast überfüttert werden, obwohl sich doch so ziemlich alle daran halten, die speziellen "Waffeln" zu kaufen für 50 Yen, um die Bambis zu füttern. Dennoch denke ich, dass sicherlich etliche irgendwann geschossen werden, um die Population nicht zu groß werden zu lassen.

Und soviele Rehbraten ! Im Ernst: Es sind soviele Rehe und Hirsche, die gut genährt sind, weil sie von den vielen Touristen fast überfüttert werden, obwohl sich doch so ziemlich alle daran halten, die speziellen "Waffeln" zu kaufen für 50 Yen, um die Bambis zu füttern. Dennoch denke ich, dass sicherlich etliche irgendwann geschossen werden, um die Population nicht zu groß werden zu lassen.

Mit meinen Besichtigungen bin ich durch, obwohl man noch so einiges mehr ansehen könnte, hier. Das Museum z.B. oder noch weitere Schreine und Tempel und selbstverständlich könnte man noch weitere 10.000 Rehe tätscheln und füttern. Aber mir reicht´s. Ich will zum Bahnhof zurück und habe keine Lust mehr, in der Hitze noch weiter zu latschen. Ich entdecke einen Taxistand, na wunderbar ! Taxitüren öffnen sich in Japan automatisch, erwähnte ich es bereits ? Japanische Taxifahrer können meistens kein englisch. Ich schmeiße mich auf den Rücksitz und sage "Station, please !" Sicherhaltshalber schiebe ich gleich hinterher: "Eki, onegai-shimasu" (Keine Ahnung, ob das so richtig ist, habe ich gerade aus dem Sprachführer meines Guide-books so zusammengesammelt). Eki für Bahnhof dürfte aber definitiv richtig sein. Es gibt allerdings 2 Bahnhöfe in Nara, einmal JR und einmal Kintetsu für die Privatbahn, ich brauche JR. Taxifahrer hat mich aber schon verstanden und fragt nur "JR ?" "Hai".

Es ist mal wieder ein Milchkannen-Zug, den ich erwische. Er hält gnadenlos überall und so dauert es über eine Stunde, bis der Bahnhof "Inari" 2 Stationen vor Kyoto Hauptbahnhof erreicht ist. Hier steige ich aus, weil ich mir den sagenhaften Tempel "Fushimi Inari" anschauen will.

gleich hier beginnt die Welt in orange

gleich hier beginnt die Welt in orange

Das ist nur der Anfang...

Das ist nur der Anfang...

Der Fushimi Inari Schrein ist einer der außergewöhnlichsten Schreine in Japan. Verehrt werden hier die Gottheiten für gute Ernte und Geschäfte. Die tausenden von Torii von ganz klein bis riesig groß, die hier dicht an dicht einen Tunnel zum Hauptschrein auf dem Hügel bilden, sind gespendet. Meist von Firmen, aber auch Privatleute können hier ein Torii stiften und aufstellen lassen. Die ganz großen Torii erfordern allerdings schon eine Spende von 100.000 Yen. Dafür wird dann auch die gewünschte Inschrift auf dem Torii angebracht.

Hier gabelt sich mal der Torii-Tunnel

Hier gabelt sich mal der Torii-Tunnel

und dann geht´s so richtig los...

und dann geht´s so richtig los...

Dicht an dicht, ohne Ende...

Dicht an dicht, ohne Ende...

Unterwegs fressen mich hier die Mücken auf

Unterwegs fressen mich hier die Mücken auf

Es ist unglaublich fotogen

Es ist unglaublich fotogen

Mal von der Seite aus dem Wald gesehen

Mal von der Seite aus dem Wald gesehen

Erfrischungsstation

Erfrischungsstation

Ich gebe es zu: Die kompletten 4 km zum Hauptschrein tue ich mir nicht an. Auf halbem Weg kehre ich um

Ich gebe es zu: Die kompletten 4 km zum Hauptschrein tue ich mir nicht an. Auf halbem Weg kehre ich um

Auf den nächsten Zug muss ich nicht lange warten und bin schnell in Kyoto zurück. Ich bin erschossen von diesem Tag. Aus meinem Lieblings-Delikatessenladen im Kyotoer Bahnhof bringe ich für heute Abend Salat und Instantnudeln mit, die ich im Hotel mit Hilfe des Wasserkochers zubereite. Auf richtig Essengehen habe ich eigentlich nie Lust, alleine macht das ja auch keinen Spaß. Stattdessen falle ich nach der üblichen abendlichen internet-session im Nachbarhotel sehr früh ins Bett.

© Sabine H., 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Asien für mich mal ganz neu und anders, womöglich erstmals auch kompliziert (?). Japan und ein klein wenig Südkorea.
Details:
Aufbruch: 29.07.2013
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 16.08.2013
Reiseziele: Japan
Südkorea
Der Autor
 
Sabine H. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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