Thailand die Sechste - Krabi, Khao Lak und Khao Sok

Reisezeit: August / September 2013  |  von family on tour

Khao Sok: Endlich im Baumhaus!

Gleich nach dem Frühstück packen wir zusammen und verabschieden uns von Francesco und Nee und dem kleinen Paradies, das uns für vier Tage beherbergt hat. Weil es gestern so schön war, gehen wir gleich nochmal zur Massage. Dann beziehen wir unser Baumhaus, setzen uns erst einmal auf die Terrasse und genießen die Aussicht und unser Dasein.

Inzwischen regnet es auch hier mehrmals am Tag, aber immerhin nicht lang und die Sonne kommt immer wieder gleich raus. So viel Regen hatten wir im August in Thailand noch nie und wir sind schon das dritte mal zu dieser Jahreszeit hier. Nun ja, das ist die Regenzeit im Regenwald. Es gibt aber seltsame Phänomene: während Regen auf unser Dach prasselt, sieht man im Tümpel zehn Meter von uns entfernt keinen einzigen Tropfen landen. Im Garten wachsen Bäume, die voll mit Früchten hängen unter anderem Rambutan und eine Frucht, die sich wie eine Aufsetzerpflanze um einen Baumstamm windet, woran kleine wie Äpfel aussehende Früchte hängen. Heute gab es das erste Mal mehrmals Stromausfall. Das kennen wir zur Genüge aus Indien, aus Thailand aber noch nicht. Wir hören lautstarkes Zwitschern von den Vögeln und hin und wieder flattern große Schmetterlinge an uns vorbei. Wie übrigens überall, wo wir waren.

Unser Baumhaus

Unser Baumhaus

Die Aussicht

Die Aussicht

Der Garten

Der Garten

Auf dem Balkon

Auf dem Balkon

Im Zimmer

Im Zimmer

Weil es immer wieder regnet, fällt eine größere Tour heute buchstäblich ins Wasser. Eigentlich wollten wir noch die Raflesia-Tour machen, bei der man die größte Blume der Welt sehen kann. Stattdessen faulenzen und futtern gehen. Diesmal bekommt Thomas das schärfste Curry, das ihm jemals vorgesetzt wurde. Als ein paar Amerikaner kommen, wollen die Thais ihnen eine Freude machen und legen "Country Roads" auf, wozu gleich lautstark mitgepfiffen wird. Wir suchen fluchtartig das Weite.

An dieser Stelle vielleicht mal ein kurzer Exkurs für Thailand-Ungeübte, was einem die Bedienungen als Beilagen anbieten: es gibt steam lai, flai lai und flen flai. Was ist das? Ganz einfach, es handelt sich dabei um steamed rice, fried rice und French Fries (Pommes).

Inzwischen regnet es nicht mehr, also wollen wir wenigstens auf eigene Faust in den Nationalpark rein gehen. Am Eingang bezahlt man einen geringfügigen Eintritt und kann sich dann auf einem Wanderweg in den Wald begeben. Von dem vielen Regen ist der Boden völlig durchweicht. Zum Teil gleiten wir durch den Matsch und kommen bis zum Fluss. Leider haben wir keine Badesachen dabei. Eigentlich wollten wir noch bis zum Wasserfall gehen, aber dann vergeht uns die Lust, denn einen von uns hat ein Blutegel erwischt. Ratet mal wen und an welcher Stelle. Natürlich Thomas an dem noch immer leicht geschwollenen Fuß. Den hat er sich wahrscheinlich zugezogen, als er sich in die Büsche geschlagen hat, um sich einen Wanderstock zu organisieren. Das Mistding ist schon ordentlich am schlucken und lässt sich mit der Hand nicht abziehen. Die sollen zwar heilende Wirkung haben und ungefährlich sein, aber Thomas will ihn trotzdem loswerden, zumal er genau unter einem Riemen sitzt. Also Kreditkarte gezückt und dem Wurm unters Maul geschoben und ab damit. Es blutet noch etwas nach, hört dann aber bald auf. Wer hätte das gedacht, dass Visa sogar im Regenwald nützlich sein kann. Das reicht dann für heute und wir machen uns auf den Rückweg. Bei Anbruch der Dämmerung sind wir wieder draußen.

Eingang des Nationalparks

Eingang des Nationalparks

Der Blutegel

Der Blutegel

Bambus

Bambus

Schuhe waschen im Bach

Schuhe waschen im Bach

Ganz schön matschig

Ganz schön matschig

Hui, fast ausgerutscht

Hui, fast ausgerutscht

Die Vielfalt der Geräusche um unser Baumhaus herum ist der Hammer. Mehr denn je! An der Decke unserer Überdachung hängen zeitweise bis zu zehn Geckos. Das ist absoluter Rekord. Liebe Andrea, Gruß an Jörg. Keiner davon hat uns auf den Kopf geschissen. Sie sind so erfolgreich, dass mich keine einzige Mücke sticht, obwohl ich nicht eingesprüht bin. Auch die Fledermäuse lassen sich nicht lumpen und räumen ordentlich auf. Thomas wird sogar beim Durchflug unseres Balkons von einer am Arm gestreift. Wir genießen den letzten Abend hier, denn morgen geht es wieder in den Süden.

© family on tour, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir lieben Thailand! Deshalb zieht es uns - schon wieder - dorthin. Nachdem wir schon in Phuket, Hua Hin, Jomtien und Chiang Mai waren, haben wir diesmal den Süden Thailands ausgewählt. Nach den 2000 selbst gefahrenen Kilometern in Indien zu Ostern wollen wir diesmal nicht so lange im Auto sitzen und haben deshalb nur drei Ziele ausgewählt. Im Dschungel von Khao Sok im Baumhaus wohnen und tolle Touren machen, in Khao Lak die Traumstrände genießen und in und um Krabi Kultur und Natur erkunden.
Details:
Aufbruch: 18.08.2013
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 03.09.2013
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
family on tour berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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